Abschluss des bayerischen Kreistag-Marathons! Der Kreistag Amberg/Weiden war der letzte der insgesamt 22 BFV-Kreistage im BFV-Wahljahr 2026 und mit einer Teilnahmequote von 92,7 Prozent aller Klubs der zugleich bestbesuchte. In Amberg haben schließlich 228 Delegierte Albert Kellner erneut das Vertrauen für eine weitere Amtszeit als Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter ausgesprochen. Im BFV-Wahljahr geht es ab dem 5. März mit den sieben Bezirkstagen weiter, ehe dann Anfang Mai der 27. Ordentliche Verbandstag in Bad Gögging auf dem Programm steht.
Im Fokus des Kreistags, der ursprünglich bereits Anfang Januar hätte stattfinden sollen und witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden musste, stand vor allem die Wahl der Führungsmannschaft auf Kreis-Ebene. Im Amberger Congress Centrum ist Albert Kellner einstimmig erneut zum BFV-Kreis-Vorsitzenden und Kreis-Spielleiter in Personalunion gewählt worden. Der 65-Jährige aus Vilseck steht bereits seit 2014 an der Spitze des Kreises in der Oberpfalz und geht nun in seine vierte Amtsperiode. Ebenfalls im Amt bleibt Klaus Meier als Kreis-Jugendleiter nach einstimmiger Zustimmung der Delegierten.
Ein neues Gesicht im Führungszirkel ist indes Melanie Neumann. Sie tritt als Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball die Nachfolge von Georg Müllner an, der nach 20 Jahren in dieser Position nicht mehr kandidiert hatte. Ebenfalls neu im Kreis-Ausschuss vertreten ist auch Thomas Gebele. Er wurde von den Schiedsrichtergruppen bereits als Nachfolger von Wilhelm Hirsch zum Kreis-Schiedsrichterobmann gewählt und jetzt auch in Amberg von den Delegierten bestätigt. Stefan Weinberger als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender und Wilhelm Hirsch als Kreis-Ehrenamtsbeauftragter sollen den Kreisausschuss komplettieren. Entsprechende Berufungsvorschläge gehen im Nachgang des Kreistags an das BFV-Präsidium.
Beim Kreistag in der kreisfreien Stadt an der Bayerischen Eisenstraße war – wie schon allen 21 vorangegangenen Kreistagen – auch BFV-Präsident Christoph Kern vor Ort, der in seiner Rede unter anderem auf Herausforderungen wie den ab dem Schuljahr 2026/27 in Deutschland geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder einging, den historischen Schulterschluss mit den bayerischen Profiklubs und die daraus resultierende Kinderfußball-Allianz thematisierte und besonders den Stellenwert des Ehrenamts sowie das gesellschaftliche Engagement des Amateurfußballs unterstrich.
„Wir haben in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Initiativen gestartet, die zeigen, dass wir kampagnenfähig sind und gesellschaftliches Engagement leben. Mit ‚Bleibt’s entspannt am Spielfeldrand‘ für mehr Miteinander, Fair Play und Respekt und ‚Lasstsiespielen‘ für die Förderung des Mädchenfußballs erreichen wir nicht nur unsere Vereine, sondern sensibilisieren eine breite Öffentlichkeit für zentrale Themen des fußballerischen Alltags. Gemeinsam mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium haben wir zudem bayernweit ein starkes Zeichen für das Thema Organspende gesetzt – und damit für diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wir haben bei unseren Organspende-Aktionsspieltagen in elf Tagen 739 Partien mit 1.400 Mannschaften und über 200.000 Zuschauerinnen und Zuschauern begleitet und fast 100.000 Organspende-Ausweise verteilt. Damit haben wir unterstrichen: Wir als der Fußball in Bayern tragen Verantwortung“, machte der BFV-Präsident den Stellenwert des Amateurfußballs in seiner Rede deutlich.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreistags waren wie auch schon in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht es um drei Themenkomplexe:
Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse, können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr.