Dritte Wahl-Etappe des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in Unterfranken: Nach den Stationen in Würzburg und Aschaffenburg sind jetzt auch für den Fußball-Kreis Schweinfurt die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt worden. In der Poppenhäuser Werntalhalle sprachen die 171 Delegierten dem seit 2014 amtierenden Kreis-Vorsitzenden und Kreis-Spielleiter (seit 2013) Gottfried Bindrim für seine vierte Amtszeit in Personalunion eindrucksvoll ihr Vertrauen aus. Insgesamt stehen im BFV-Wahljahr 22 Kreistage, sieben Bezirkstage und der 27. Ordentliche Verbandstag Anfang Mai 2026 auf dem Programm. Weiter geht’s an diesem Sonntag dann mit dem vierten und letzten unterfränkischen Kreistag in der Rhön.
Im Fokus des Kreistags stand vor allem die Wahl der neuen Führungsmannschaft im Osten Unterfrankens. In Poppenhausen ist der aktuelle BFV-Kreis-Vorsitzende und Kreis-Spielleiter Gottfried Bindrim aus Wasserlosen (63) einstimmig wiedergewählt worden. Ebenso haben die Delegierten auch Patrick Mitlöhner als Kreis-Jugendleiter bestätigt. Mitlöhner hatte das Amt am 1. Januar 2024 übernommen und geht nun in seine erste volle Legislaturperiode.
Neu im Kreis-Ausschuss ist Meike Marschall (FC Gerolzhofen). Sie wurde als Nachfolgerin von Andreas Rückert zur Kreis-Beauftragten für den Frauen- und Mädchenfußball gewählt. Rückert soll dem Kreis-Ausschuss aber auch künftig angehören und als neuer Kreis-Ehrenamtsbeauftragter und Nachfolger von Harald Friedrich zusammen mit dem bisherigen Kreis-Sportgerichtsvorsitzenden Günther Stottele im Nachgang dem BFV-Präsidium zur Berufung vorgeschlagen werden. Zudem ist Heinrich Keller erneut von den Schiedsrichtergruppen zum Kreis-Schiedsrichterobmann gewählt und jetzt auch von den Delegierten des Kreistags Schweinfurt bestätigt worden.
Beim Kreistag in Poppenhausen war wie zuvor schon in Würzburg und Aschaffenburg auch wieder BFV-Präsident Christoph Kern vor Ort, der in seiner Rede neben dem historischen Schulterschluss mit den bayerischen Profiklubs und die daraus resultierende Kinderfußball-Allianz oder den Herausforderungen wie den ab dem Schuljahr 2026/27 in Deutschland geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder auch auf das diesjährige Verbandstagsmotto „Wir sind der Fußball in Bayern“ einging.
„Wir haben vor rund drei Jahren ein Leitbild erarbeitet und es mit dem Motto ‚Wir sind der Fußball in Bayern‘ überschrieben – und dieses Wir sind explizit Wir alle: Vereine, Verband, Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Profis und Amateure. Das möchte ich hier klar herausstellen – und wir leben dieses Wir tatsächlich, wenn man sieht, was in ganz Bayern in den Vereinen ehrenamtlich geleistet wird. Viele engagieren sich seit Jahren anerkennenswert und tragen so zu einem großen und stabilen Miteinander in ihren Vereinen und im bayerischen Amateurfußball bei.“
Bezirks-Vorsitzender und Vizepräsident Jürgen Pfau kündigte jetzt auch in Poppenhausen wie bereits beim Würzburger Kreistag in Höchberg auch dem Aschaffenburger Kreistag in Mechenhard für die kommenden vier Jahre einen zwangsweisen neuen Zuschnitt der aktuell vier unterfränkischen Fußball-Kreise an. „Kriterium ist die Zahl der Vereine mit Herren-Mannschaften, die am aufstiegsberechtigten Spielbetrieb teilnehmen“, sagte Pfau. Mindestens 100 Klubs sieht die Satzung vor, um einen eigeständigen Kreis bilden zu können. Während in Würzburg (132) und Schweinfurt (125) die Zahlen stabil sind, hat der Kreis Rhön die 100er-Marke bereits unterschritten (89), in Aschaffenburg sind es aktuell 101 Vereine.
„Klar ist, dass wir eine zukunftsfähige Lösung brauchen, ob nun mit zwei oder drei Kreisen. Das wollen wir in den nächsten Monaten angehen. Wir werden das nicht allein machen, sondern gemeinsam mit Euch, den Vertreterinnen und Vertretern unserer Vereine. Eure Beteiligung ist wichtig und nötig. Deshalb heute die erste Information, die Ihr mitnehmen und in Euren Vereinen erörtern sollt“, sagte Pfau, der den Zeitplan für das weitere Vorgehen vorstellte: So ist für das Jahr 2028 zunächst ein Außerordentlicher Bezirkstag geplant, der die bis dahin gemeinsam erarbeitete Neuaufteilung verabschieden soll. Mit einer Umsetzung wird ab der Saison 2030/31 geplant.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kreistags waren wie auch schon in den Jahren 2010, 2014, 2018 und 2022 dazu aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht es um drei Themenkomplexe:
Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse, können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.
Alle Infos zum BFV-Wahljahr 2026 unter www.bfv.de/wahljahr