Nach einer kurzen Verschnaufpause nimmt das Wahljahr des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wieder Fahrt auf: Nach den 22 Kreistagen mit nahezu 4000 Delegierten stehen ab diesem Donnerstag (5. März 2026) innerhalb von 16 Tagen die sieben Bezirkstage auf dem Programm, ehe am 8. und 9. Mai 2026 der 27. Ordentliche Verbandstag in Bad Gögging unter dem Motto "Wir sind der Fußball in Bayern" über die Bühne geht. Los geht es am Donnerstag, 5. März 2026, um 19 Uhr in der Stadthalle Neusäß, wenn die Bezirks-Delegierten die personellen und inhaltlichen Weichen für die nächsten vier Jahre in Fußball-Schwaben stellen, Schlusspunkt ist am 21. März 2026 ab 10 Uhr im Schwabacher Markgrafensaal mit dem mittelfränkischen Bezirkstag.
Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu den sieben Terminen.
Rechenschaftsberichte sowie die Entlastung des Bezirks-Ausschusses, dazu Wahlen und die Abarbeitung etwaiger Vereins-Anträge, die satzungsgemäß bis acht Tage vor dem jeweiligen Bezirkstag eingereicht werden müssen oder aber von den Kreistagen positiv beschieden worden sind. Auf der Tagesordnung steht auch wieder die Einholung von Meinungsbildern zu Spielbetriebsthemen. Zudem wird BFV-Präsident Christoph Kern nach den 22 Kreistagen auch alle Bezirkstage besuchen und zu den Delegierten sprechen.
Die Tagesordnung ist grundsätzlich für alle sieben Bezirkstage identisch, einzig in Ober- und Unterfranken wurde als zusätzlicher Punkt die jeweilige Kreis-Reform aufgenommen.
Die Vorzeichen sprechen für Kontinuität! Alle sieben Bezirks-Vorsitzende werden sich den Delegierten erneut zur Wahl stellen: Sabrina Hüttmann (Schwaben), Jürgen Pfau (Unterfranken), Thomas Unger (Oberfranken), Thomas Graml (Oberpfalz), Robert Schraudner (Oberbayern), Harald Haase (Niederbayern) und Uwe Mauckner (Mittelfranken) wollen ihre Bezirke an der Spitze in eine weitere, vierjährige Amtszeit führen.
Auch werden die Positionen des Bezirks-Spielleiters oder der -Spielleiterin, der Bezirks-Jugendleiterin oder des Jugendleiters, der Bezirks-Beauftragten oder des -Beauftragten für Frauen- und Mädchenfußball und des U30-Bezirks-Vertreters oder der -Vertreterin per Wahl besetzt. Der bereits gewählte Bezirks-Schiedsrichterobmann wird von den Delegierten bestätigt. Der Bezirks-Sportgerichtsvorsitzende sowie der Bezirks-Ehrenamtskoordinator werden im Nachgang der Zusammenkünfte vom BFV-Präsidium berufen.
Insgesamt 1625 Delegierte besitzen bei den sieben Bezirkstagen Stimmrecht. Dabei entsenden die bayerischen Vereine mit 1074 Frauen und Männern gut zwei Drittel aller Wahlberechtigten zu den Zusammenkünften. Der Anteil der Verbands-Funktionärinnen und -Funktionäre liegt bayernweit bei 33,9 Prozent (551 Delegierte). Mit 281 Delegierten werden im größten Bezirk Oberbayern auch die meisten Besucherinnen und Besucher erwartet.
Wie schon bei den Kreistagen holt der BFV auch jetzt bei den Bezirkstagen ein Stimmungsbild zu möglichen Änderungen im Spielbetrieb von den Delegierten ein:
Die Meinungsbilder haben ausdrücklich keine bindende Wirkung, können aber zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Ja! Bereits im Rahmen der Kreistage wurden sieben Schecks der BFV-Sozialstiftung in Höhe von insgesamt 31.250 Euro übergeben. Die Sozialstiftung des Bayerischen Fußball-Verbandes hilft bereits seit 2012 unverschuldet in Not geratenen Mitgliedern der bayerischen Fußballfamilie und unterstützt soziale Projekte. Seit ihrer Gründung sprang die BFV-Sozialstiftung in knapp 1200 Fällen Menschen und Vereinen zur Seite und schüttete dabei über zwei Millionen Euro aus. Neben weiteren Spendenaktionen, wie z.B. dem Benefiz-Adventskalender, finanziert sich die BFV-Sozialstiftung aus dem sogenannten "Sozial-Euro", der bei Entscheidungs- und Relegationsspielen in Bayern sowie bei sämtlichen Partien der Toto-Pokal-Hauptrunde zusätzlich zum Eintritt erhoben wird. Sie ist damit ein echtes Gemeinschaftsprodukt der rund 4500 bayerischen Fußballvereine, ihrer Mitglieder, des Bayerischen Fußball-Verbandes und der Amateurfußballfans.