Intensiver Austausch zu wichtigen Themen des Amateurfußballs: Das Präsidium des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) und Spitzenvertreter des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) haben sich in München zum zweiten Mal innnerhalb weniger Monate zu einer gemeinsamen Klausurtagung getroffen, um gegenseitig von Erfahrungen in den jeweiligen Landesverbänden zu profitieren und die persönliche Zusammenarbeit zu intensivieren.
Besonders im Fokus standen diesmal die neuen Minifußball-Spielformen im Nachwuchsbereich, die der DFB nach einer zweijährigen Pilotphase zur Saison 2024/25 im Kleinfeldbereich erfolgrteich deutschlandweit als verbindliche Spielform eingeführt hat. Die zentralen Fragen dabei: Wie lief die Kommunikation mit den Vereinen? Mit welchen Argumenten begegneten beide Verbände den Kritikern, die die neuen Spielformen anfangs auf den Plan riefen? Welche Fallstricke lauerten bei der Einführung? Wie fällt das Fazit von Verbänden und Vereinen nach der Premierenspielzeit aus? Und was nehmen beide Seiten als Erfahrung für künftige wichtige Reformvorhaben mit?
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, welche Rolle soziale Themen in der Öffentlichkeitarbeit eines Fußballverbandes spielen sollten und wie sie dabei helfen können, einer breiten Öffentlichkeit die gesellschaftliche Relevanz des Amateurfußballs vor Augen zu führen. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hatte in den vergangenen zwei Wochen bei den gemeinsamen Aktionsspieltagen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) bei 736 Partien mit über 1400 Mannschaften rund 200.000 Zuschauerinnen und Zuschauer für das Thema Organspende sensibilisiert. Mit der Initiative "Bleibt's entspannt am Spielfeldrand" hatten der BFV und ANTENNE BAYERN bereits 2024 gemeinsam mit den rund 4500 bayerischen Fußballvereinen bayernweit mit Motivplakaten auf den Sportplätzen für ein sportliches Miteinander und einen rücksichtsvollen Umgang geworben – und dafür vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) den Fair Play Preis des Deutschen Sports 2024 erhalten.
„Bereits unsere erste Klausurtagung im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass es bei den Problemstellungen und Herausforderungen in Hamburg und Bayern eine große Schnittmenge gibt und es für beide Seiten enorm gewinnbringend ist, sich regelmäßig persönlich auszutauschen und über Best-Practice-Erfahrungen voneinander zu lernen. Davon profitieren nicht zuletzt auch unsere Vereine", erklärt BFV-Präsident Christoph Kern.
Erstmals hatten sich der BFV und HFV im November 2024 zu einer gemeinsamen Präsidiumssitzung getroffen und damals in Hamburg unter anderem mit den Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im Amateurfußball auseinandergesetzt.