Es war ein Ehrenabend wie aus dem Bilderbuch. Im Fußballkreis Neumarkt/Jura standen beim Tag des Ehrenamtes in Roth natürlich wie bei den Veranstaltungen in ganz Bayern die Ehrungen der Vereins- und Verbandsfunktionär*innen auf Kreisebene für deren zum Teil jahrzehntelangen herausragenden ehrenamtlichen Leistungen im Mittelpunkt. 31 Vereinsvertreter*innen erhielten für ihr Engagement im Fußballverein jeweils eine DFB-Urkunde und eine DFB-Uhr, Sandra Hofmann, die Vorsitzende des Verbands-Frauen- und Mädchenausschusses, bekam für ihre Verdienste eine DFB-Uhr und Roswitha Spehnkuch vom TSV Meckenhausen und Manfred Schlicker vom SC Cronheim sogar die DFB-Verdienstnadel. Zudem sind die beiden BFV-Ehrenamtskreissieger*innen der Jahre 2020 und 2021, Stefan Lettenbauer (TSV Wolfstein) und Anke Nierurla (TV 21 Büchenbach), noch einmal auf Kreisebene gewürdigt worden. Ebenso die fünf bereits auf Landesebene ausgezeichneten U30-Ehrenamtspreiskreissieger der vergangenen zwei Jahre: Maximilian Schuster, Maximilian Beierlein, Sebastian Götz, David Blomenhofer und Jonas Gaßmann.
Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Denn neben BFV-Präsident Christoph Kern kamen auch BLSV-Präsident Jörg Ammon und Ralph Edelhäuser, Mitglied des Bundestages, in Roth vorbei, um sich für das Engagement der Vereins- und Verbandsfunktionär*innen zu bedanken. In einer Talkrunde (Foto) betonte BFV-Präsident Christoph Kern unter anderem, wie wichtig Veranstaltungen wie diese in Roth für die Ehrenamtsbewegung seien. Wertschätzung sei der Schlüssel, damit die aktiven und auch künftigen Ehrenamtlichen sehen, dass ihre Arbeit nicht nur gesehen und wertgeschätzt wird, sondern sich auch wirklich lohnt. Ebenso müsse immer wieder der Stellenwert des Ehrenamtes deutlich gemacht werden. Ohne Vereine und Verband gehe es einfach nicht.
Edelhäuser machte deutlich, dass sich die politischen Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern müssen. BLSV-Präsident Ammon merkte dazu an, dass es aktuell einfach zu viele Vorgaben von Behörden und Verwaltungen gebe und dass man bei aller modernen und auch nötigen Digitalisierung nicht die meist älteren „analogen“ Engagierten vergessen dürfe.