Zehn Tage vor dem Eröffnungsspiel der neuen Saison 2025/26 in der Regionalliga Bayern zwischen der SpVgg Ansbach und der SpVgg Bayreuth (Donnerstag, 24. Juli 2025, 19 Uhr, live bei BR24Sport) war der Xaver-Bertsch-Sportpark in der mittelfränkischen Bezirkshauptstadt bereits Schauplatz der Sommertagung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit den Klub-Vertreterinnen und -Vertretern der bayerischen Spitzenliga.
Die Überlegungen und Gedanken zu einer möglichen Reform der fünf deutschen Regionalligen waren bei der Tagung in Ansbach Sache von BFV-Präsident Christoph Kern, der die Klubverantwortlichen aus dem Freistaat umfassend abholte, auf den aktuellen Stand brachte und auch über das Gespräch mit der Initiative in München berichtete. „Fest steht für mich, dass wir das zweifelsfrei vorhandene Problem mit der Forderung ‚Der Meister muss aufsteigen‘ nicht einfach in unsere Bayernligen verlagern werden. Wenn, dann brauchen wir eine nachhaltige und durchdachte Lösung. Dafür muss aber auch klar sein, dass dieser Kreis der Klubs, wie er hier heute vertreten ist, das auch explizit so will. Entscheidend wird sein, dass wir nach diesem internen Prozess zu einer Meinung kommen – das ist die Aufgabe der kommenden Wochen.“
In der bundesweiten Debatte um eine etwaige Reform ist aktuell die Bildung einer Arbeitsgruppe in der Diskussion – ein konkreter Reform-Antrag für den DFB-Bundestag im November ist aktuell vom Tisch.
Nach der Premiere im Vorjahr hat der BFV auch jetzt seinen Saisonreport zur Spielzeit 2024/25 der Regionalliga Bayern mit den wichtigsten Kennzahlen veröffentlicht, der ab sofort zum Download bereitsteht. „Erfreulicherweise verzeichnen wir in der abgelaufenen Spielzeit an vielen Stellen Zuwächse: Die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer in den Stadien ist leicht angewachsen. Auf der ,virtuellen Wiese‘ ist die Regionalliga Bayern jetzt sogar im bundesweiten Vergleich ganz vorne – der offizielle Instagram-Kanal hat die meisten Follower aller fünf Regionalligen“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium den Spielbetrieb in Bayern verantwortet und zudem Vorsitzender der Regionalliga-Zulassungskommission ist: „Wir haben zudem eine starke Premieren-Saison hinter uns: Der Bayerische Rundfunk streamt Woche für Woche das Topspiel am Freitagabend live auf BR24Sport – die Zusammenfassungen dieser Partien im linearen Fernsehen mit eingerechnet, haben wir in der abgelaufenen Runde rund 5,3 Millionen Menschen an ihren Endgeräten erreicht.“
Neben den medialen Reichweiten sind im neuen Saisonreport sämtliche sportlichen Statistiken veröffentlicht, die Social-Media-Community hat zudem ihre Top-Elf gewählt und Aleksandro Petrovic zum Trainer der Saison gekürt – der 37-Jährige führte den TSV Buchbach in der vergangenen Saison sensationell zur Vize-Meisterschaft.
Kein Neuland ist die Regionalliga Bayern für die Aufsteiger FC Memmingen und VfB Eichstätt. Beide Klubs kennen die Spitzenliga, in der bis dato 38 unterschiedliche Klubs seit der Gründung 2012 an den Start gegangen sind: Die Schwaben waren Gründungsmitglied und gehen jetzt in ihre zwölfte Saison im bayerischen Oberhaus, für den VfB Eichstätt wird es die sechste Spielzeit.
Die Vereinsverantwortlichen setzten bei der turnusgemäßen Wahl der Liga-Sprecher in Ansbach auf Kontinuität und gelangten zu einstimmigen Ergebnissen: Geschäftsführer Andreas Huber vom SV Wacker Burghausen vertritt auch weiterhin die Interessen der Amateurklubs. Sebastian Dremmler als organisatorischer Leiter Nachwuchsfußball bei den Münchner Bayern bleibt Ansprechpartner für die Zweitvertretungen der Profivereine.
Für Verbands-Spielleiter Josef Janker war die Zusammenkunft zugleich der Auftakt für seine letzte Saison als Verantwortlicher für die bayerische Top-Liga: Der 69 Jahre alte Oberpfälzer, der bei der Tagung die administrativen Punkte hinsichtlich der neuen Spielzeit behandelte, hat sich entschieden, beim BFV-Verbandstag im Mai 2026 nicht mehr für die Spitzenposition zu kandidieren. „Nach 16 Jahren hat jeder das Recht, sich anderen Dingen zu widmen“, sagte Janker mit einem Augenzwinkern: „Ich freue mich auf meinen Schlussspurt und habe richtig Lust auf eine richtig tolle Saison.“
Verbands-Schiedsrichterobmann Sven Laumer berichtete über die Regeländerungen und davon, dass „in der Regionalliga noch in diesem Jahr im Rahmen eines Austausches vier Partien von FIFA-Unparteiischen aus Japan geleitet werden". Vorgesehen sind die Spieltage zwei und vier.
Aus sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten und organisatorischen Gründen wurde der zunächst vorläufig veröffentlichte Spielplan noch einmal angepasst, sodass es auch bei den von BR24Sport im kostenfreien Livestream gezeigten Partien zu Veränderungen kommt. Es bleibt bei der Übertragung des Eröffnungsspiels zwischen Ansbach und Bayreuth (Donnerstag, 24. Juli 2025, 19 Uhr), auch am 2. Spieltag gibt es wie veröffentlicht die Partie zwischen Aufsteiger Memmingen und dem 1. FC Nürnberg II (Freitag, 1. August 2025, 19 Uhr) im Livestream, am 3. Spieltag (8. August 2025, 19 Uhr) wurde derweil das Heimrecht getauscht: Die Fans dürfen sich nun auf die Übertragung zwischen der SpVgg Bayreuth und dem SV Viktoria Aschaffenburg freuen.
Neu ist die Livestream-Begegnung am Freitag, 15. August 2025, um 19 Uhr: Hier zeigt BR24Sport das Duell zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FC Bayern München. Die Übertragung am fünften Spieltag bleibt indes bestehen: Am 22. August 2025 läuft das Unterfranken-Derby zwischen dem TSV Aubstadt und dem FC Würzburger Kickers.