Große Ehre für Bayerns Nachwuchs! Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Preisträgerinnen und Preisträger der Fritz-Walter-Medaille 2025 bekannt gegeben – und mit Finn Jeltsch (U19-Junioren, Gold), Lennart Karl (U17-Junioren, Silber) und Marie Gmeineder (U17-Juniorinnen, Bronze) stammen gleich drei der ausgezeichneten Talente aus dem Freistaat. Die Fritz-Walter-Medaille des DFB ist die bedeutendste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsfußball und wird jedes Jahr in vier Kategorien (U19 und U17 - jeweils Juniorinnen und Junioren) in Gold, Silber und Bronze verliehen.
"Herzlichen Glückwunsch an Marie, Finn und Lennart, die sich diese besondere Auszeichnung redlich verdient haben. Ich bin sehr stolz, dass gleich drei Preisträger aus Bayern kommen – denn diese Ehrung zeigt, welch hervorragende Jugendarbeit bei den Klubs im Freistaat geleistet wird und welchen wichtigen Beitrag sie dazu leisten, dass sich Spielerinnen und Spieler nicht nur fußballerisch, sondern vor allem auch menschlich weiterentwickeln können", sagt Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann, der als Delegationsmitglied im vergangenen Mai alle U17-Junioren-Preisträger bei der Europameisterschaft in Albanien begleitete und dabei wertvolle Einblicke sammelte: "Lennart, Alexander und Elias kenne ich nun schon seit mehreren Jahren und durfte ihre Entwicklung hautnah miterleben. Es war bei allen drei sehr beeindruckend zu sehen, wie sie ihren Sport leben und dass sie – nicht nur aufgrund ihrer fußballerischen Klasse, sondern insbesondere wegen ihrer Charaktereigenschaften – eine wichtige Rolle im Mannschaftsgefüge spielen."
U19 männlich (2006)
GOLD: Finn Jeltsch (VfB Stuttgart)
SILBER: Said El Mala (1. FC Köln)
BRONZE: Max Moerstedt (TSG 1899 Hoffenheim)
U19 weiblich (2006)
GOLD: Alara Şehitler (FC Bayern München)
SILBER: Estrella Merino Gonzalez (Bayer 04 Leverkusen)
BRONZE: Thea Farwick (SV Meppen)
U17 männlich (2008)
GOLD: Alexander Staff (Eintracht Frankfurt)
SILBER: Lennart Karl (FC Bayern München)
BRONZE: Elias Vali Fard (Borussia Mönchengladbach)
U17 weiblich (2008)
GOLD: Luzie Zähringer (FC Bayern München)
SILBER: Lotta Wrede (Hamburger SV)
BRONZE: Marie Gmeineder (FC Bayern München)
Finn Jeltsch begann seine Laufbahn beim mittelfränkischen SV Raitersaich (Kreis Nürnberg/Frankenhöhe) und durchlief anschließend sämtliche Jugendmannschaften des 1. FC Nürnberg. Mittlerweile gehört der in Neuendettelsau geborene Innenverteidiger zum Stammpersonal des VfB Stuttgart. 2023 gewann Jeltsch unter Trainer Christian Wück mit den DFB-U17-Junioren sowohl die Welt- als auch die Europameisterschaft. Im September führte er die deutsche U21-Nationalmannschaft beim 5:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel gegen Lettland erstmals als Kapitän aufs Feld.
Lennart Karl startete seine Karriere beim unterfränkischen TuS Frammersbach (Kreis Würzburg) und wechselte anschließend zum SV Viktoria Aschaffenburg. Von 2017 bis 2021 spielte der quirlige Offensivakteur im Nachwuchs von Eintracht Frankfurt, ehe er an den Schönbusch zurückkehrte. 2022 folgte der Wechsel zum FC Bayern München, wo der mittlerweile 17-Jährige den Sprung in den Profi-Kader geschafft hat und regelmäßig zum Einsatz kommt.
Marie Gmeineder begann beim FSV Landau/Isar (Kreis Niederbayern West) und wechselte über die SpVgg GW Deggendorf zum FC Bayern München. Die 17-jährige Mittelfeldspielerin läuft derzeit für die zweite Mannschaft in der 2. Frauen-Bundesliga auf. Zudem war sie von 2021 bis 2024 fester Bestandteil verschiedener BFV-Auswahlteams – unter anderem gewann sie 2022 mit der U14-Juniorinnen-Bayernauswahl den DFB-Länderpokal an der Sportschule Wedau in Duisburg.
"Ich freue mich sehr für Marie! Sie ist eine hochveranlagte Spielerin, die sehr gut antizipiert, zweikampfstark ist und sich gerne ins Offensivspiel einschaltet. Zudem ist sie beidfüßig – insgesamt also eine hervorragend ausgebildete Spielerin. Die Auszeichnung ist in meinen Augen absolut verdient", erklärt Verbandstrainer Lars Schulz, der Gmeineder zuletzt in der Bayernauswahl betreute.
"Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Fritz-Walter-Medaille zeigen, wie viel Talent und Leidenschaft im deutschen Nachwuchsfußball steckt. Sie stehen stellvertretend für eine Generation, die mit Mut, Teamgeist und hoher individueller Qualität überzeugt. Wir freuen uns, sie weiterhin auf ihrem Weg begleiten zu dürfen und sind überzeugt, dass sie auch im Profibereich Akzente setzen werden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir ihnen ausreichend Zeit zur weiteren Entwicklung geben. Ein großer Dank gebührt hierbei den Vereinen und den Amateurvereinen, die einen immensen Anteil an der großartigen Entwicklung der Spielerinnen und Spieler haben", sagt Kai Krüger, Leiter der Nachwuchs-Nationalmannschaften.