Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben: Der FC Gundelfingen musste in der Corona-Zeit seine Feierlichkeiten zum 100. Vereins-Geburtstag kurzerhand absagen und hat den Jubiläumsabend jetzt nachgeholt. Rund 500 Gäste waren in der heimischen Brenzhalle mit dabei. Für den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) überbrachte Christoph Kern die Glückwünsche, der BFV-Präsident würdigte zudem das Wirken von Viktor Merenda an der Spitze des FC.
Während der 100. Geburtstag erst mit zweijähriger Verspätung gefeiert werden konnte, gab es dennoch ein aktuelles Geburtstagskind. Denn seit nunmehr zehn Jahren betreibt der FC Gundelfingen ein BFV-Nachwuchsleistungszentrum und bringt damit zum Ausdruck, dass er unter seinem Dach Breitensport und Spitzen-Ausbildung vereint.
„Die herausragende Jugendarbeit in Gundelfingen ist ein Paradebeispiel für vorbildhafte Talentförderung. Nicht umsonst gehört der Verein mit seiner Jugendarbeit dem Portfolio der BFV-Nachwuchsleistungszentren an – und das seit inzwischen zehn Jahren“, betonte Christoph Kern in seiner Rede: „Wenn weit mehr als 500 Menschen Eurer Einladung folgen, dann ist dies ein klares Zeichen der Wertschätzung unterstreicht die Bedeutung des Vereins. Seit mehr als 100 Jahren ist der FC Gundelfingen ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Stadt – und darüber hinaus. Die Wahrnehmung des Vereins über die Stadt- und Sportgrenzen hinaus zeigt sich auch mit Blick auf die Ehrengäste aus Stadt, Sport und Politik. Zum Fußball in Schwaben gehört der FC Gundelfingen genauso wie zur Stadt.“
Unter den Augen der beiden Landtagsabgeordneten Georg Winter und Fabian Mehring sowie Dillingens Landrat Markus Müller und Gundelfingens 2. Bürgermeister Roman Schnalzger hatte Christoph Kern zusammen mit der schwäbischen Bezirks-Vorsitzenden Sabrina Hüttmann und Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann indes auch noch eine Überraschung mit im Gepäck: Der BFV-Präsident würdigte das herausragende Engagement des FC-Vorsitzenden Viktor Merenda mit der Verbands-Ehrenmedaille in Gold des BFV. Der ehemalige Stadtrat ist seit 1983 im Vorstand, führt den Verein seit 1989 als Vorsitzender und zählte 1971 zur fast schon legendären Meistermannschaft, die seinerzeit erstmals den Aufstieg in die damalige viertklassige Landesliga bewerkstelligte. Merenda war aber nicht nur aktiver Fußballer, der Tennis- und Schachspieler führte auch die Tennisabteilung und war stellvertretender Fußball-Jugendleiter seines Heimatvereins. „Kontinuität ist das eine, diese Aufgaben aber mit vollem Herzblut zu auszufüllen, das ist das andere“, betonte Christoph Kern: „Viktor Merenda verkörpert beides auf ganz besondere Weise. Er hat Visionen geboren, sie zusammen mit vielen Mistreiterinnen und Mitstreitern in die Tat umgesetzt – und damit den FC Gundelfingen ebenso stark wie zukunftsorientiert aufgestellt.“ Merenda nahm die Auszeichnung gemeinsam mit seiner Frau Meta entgegen.
„Dass sich der BFV-Präsident die Zeit genommen hat, den Feierlichkeiten beizuwohnen, ist ein wertschätzendes Zeichen an den gesamten Verein und zeigt, dass die Arbeit an der Basis gesehen wird. Das ich heute mit der Verbands-Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet wurde, hat mich positiv überrascht - und das aus den Händen unseres Fußballpräsidenten in Bayern. Ein Festabend, der dem Verein, aber auch mir persönlich in Erinnerung bleiben wird und zweifelsfrei ein weiteres Highlight in der bisher so bewegten Vereinsgeschichte des FC Gundelfingen ist“, sagte Viktor Merenda.