Der Titel geht nach Franken: Bundesliga-Schiedsrichter Deniz Aytekin hat das Voting um den „Fußballspruch des Jahres 2023“ gewonnen. Mit dem Satz „Wenn der Musiala anzieht und dir auf 80 Meter 60 bis 70 abnimmt, denkst du anders über dein Leben nach“ setzte sich der 45 Jahre alte Spitzen-Schiri bei der Gala zur Verleihung der Deutschen Fußball-Kulturpreise 2023 in der Tafelhalle seiner Geburtsstadt Nürnberg im Finale gegen die Fans des SC Freiburg durch. Die SC-Anhänger hatten ihren ehemaligen Stürmer Nils Petersen mit einem Transparent und dem Satz „Niemand ist größer als der Verein. Aber du warst verdammt nah dran“ zu dessen Karriereende gewürdigt.
Zum mittlerweile 18. Mal vergab die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur den Preis für den besten Fußballspruch des Jahres, für den mit Sebastian Zeitler vom oberfränkischen VfB Wölbattendorf auch ein bayerischer Amateurfußballer nominiert worden war.
Amateurkicker Zeitler war nach zwischenzeitlich 50 Toren in 13 Partien in der vergangenen Saison vom einem TV-Journalisten auf einen möglichen Wechsel zu einem höherklassigen Amateurverein angesprochen worden. Seine Antwort („Fußball ist mein Hobby. Wenn ich Geld verdienen will, geh ich in die Arbeit“) überzeugte die Jury des Fußballpreises, konnte sich aber nicht gegen die Aussage des bayerischen Top-Referees Deniz Aytekin durchsetzen und landete am Ende auf Platz fünf.
Außerdem wurden in Mittelfranken drei weitere Preise vergeben: Den Ehren-MAX für den Walther-Bensemann-Preis erhielt Frankfurt-Legende und Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz „Charly“ Körbel. Der Titel „Fußballbuch des Jahres“ ging an Christoph Biermann für sein Werk „Um jeden Preis. Die wahre Geschichte des modernen Fußballs“. Für Biermann war es bereits die dritte Auszeichnung, zuvor wurde er bereits für seine Bücher „Die Fußball-Matrix“ (2010) und „Wenn wir vom Fußball träumen“ (2015) prämiert. Für ihr Engagement als ‚Fans gegen Rechtsextremismus‘ wurden die Initiative „CFC-Fans gegen Rassismus“ mit dem easyCredit-Fanpreis ausgezeichnet. 5000 Euro Preisgeld gehen dafür nach Chemnitz.