Pokal-Showdown im Stadion am Dallenberg: Am bundesweiten „Finaltag der Amateure“ 2026 stehen sich an diesem Samstag (23. Mai 2026) ab 16.30 Uhr der FC Würzburger Kickers und der TSV 1860 München im Toto-Pokal-Endspiel des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gegenüber und liefern damit den Appetizer für das am Abend stattfindende DFB-Pokal-Finale in Berlin frei Haus: Die Partie aus Würzburg wird live in der großen ARD-Konferenz im TV zu sehen sein, das Spiel in voller Länge zeigt wie gewohnt der Bayerische Rundfunk im Livestream auf BR24Sport – im Web, der App und in der ARD Mediathek.
Weil die Würzburger sich in der Regionalliga Bayern im Fernduell mit der SpVgg Unterhaching durchgesetzt und als Bayerischer Amateurmeister das Ticket für die lukrative erste Hauptrunde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2026/27 gelöst haben, steht bereits vor dem Anpfiff fest: Auch die Löwen haben das mit über 210.000 Euro aus Vermarktungserlösen dotierte DFB-Pokal-Ticket bereits sicher – und dazu ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten. Klar ist aber auch: Beide Teams sind heiß darauf, sich erneut auf dem silbernen Wanderpokal aus der renommierten Silbermanufaktur Koch und Bergfeld zu verewigen – und der Sieger wird zusätzlich mit einer Prämie in Höhe von 7600 Euro von BFV-Partner LOTTO Bayern belohnt.
Für Würzburg wäre es nach 2014, 2016 und 2019 der vierte Triumph im bayerischen Pokal-Wettbewerb. Die Münchner finden sich bislang nur einmal als Sieger des prestigeträchtigen Wettbewerbs auf dem Sockel verewigt: Gegner beim bislang einzigen Pokal-Triumph der Löwen war ausgerechnet der FC Würzburger Kickers, der im Duell im Stadion an der Grünwalder Straße 2020 im Elfmeterschießen mit 2:5 den Kürzeren zog und folglich noch eine Rechnung offen hat.
Für die Mannschaft von Trainer Michael Schiele geht es im Heimspiel gegen die Löwen aber nicht nur ums Prestige, Pokal und Prämie: Das Finale ist gleichzeitig auch die Generalprobe unter Wettbewerbsbedingungen für die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den 1. FC Lok Leipzig (28. Mai/auswärts und 1. Juni/daheim). Bereits in der 1. Toto-Pokal-Hauptrunde hatten die Unterfranken ein klares Ausrufezeichen gesetzt und mit einem klaren 5:0-Erfolg beim Bezirksligisten FC Gerolzhofen die Basis für eine erfolgreiche Pokalreise gelegt.
Im Zweitrunden-Duell beim Bayernligisten FC Coburg ging es dann deutlich enger zu. Erst in der Nachspielzeit erlöste Luke Hemmerich den Favoriten und ebnete mit einem direkt verwandelten Eckball den Weg ins Achtelfinale, wo im Regionaliga-Duell bei der SpVgg Hankofen-Hailing am Ende ein ungefährdeter 2:0-Sieg stand. Im Viertelfinale untermauerten die Würzburger dann ihre Titelambitionen eindrucksvoll mit einem souveränen 4:0-Erfolg im unterfränkischen Derby beim Ligakonkurrenten SV Viktoria Aschaffenburg. Die insgesamt sechste Pokal-Finalteilnahme machten die Rothosen anschließend mit einem knappen 2:1-Erfolg im Regionalliga-Duell gegen den Traditionsklub SV Wacker Burghausen fix. In einer intensiven Partie brachte Moritz Bangerter die Salzachstädter zwar zunächst in Führung, doch Tarsis Bonga und Dominik Meisel drehten die Partie in der Schlussphase binnen drei Minuten.
Weil der FC Würzburger Kickers in der Regionalliga Bayern das Fernduell mit der SpVgg Unterhaching um die Bayerische Amateurmeisterschaft für sich entschieden und damit das Ticket für den DFB-Pokal-Wettbewerb gelöst hat, können auch die Münchner Löwen unabhängig vom Ausgang des Endspiels im Stadion am Dallenberg für den DFB-Pokal planen.
Welchen Stellenwert der bayerische Toto-Pokal-Wettbewerb auch für die Profi-Mannschaften genießt, unterstrichen die Münchner Löwen in dieser Saison mehr als eindrucksvoll. Nur einen einzigen Gegentreffer musste die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski auf dem Weg ins Endspiel hinnehmen: beim 3:1-Auswärtserfolg im Achtelfinale gegen Titelverteidiger FV Illertissen (Regionalliga Bayern). Die Erstrunden-Aufgaben gegen die Kreisligisten SC Reichmannsdorf (6:0) und TSV Geiselbullach (8:0) lösten die Löwen ebenso souverän wie das Viertelfinal-Duell beim Regionalligisten TSV Aubstadt (4:0). Auch im Halbfinale gegen Drittligist SSV Jahn Regensburg waren die Münchner die klar spielbestimmende Mannschaft und machten vor der Rekordkulisse von 14.089 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 1:0 -Erfolg ihre zweite Finalteilnahme nach 2020 perfekt. Den entscheidenden Treffer erzielte Sigurd Haugen.
Für das Toto-Pokal-Finale des Bayerischen Fußball-Verbandes zwischen Regionalligist FC Würzburger Kickers und dem TSV 1860 München aus der 3. Liga waren bis zum 19. Mai bereits 10.000 Tickets verkauft, aktuell gibt es im Onlineshop des FC Würzburger Kickers noch wenige Stehplatztickets zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 13 Euro, Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren zahlen 8 Euro).
Im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ wird die Partie aus Würzburg auch in der deutschlandweiten Konferenz in der ARD zu sehen sein, Kommentator ist Bernd Schmelzer. Das Spiel in voller Länge gibt’s ebenfalls frei Haus vom Bayerischen Rundfunk (BR) im Livestream auf BR24Sport – im Web, der App und in der ARD Mediathek. Hier begleitet Daniel Gahn durch die Partie, Moderatorin vor Ort am Dallenberg ist Julia Büchler. Die Berichterstattung von Deutschlands größtem Amateurfußball-Event startet am 23. Mai 2026 im „Ersten“ bereits um 11.20 Uhr. Die Übertragung der 21 Landespokal-Endspiele, in denen es für die Finalisten neben dem Titel auch um die begehrten Startplätze für die mit über 210.000 Euro an Vermarktungserlösen dotierte 1. Hauptrunde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2026/2027 geht, gliedert sich in drei Teilkonferenzen mit vier verschiedenen Anstoßzeiten. Das Finale aus dem Freistaat bildet um 16.30 Uhr den Abschluss, ehe am Abend noch das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und Titelverteidiger VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion steigt. Das Duell wird darüber hinaus live in der BFV-App sowie auf www.bfv.de getickert. Auf Instagram gibt es zudem über den ganzen Tag verteilt Eindrücke vom Endspiel.
Zum ersten Mal kommt im diesjährigen Toto-Pokal-Finale die so genannte RefCam zum Einsatz. Die am Kopf des Unparteiischen befestigte Spezialkamera liefert während des Spiels Aufnahmen aus der Egoperspektive des Schiedsrichters.
Sowohl der FC Würzburger Kickers (Bayerischer Amateurmeister) als auch der TSV 1860 München haben unabhängig vom Ausgang des Endspiels ihr Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2026/27 sicher und erhalten Einnahmen von über 210.000 Euro aus den Vermarktungserlösen des DFB-Pokal-Wettbewerbs. Auf dem Weg ins Finale sammelten die beiden Teams bereits Prämien in Höhe von jeweils 17.200 Euro ein (10.750 Euro BFV, 6150 Euro LOTTO Bayern). Auf den Finalgewinner wartet jetzt eine Siegprämie von 7600 Euro von BFV-Partner LOTTO Bayern.
Die Berichterstattung von Deutschlands größtem Amateurfußball-Event startet am 23. Mai 2026 im „Ersten“ bereits um 11.20 Uhr. Die Übertragung der 21 Landespokal-Endspiele gliedert sich in drei Teilkonferenzen mit vier verschiedenen Anstoßzeiten.