Die Spiel- und Medienverantwortlichen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) haben sich zu ihrer turnusmäßigen Wintertagung in der oberpfälzer BFV-Geschäftsstelle in der Regensburger Arena getroffen und unter Federführung von Gustav Kagerbauer (Mitglied des Verbands-Spielausschusses) und BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (verantwortlich für den Spielbetrieb im Freistaat) aktuelle Themen für die anstehende Rest-Rückrunde in der Regionalliga Bayern erörtert.
„Wir sind überaus stolz auf dieses unverzichtbar gewordene Netzwerk, das wir über die Jahre hinweg konsequent ausgebaut haben. Ihr seid ein wichtiger Eckpfeiler in der Erfolgsgeschichte der Regionalliga Bayern, die in diesem Jahr bekanntermaßen erstmals einen Direktaufsteiger in die 3. Liga stellt“, sagte Kagerbauer, während Faltenbacher betonte, dass „wir uns freuen, als Verband zusammen mit den Vereinen möglichst perfekte Rahmenbedingungen für ein reibungsloses Arbeiten vor Ort in den Stadien schaffen. Wir hatten in der laufenden Spielzeit keinerlei grobe Verstöße zu verzeichnen. Das Meldesystem hat sich etabliert, wir sind so jederzeit in der Lage, umgehend angemessen und zielgerichtet reagieren zu können“.
Seit Einführung der Regionalliga Bayern mit der Spielzeit 2012/2013 ist bei allen Partien der bayerischen Amateur-Spitzenliga ein Spiel- und Medienbeauftragter des BFV vor Ort. Die aktuell 26 ehrenamtlichen Mitarbeiter unterstützen die Vereinsfunktionäre bei Sicherheits- und Medienangelegenheiten im Stadion und informieren die Fußballfans im Freistaat darüber hinaus auch per offiziellem BFV-Liveticker über das Spielgeschehen. „Die Spiel- und Medienbeauftragten, die zum Teil schon von Beginn an seit sieben Jahren ehrenamtlich arbeiten, sind ein wichtiger Teil der bayerischen Erfolgsgeschichte unserer Amateur-Spitzenliga und als wichtiges Bindeglied zwischen Verband und Vereinen im Stadion unverzichtbar. Dabei ist der Wert der Arbeit in all den Jahren sukzessiv gesteigert worden“, betonten Faltenbacher und Kagerbauer.
Regionalliga-Referee Thomas Ernsperger sprach indes von einer „tollen und reibungslosen Zusammenarbeit“ und tauschte sich mit den Spiel- und Medienbeauftragten noch zu organisatorischen Pflichtabläufen wie etwa den Zeitpunkt der Sicherheitsbesprechung mit allen Beteiligten 75 Minuten vor Anpfiff oder die besonders hilfreiche Dokumentation bei etwaiger Pyrotechnik-Vorfällen aus. Liga-Sprecher Robin Helmschrott vom FC Augsburg II unterstrich in seinen Ausführungen die „Wichtigkeit der Schnittstelle mit den Spiel- und Medienbeauftragten. Im Wege der weiteren Professionalisierung der Regionalliga Bayern, aber auch der medialen Weiterentwicklung seid ihr unverzichtbar und wichtig.“
Julia Eder aus dem Büro Nordost in Regensburg der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern“, die seit geraumer Zeit hinsichtlich Prävention auch mit dem Bayerischen Fußball-Verband zusammenarbeitet, ging in ihren Ausführungen auf die rechte Szene ein, wenngleich es in der Regionalliga Bayern aktuell keine Vorfälle zu verzeichnen gibt. Dennoch geht es darum, alle Beteiligten zu sensibilisieren und aufzuklären. Weil Rechtsextremismus, so eine Forschung, längst auch die gesellschaftliche Mitte hierzulande erreicht habe und sich demnach ebenfalls in den Stadien sowie auf den Fußballplätzen abbilde. Hauptthema seien weiterhin Hetzkampagnen gegen Geflüchtete – das beginne bereits bei einschlägigem Liedgut, das sogenannte Fans bei ihren Fahrten zu den Spielen hören oder sich mit versteckten oder doppeldeutigen Symboliken in den Stadien klar zu ihrer politischen Gesinnung bekennen. Auch hier besetzen die Spiel- und Medienbeauftragten eine wichtige Rolle. Denn sie sind es, die etwaige verbale Vorfälle hinsichtlich Rassismus oder Diskriminierung in den Stadien umgehend als Sofortmeldung absetzen, so dass der BFV, der mit seiner Null-Toleranz-Politik eine klare Linie verfolgt, schnell und fundiert reagieren kann. Julia Eder zeigte dies anhand zahlreicher Beispiele aus den Stadien sehr detailliert auf und gab den Spiel- und Medienbeauftragten auch einen Leitfaden mit an die Hand.
Der oberpfälzer Bezirkspielleiter Christian Wolfram ging schließlich mit allen Teilnehmern einen Regel-Spieltag durch. Von der Ankunft 90 Minuten vor Anpfiff am Spielort über die Sicherheitsbesprechung bis hin zum Besuch der abschließenden Pressekonferenz und dem Liefern von Zitaten für die BFV-Website. Fabian Frühwirth, Leiter Kommunikation beim BFV, skizierte in Regensburg die weiteren Planungen hinsichtlich neuer Liveticker-Features und gab Tipps sowie inhaltliche Hinweise zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards bei der spieltäglichen Arbeit.
Johann Breu, Johann Fuchs, Walter Hendlmeier, Georgios Kechagias, Jürgen Lehmann, Volker Maier, Andreas Marksteiner, Dennis Martin, Werner Mages, Walter Meding, Markus Mühlbauer, Rainer Noll, Martin Pröhl, Dieter Reiser, Bernd Reitstetter, Giovanni Schalk, Andreas Saal, Reinhard Scherzer, Martin Schikora, Thomas Schreiber, Valentin Schuster, Steffen Stegmann, Christian Stöhr, Michael Tittmann, Christian Wolfram, Manfred Wünsch, Manfred Sieger, Timmy Joe Schlesinger.