Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) geht mit einer grundsoliden Finanzplanung ins Jahr 2024: Der Vorstand hat den von Schatzmeister Jürgen Faltenbacher ausgearbeiteten Haushaltsplan mit einem Volumen in Höhe von 44,122 Millionen Euro auf der Jahresabschlusssitzung in Bodenmais einstimmig genehmigt. „Bereinigt“ um die autark zu betrachtenden Kosten (19,005 Mio. Euro) für den Neubau der „Brienner Gärten“ in München liegt der Finanzrahmen mit rund 25 Millionen Euro über dem Niveau des noch von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten Vorjahres (20,063 Millionen).
Die Errichtung von Büro-, Gewerbe- und Wohnflächen zur Fremdvermietung war auf dem Außerordentlichen Verbandstag 2021 in Regensburg von den Delegierten einstimmig beschlossen worden. Die Finanzierung erfolgt dabei ohne zusätzliche Belastung der rund 4500 bayerischen Fußball-Vereine – im Gegenteil: Die Mieteinnahmen der neuen Immobilie im Herzen Münchens sollen mit der geplanten Fertigstellung im Sommer 2024 den BFV-Haushalt und damit die Abgaben der Klubs stabilisieren.
Aktuell liegt das Großbauprojekt, das mit veranschlagten Kosten in Höhe von über 40 Millionen Euro die bis dato größte Einzelinvestition in der Geschichte des Bayerischen Fußball-Verbandes darstellt, im Kostenrahmen und Zeitplan. „Wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben, aber wir sind optimistisch, dass wir auf der Zielgeraden auch weiterhin voll auf Kurs bleiben. Dazu kommt die Tatsache, dass erste Mietverträge bereits unterzeichnet sind“, sagt Jürgen Faltenbacher.
„Entscheidend ist am Ende nicht das Volumen des Haushalts. Es geht vielmehr darum, diesen ausgeglichen zu gestalten“, sagt Schatzmeister Jürgen Faltenbacher: „Und das ist uns trotz gestiegener und immer vielfältiger werdender Anforderungen wieder gelungen. Nach wie vor ist es so, dass unsere Vereine mit ihren Gebühren und Abgaben nur etwa rund ein Drittel aller durch sie ausgelösten Kosten beim Verband finanzieren. Mit dem Neubau der ,Brienner Gärten‘ wollen wir diesen soliden Weg im Sinne unserer rund 1,6 Millionen Mitglieder auch stringent weitergehen. Klar ist, dass die Rahmenbedingungen für uns nicht einfacher werden – die Inflation, die wir weiterhin alle selbst privat zu spüren bekommen, macht auch vor dem Verband nicht Halt. Deswegen gilt weiterhin die Prämisse, alle Ausgaben fortwährend auf den Prüfstand zu stellen und wirklich nur dann Geld auszugeben, wenn es am Ende auf die Organisation und seine Mitglieder nachweislich positive Effekte hat.“
Der jetzt dem Vorstand zur Genehmigung vorgelegte Haushalt wurde von der Prüfungskommission des BFV unter ihrem Vorsitzenden Martin Pscherer auf seine rechtlichen und organisatorischen Vorgaben geprüft, plausibilisiert und freigegeben.
Größte Posten auf Ausgaben-Seite im Haushalt 2024 sind neben Neubau und Personal nach wie vor der bayernweite Betrieb der sieben Bezirksgeschäftsstellen als flächendeckende Servicezentren für Vereine und erste Anlaufstelle der hunderten Ehrenamtlichen in den Kreisen und Bezirken (1,070 Millionen Euro) sowie die IT-Infrastruktur zur Spielbetriebs-Organisation und digitalen Darstellung.
Auf der Einnahmenseite spielen nach wie vor die staatlichen Zuschüsse sowie die Zuwendungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Profi-Fußballs eine entscheidende Rolle (Deutscher Fußball-Bund: 2,360 Millionen Euro; Spielabgaben Profivereine: 1,602 Millionen Euro). Bei den Staatsmitteln des Freistaats, die der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) an seine Fachverbände verteilt, verzeichnet der Fußball in Bayern ein prognostiziertes Plus in Höhe von rund 600.000 Euro auf dann 2,991 Millionen Euro. Die Summe der Eigenmittel beläuft sich auf 0,935 Millionen Euro.