Ein normaler Fußballsonntag. Die Sonne scheint, Zuschauer stehen am Spielfeldrand, die Spieler laufen sich warm. Alles wirkt wie immer. Doch noch vor dem Anpfiff kippt die Stimmung. Ein Schiedsrichter bricht plötzlich zusammen und bleibt regungslos liegen: Herzstillstand.
Jetzt zählt jede Sekunde.
Spieler und Zuschauer reagieren sofort, beginnen mit der Reanimation. Jemand sprintet zum Vereinsheim und holt den AED (Automatisierter externer Defibrillator). Erst nach dem Einsatz des AEDs kommt der Schiedsrichter wieder zu sich. Er hat überlebt.
Doch was hier gut ausgegangen ist, ist längst keine Selbstverständlichkeit – vielen Vereinen fehlt genau dieses entscheidende Gerät. Darüber haben wir mit Moritz Heigl von der BFV Service GmbH gesprochen.
Den Anstoß für die Zusammenarbeit des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und CRS medical gab der oben beschriebene Vorfall, denn er zeigt eindrücklich, wie entscheidend ein AED in greifbarer Nähe ist. Gerade auf den Fußballplätzen im Amateurbereich ist dies aber vielerorts nicht der Fall.
„Wir haben gemerkt, dass es noch viel Luft nach oben gibt, was die Ausstattung von Fußballvereinen mit AEDs angeht“, sagt Moritz Heigl. „Viele Vereine sind mittlerweile zwar für das Thema sensibilisiert, aber es fehlt oft der Zugang zu einem passenden Angebot und den finanziellen Mitteln.“ Die Initiative „ErstHelden-Helfen“ von CRS medical setzt genau hier an.
Statt Vereine die finanzielle Last allein tragen zu lassen, wird bei "ErstHelden-Helfen" auf die Stärke der Fußballgemeinschaft gesetzt: Gemeinsam Spenden für den eigenen AED sammeln.
„Ich finde das eine total clevere und authentische Lösung“, sagt Heigl. „Gerade in Vereinen des Amateurfußball scheitert vieles am Geld – aber wenn es um Menschenleben geht, sollte das keine Hürde sein.“
Über die Plattform ErstHelden-Helfen können Vereine einfach ihre Spendenaktion für einen eigenen AED starten. Anschließend kann jeder mithelfen – ob mit einer Spende oder dem Teilen der Aktion. „Es ist eine schöne Geste, wenn Mitglieder und Fans gemeinsam dazu beitragen, dass ihr Fußballplatz herzsicherer wird“, meint Heigl.
Fußballvereine leben vom Zusammenhalt. Dieses Gemeinschaftsgefühl kann jetzt buchstäblich Leben retten. Je stärker die Vereinscommunity, desto größer der Erfolg einer solchen Spendenaktion. „Bei uns im Verein würde das super funktionieren“, sagt Heigl. „Aber ich bin überzeugt, dass es jeder Verein schaffen kann – gerade, wenn das Thema offen und gemeinsam angegangen wird.“
Und was motiviert, sofort zu handeln? Heigl bringt es auf den Punkt: „Die Investition, die heute getätigt wird, kann schon morgen Leben retten. Diese Entscheidung aufzuschieben wäre einfach riskanter als andere.“
Ein AED im Verein sollte zum Standard werden – so wie der Erste-Hilfe-Kasten in der Kabine. „Ich denke, das wird in Zukunft selbstverständlich sein“, meint Heigl. „Weil einfach so viele Menschen auf Vereinsgeländen unterwegs sind – Spieler, Zuschauer, Familien. Das Risiko ist da, und man kann es reduzieren.“
Ein AED im Verein ist mehr als nur ein technisches Gerät – er steht für Verantwortung, Gemeinschaft und Sicherheit.
Jetzt eigene Spendenaktion starten und für den Notfall vorbereitet sein!
Ein zusätzliches Plus: Die BFV-Sozialstiftung unterstützt in diesem Zusammenhang die Anschaffung eines AEDs mit einer Förderung von 500 Euro.
Alle Infos findest du bei ErstHelden-Helfen