Sechs Teams, ein Traum: der Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs der Junioren 2025/26. Genau darum geht es an diesem Samstag (7. Juni) im großen Landesfinale des Volksbanken Raiffeisenbanken-Pokals der U19-Junioren, das in diesem Jahr auf dem Vereinsgelände der DJK Schweinfurt (Josef-Reuß-Straße7, 97424 Schweinfurt) ausgespielt wird. Für die sechs besten Pokal-Teams der laufenden Spielzeit geht es dabei neben dem Einzug in den DFB-Pokalwettbewerb nicht nur um den prestigeträchtigen Pokal, sondern auch um die lukrative Siegprämie in Höhe von 1500 Euro. Eines steht indes schon vor dem Anpfiff des Turniers fest: Es wird definitiv einen neuen Landespokalsieger in Bayern geben, da der amtierende Titelträger SpVgg Greuther Fürth bereits in der Qualifikationsrunde der Junioren-Bundes- und Bayernligisten gegen Rekordsieger 1. FC Nürnberg ausgeschieden ist.
Als klarer Favorit geht der 1. FC Nürnberg als DFB-Nachwuchsligist ins Rennen, der mit bislang fünf Erfolgen (2005, 2008, 2011, 2012 und 2018) Rekordsieger des Wettbewerbs ist. In der Quali-Runde der Bunds- und Bayernligisten hat die Mannschaft von Trainer Michael These schon einmal seine Ambitionen auf den Pokalsieg unterstrichen und den amtierenden Titelträger aus dem Wettbewerb geworfen. Der Club-Nachwuchs setzte sich im Frankenderby mit 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth durch und will in Schweinfurt jetzt das Erbe der Kleeblätter antreten. Ein Selbstläufer wird das nicht, schließlich bekommen es die Mittelfranken in der Gruppe B unter anderem mit dem Vorjahresfinalist TSV 1860 Rosenheim zu tun, der nach dem 2:0-Erfolg gegen den TSV Schwaben Augsburg in der Qualifikationsrunde der Bezirkspokalsieger jetzt erneut nach dem Titel greifen möchte. Es wäre der erste Pokaltriumph für den Landesligisten. Als Underdog für Furore sorgen möchte der 1. FC Passau. Der niederbayerische Bezirkssieger löste mit einem 3:0-Erfolg in der Bezirkssieger-Qualifikation gegen die DJK Don Bosco Bamberg das Ticket für das Landesfinale und ist als Bezirksoberligist der klassenniedrigste Klub im Teilnehmerfeld.
Nach dem kurzfristigen Rückzug des DFB-Nachwuchsligisten FC Augsburg geht in Gruppe A der nachgerückte FC Memmingen als Bayernligist als leichter Favorit auf das Endspiel-Ticket ins Rennen. In der Vorrunde treffen die Allgäuer dabei im Schwaben-Derby auf den TSV Schwaben Augsburg (Landesliga Süd, Qualirunde Bezirkspokal-Sieger) und Lokalmatador TSV Großbardorf, der sich im unterfränkischen Bezirksfinale mit 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den BSC Aschaffenburg-Schweinheim durchgesetzt hatte und sich als Sieger des Ausrichterbezirks den Umweg über die Qualifikation gespart hat. „Wir sind froh und zugleich stolz, dass wir uns für das Landesfinale qualifiziert haben und mit großen Vereinen messen dürfen. Wir wollen das Turnier genießen und unsere bestmögliche Leistung abrufen. Es wäre vermessen zu sagen, dass wir das Turnier gewinnen wollen. Für uns wäre es schon ein Riesenerfolg, wenn wir die Vorrunde überstehen und in die Endspiele kommen“, sagt Thomas Jakob, Cheftrainer des TSV Großbardorf.
„Das Duell des Rekordsiegers 1. FC Nürnberg gegen den Vorjahresfinalisten aus Rosenheim und das Schwaben-Duell zwischen Memmingen und dem TSV Schwaben Augsburg: Ich denke, wir dürfen uns in Schweinfurt auf ein packendes Landesfinale freuen, das bereits ab der Vorrunde Spannung und beste Unterhaltung verspricht", erklärt BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau.
Gespielt wird das Landesfinale zunächst mit zwei Dreier-Gruppen im Modus Jeder-gegen-jeden. Die Spielzeit beträgt 2x25 Minuten. Im Anschluss finden die Platzierungsspiele statt. Die beiden Gruppensieger duellieren sich zum Abschluss im Finale um den Titel und das Ticket für den DFB-Pokal der Junioren in der nächsten Saison (gegen 16.30 Uhr). Der Eintritt für das Landesfinale ist frei. Einlass ist ab 9 Uhr, das Eröffnungsspiel zwischen dem TSV Großbardorf und dem TSV Schwaben Augsburg wird im 11 Uhr angepfiffen.