Die BFV-Sozialstiftung startet mit klaren Schwerpunkten ins Jahr 2026. In der vierten Sitzung des Stiftungsrates (Periode 2022-2026) in München haben Stiftungsvorstand und Stiftungsrat Bilanz gezogen, die Finanzplanung für 2026 verabschiedet und die künftige Ausrichtung definiert: Nachhaltige Projektförderung, strukturelle Weiterentwicklung und soziale Verantwortung stehen dabei im Fokus.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Finanzentwicklung, die mittelfristige Planung bis 2029 und die thematische Ausrichtung der kommenden Jahre. Während in der Vergangenheit vor allem außergewöhnliche Hilfsmaßnahmen – etwa im Rahmen der Hochwasserhilfe – prägend waren, rückt die Stiftung künftig noch stärker nachhaltige Projektförderung und strukturelle Weiterentwicklung in den Fokus.
Ein Kernanliegen bleibt die Unterstützung von Kindern aus wirtschaftlich benachteiligten Familien. In den vergangenen vier Jahren konnten 342 Mädchen und Jungen an BFV-Ferienmaßnahmen teilnehmen – allein 2025 wurden 106 Kostenübernahmen gewährt, so viele wie nie zuvor. Die Stiftung wird diese Förderung fortsetzen und damit echte Teilhabe ermöglichen.
Auch etablierte Projekte bleiben feste Bestandteile des Engagements. Der Benefiz-Adventskalender feiert 2026 sein zehnjähriges Jubiläum und hat sich von einer kleinen Idee zu einer festen Größe im Jahreskalender entwickelt. Die Aktion verbindet Spendenakquise mit großer Sichtbarkeit für soziale Verantwortung im Fußball. Ebenso wird die Initiative „BallHelden“ weitergeführt, die in bayerischen Grundschulen sportliches Engagement mit sozialem Einsatz verknüpft. Ein besonderer Fixpunkt bleibt zudem der Fußball-Aktionstag mit der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München an der Sportschule Oberhaching – ein Tag, der schwerkranken Kindern und ihren Familien unbeschwerte Stunden ermöglicht und das unmittelbare, persönliche Engagement der Stiftung sichtbar macht.
Künftig soll die Projektarbeit noch stärker innerhalb Bayerns verankert werden. Ziel ist es, soziale Verantwortung in unmittelbarer Nähe der bayerischen Fußballfamilie weiter auszubauen und innovative Ansätze gezielt zu fördern. Dazu werden neue Kooperationen und Partnerschaften geprüft. Ein Beispiel für diese Ausrichtung ist das Engagement im Bereich Mädchenförderung und gesellschaftlicher Teilhabe – etwa über die Initiative „Scoring Girls“, die sportliche Förderung mit Bildungs- und Integrationsarbeit verbindet. Der Stiftungsrat betonte, dass insbesondere Projekte mit nachhaltiger Wirkung und klarer sozialer Zielsetzung im Mittelpunkt stehen sollen.
Die regionale Verankerung zählt weiterhin zu den Stärken der BFV-Sozialstiftung. In diesem Jahr war sie bei ausgewählten Kreistagen präsent und überreichte dort symbolische Schecks für konkrete Förderfälle. So wird Hilfe vor Ort sichtbar und der Austausch mit der Basis intensiviert. Im Fokus steht dabei unverändert die Unterstützung von Familien und Vereinen, die unverschuldet in Not geraten sind.
„Unser Anspruch bleibt klar: Wir wollen dort helfen, wo Hilfe konkret benötigt wird, und unsere Mittel verantwortungsvoll sowie wirkungsorientiert einsetzen. Die BFV-Sozialstiftung steht für Verlässlichkeit, Nähe und gelebte Solidarität innerhalb der bayerischen Fußballfamilie“, sagt Stiftungsratsvorsitzender Christoph Kern.
Jürgen Faltenbacher, Vorsitzender des Stiftungsvorstands ergänzt: „Mit der BFV-Sozialstiftung wollen wir sicherstellen, dass der Fußball gerade in schwierigen Zeiten Verantwortung übernimmt und Hoffnung schenkt.“
Auch das internationale Engagement bleibt Bestandteil der Arbeit. Für das Sozialprojekt in Mosambik sind 2026 Mittel in Höhe von 75.000 Euro vorgesehen. Die Unterstützung dient der Fortführung bestehender Maßnahmen und begleitender Bildungsangebote. Der Stiftungsrat setzte sich intensiv mit der bisherigen Projektentwicklung auseinander und unterstrich die Bedeutung von Transparenz, Zweckbindung und nachhaltiger Wirkung.
Mit der verabschiedeten Finanzplanung für 2026 und der Perspektive bis 2029 unterstreicht der Stiftungsrat seinen Anspruch, die Stiftung verantwortungsvoll, nachhaltig und wirkungsorientiert weiterzuentwickeln.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 hat die BFV-Sozialstiftung Fördermittel in Höhe von 2.031.618 Euro bewilligt. In den vergangenen vier Jahren flossen 755.267 Euro in konkrete Hilfsmaßnahmen. Insgesamt konnten seit 2012 bereits 1.190 Personen und Vereine unterstützt werden, davon 438 in der laufenden Amtsperiode. Über den BFV-Sozialeuro kamen bislang 3.109.708 Euro zusammen – davon 1.194.515 Euro allein in den vergangenen vier Jahren.
Auch die Initiative „BallHelden“ trägt maßgeblich zur Finanzierung sozialer Projekte bei: Seit dem Schuljahr 2021/22 wurden 125.194 Euro erwirtschaftet, seit dem Start 2016 insgesamt 294.004 Euro. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie verlässlich die BFV-Sozialstiftung seit vielen Jahren wirkt – in Bayern und darüber hinaus.