Der Verbands-Schiedsrichterausschuss (VSA) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat bei seiner Jahresauftakttagung in Regensburg drei verdiente Schiedsrichter ausgezeichnet. BFV-Vizepräsident Robert Schraudner und Verbands-Schiedsrichterobmann Sven Laumer verliehen Tobias Baumann (Beisitzer im Verbands-Schiedsrichterausschuss) die Verbandsverdienstnadel in Silber sowie Alexander Schkarlat (VSA und Landeslehrwart Bayern) und Jonas Beinhofer (Schiedsrichter-Beistand im VSA) die Verbandsverdienstnadel in Bronze. Alle drei prägen seit vielen Jahren mit großem Engagement die Verbandsarbeit im Schiedsrichterbereich des BFV.
Sven Laumer und Robert Schraudner würdigten die Leistungen der drei Unparteiischen und dankten ihnen für die geleistete Arbeit. „Die erfreulichen Schiedsrichter-Zahlen und Ergebnisse der vergangenen Jahre waren nur durch eure hervorragende Zuarbeit möglich und wir sind stolz darauf, dass ihr Teil unserer Schiedsrichter-Familie seid!“, sagte Laumer bei der Auszeichnung und überreichte die jeweiligen Urkunden samt Nadeln.
Tobias Baumann vom TSV Seebach wurde für sein über 15-jähriges Engagement geehrt. 2010 wurde er als U30-Mitglied im Bezirk Niederbayern in den Bezirksausschuss gewählt, dem er sechs Jahr angehörte. Zwischenzeitlich übernahm er auch noch in seiner Heimat-Schiedsrichter-Gruppe Deggendorf den Posten als Beisitzer, ehe er 2018 in den Bezirks-Schiedsrichterausschuss aufstieg. Nach dem Verbandstag 2022 wurde er dann in den Verbands-Schiedsrichterausschuss berufen, in dem er in den vergangenen vier Jahren die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des Nachwuchsleistungszentrums betreute. Zugleich übernahm er die Einteilung in den Verbandsligen. Tobias Baumann ist derzeit eine wichtige Größe in der bayerischen Förderung von jungen und ambitionierten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern an der Schwelle zu den Profi-Ligen.
Alexander Schkarlat vom SV Weidenbach stieg 2014 in der Schiedsrichter-Gruppe Inn als Lehrwart die Funktionärslaufbahn ein, ehe er 2022 in den Bezirks-Schiedsrichterausschuss aufstiegt und dort ebenfalls für die Lehrarbeit verantwortlich zeichnete. Seit 15. Juli 2025 ist Schkarlat Lehrwart des Bayerischen Fußball-Verbands auf Verbandsebene – und damit einer der maßgeblichen Köpfe der bayerischen Schiedsrichter-Ausbildung.
Jonas Beinhofer vom SSV Eggenfelden legte ebenfalls 2014 den Grundstein für seine Funktionärslaufbahn beim BFV und war zunächst acht Jahre als U30-Mitglied im Bezirk Oberbayern aktiv, ehe er 2022 im Kreis Donau/Isar das Kreis-Sportgericht übernahm. 2024 legte er beruflich bedingt dieses Amt nieder. Seit 2025 unterstützt er als Mitglied des VSA-Kompetenzteams insbesondere die Betreuung von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern bei Sportgerichtsverfahren und bringt seine juristische und organisatorische Expertise ein.
Neben den Ehrungen nutzte Laumer die Auftaktsitzung mit den Mitgliedern des Verbands-Schiedsrichterausschusses und der VSA-Kompetenzteams, um die Weichen für die Amtsperiode 2026 bis 2030 zu stellen. Die Ideen und Vorschläge werden in den nächsten Wochen noch weiter ausgearbeitet, um zum Verbandstag im Mai 2026 in Bad Gögging ein schlagkräftiges Programm präsentieren zu können. Zudem zog Laumer ein Fazit zur Entwicklung der Schiedsrichterzahlen im Jahr 2025, die sich weiter auf hohem Niveau bewegen. Insgesamt waren in Bayern 12.386 aktive Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter unterwegs. Mit den 6020 passiven Unparteiischen ergibt das eine Gesamtzahl von 18.406 Referees im Freistaat. Auch die Zahl der Schiedsrichter-Neulinge bewegt sich mit 1761 neu ausgebildeten Unparteiischen auf dem Vorjahres-Niveau.