Armin Klughammer, eine der prägendsten Persönlichkeiten des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), feiert seinen 90. Geburtstag (9. Juni). Der langjährige Funktionär und heutiges BFV-Ehrenmitglied aus Augsburg hat den bayerischen Amateurfußball bis 2006 über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet – und fühlt sich ihm bis heute eng verbunden.
Für BFV-Präsident Christoph Kern ist der Jubilar eine herausragende Persönlichkeit: „Armin Klughammer hat den bayerischen Fußball über Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Engagement geprägt. Der Spielbetrieb, das Herzstück unseres Verbandes, war 35 Jahre lang seine Leidenschaft und Berufung. In zahlreichen Funktionen, unter anderem als Vorsitzender des Verbands-Spielausschusses, hat er dessen Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Für seine großen Verdienste um den BFV gebührt ihm unser aufrichtiger Dank. Umso mehr freut es mich, dass er uns auch als Ehrenmitglied weiterhin mit seiner Erfahrung begleitet. Zu seinem 90. Geburtstag gratuliere ich ihm herzlich und wünsche ihm alles Gute sowie beste Gesundheit.“
Auch wenn es in den vergangenen Jahren ruhiger um den gebürtigen Schwaben geworden ist, bedeutet das keineswegs, dass er sich vollständig zurückgezogen hat. Dem Verband und den ehrenamtlich Engagierten stand und steht er auch nach dem Ende seiner Funktionärslaufbahn 2006 weiterhin mit seiner Erfahrung zur Seite. Sein ungebrochenes Interesse am Verband, den bayerischen Fußballvereinen und den Entwicklungen im bayerischen Amateurfußball zeigte sich zuletzt beim 27. Ordentlichen Verbandstag des BFV am 8. und 9. Mai 2026, an dem er – trotz seines hohen Alters und altersbedingter Einschränkungen – persönlich teilnahm.
Sein Weg im Verband begann in den 1970er-Jahren auf Bezirksebene in Schwaben, wo er zunächst als Gruppen- und später als Bezirks-Spielleiter Verantwortung übernahm. Es folgten zahlreiche weitere Aufgaben, die ihn bis in die höchsten Gremien des Verbandes und darüber hinaus bis auf die Ebene des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) führten. Besonders prägend war seine Zeit als Vorsitzender des Verbands-Spielausschusses von 1990 bis 2006.
Neben seinem sportpolitischen Engagement brachte Klughammer auch seine berufliche Erfahrung ein: Als ehemaliger Leiter der Pressestelle des Zentralklinikums Augsburg hatte er stets ein besonderes Augenmerk auf die Öffentlichkeitsarbeit – sowohl im Verband als auch speziell im Bezirk Schwaben.
Die Bedeutung seines Wirkens spiegelt sich in einer Vielzahl von Auszeichnungen wider. Neben Ehrungen aus dem organisierten Sport – darunter die Verbands-Verdienst- und Ehrennadel, die BFV-Ehrenmitgliedschaft (2006) sowie die DFB-Ehrennadel – wurde Klughammer 2014 auch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Diese Auszeichnung unterstreicht, dass sein Engagement weit über den Fußball hinaus gesellschaftliche Relevanz hat.
Die vielleicht größte Auszeichnung hat Klughammer jedoch von den Vereinen selbst erhalten. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Tätigkeit verliehen sie ihm den Beinamen „Robin Hood der Amateurfußballer“. Dieser steht sinnbildlich für seine Haltung: Klughammer setzte sich stets mit Nachdruck für die Belange kleinerer Vereine ein und achtete darauf, dass deren Interessen bei Entscheidungen auf Verbandsebene gehört wurden. Dabei scheute er auch keine Auseinandersetzungen – führte sie jedoch immer mit Respekt und Fairness.
So bleibt Armin Klughammer vielen bis heute als leidenschaftlicher Fürsprecher des Amateurfußballs in Erinnerung. Einer, der nicht nur Strukturen geprägt, sondern auch Werte gelebt hat – und dem der bayerische Fußball viel zu verdanken hat.