Plankstetten: Mit einem dreitägigen Fest hat der FC Plankstetten seinen runden Geburtstag gebührend gefeiert. Vor einem halben Jahrhundert wurde der Verein ins Leben gerufen. Neben einem Fußballspiel der Legenden, Vorführungen der Karate Abteilung und einem spannenden Großgemeindepokalturnier stand auch ein Ehrenabend mit vielen Gästen auf dem reichhaltigen Programm.
"Ehemalige Spieler fordern heraus". Unter diesem Motto startete bereits am Freitag das Geburtstagswochenende mit dem Spiel der Legenden. Eingeladen waren rund 70 Fußballspieler des FC Plankstetten, deren aktive Zeit längst der Vergangenheit angehört. Zirka 40 "Ehemalige" waren dem Aufruf gefolgt und schnürten noch einmal ihre Fußballschuhe. "Wir haben versucht, in etwa zwei gleichwertige Teams zusammenzustellen", erläuterte der zweite Vorsitzende Alexander Wolf die Mannschaftsaufstellungen. Auch die beiden Trainer sind längst zu Plankstettener Legenden geworden. Das Team eins coachte Sigi Kobras und für die Mannschaft zwei stand Leo Meier an der Seitenlinie. Dass letztendlich die Meier-Elf mit 4:2 die Oberhand behielt, war eher nebensächlich. "Es ging ganz einfach um den Spaß am Fußball und die Unterhaltung der großen Anzahl an Zuschauern", freute sich Wolf. Beim anschließenden Kameradschaftsabend ließen die Verantwortlichen 50-Jahre FC Plankstetten in vielen Bildern noch einmal Revue passieren.
Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag hatte die starke Karate-Abteilung die Möglichkeit, sich den Besuchern zu präsentieren. Und die 20 Karatekas machten dies hervorragend, so dass sich die Zuschauer voll begeistert zeigten. In der Moderation wechselten sich Adrian Tamas von der Karateabteilung Hausen und Josef Möges aus Berngau ab. "Unsere Mitglieder sind im Alter von sechs bis 60 Jahren - und auf diese große Spanne sind wir ganz besonders stolz", äußerte sich der Leiter von Karatedo FC Plankstetten, Rudi Schneider. Gezeigt wurden dem Publikum unter anderem verschiedene Abwehrtechniken - gegen einen Schlag zum Kopf, gegen einen Fußtritt oder auch gegen die Hand. Unter dem Begriff Gohon Kumite zeigten die Karatekas eine Partnerübung, bei der sich beide erst nach dem Komando Yame aus Ihrer letzten Haltung lösten. Das Programm rundeten die beiden Meister-Katas Bassai Dai (Erstürme die Festung) und Enpi (Schwalbe) ab.
Einen Höhepunkt des Geburtstags-Wochenendes bildete natürlich der große Ehrenabend im voll besetzten Festzelt. Für die entsprechende Unterhaltungsmusik sorgten die Biberblecher Musikanten. Der Vorsitzende des FC Plankstetten, Michael Großhauser, begrüßte dazu den Schirmherren und Bürgermeister der Stadt Berching Ludwig Eisenreich, den Landrat Willibald Gailler, sowie die beiden Kreisvorsitzenden und Ehrenamtsbeauftragten des Bayerische Landes-Sportverbands (BLSV) Robert Hoidn aus Lupburg und des Bayerische Fußball-Verbands (BFV) Mike Schrödel-Imhof aus Schwabach.
In seinen Begrüßungsworten brachte Großhauser seinen Stolz auf den Verein zum Ausdruck: "Wir haben es immer wieder geschafft nicht nur tolle Fußballer hervorzubringen, sondern auch den Breitensport zu fördern". Aber auch für die Geselligkeit habe man so einiges unternommen. Als Beispiele nannte der FCP-Chef Bootsfahrten, Rafting, Fahrradtouren und Vereinsausflüge. Als "klare Richtschnur" bezeichnete es Großhauser, für Spieler keine Geld auszugeben. "Eine Bezahlung im Fußball war bei uns noch nie ein Thema und wird es auch zukünftig nicht sein", lautete seine deutliche Ansage.
Zum "stolzen Jubiläum" gratulierte sowohl als Bürgermeister der Stadt Beilngries als auch als Schirmherr des Wochenendes Ludwig Eienreich. "Vereine, das ist das Verbindende einer gemeinsamen Ziesetzung - das bedeutet Gemeinsinn, Kameradschaft und die Fähigkeit, das eigen 'Ich' der Gemeinschaft unterzuordnen", betonte der Rathauschef. Vereine seien auch der Ausdruck des öffentlichen Lebens, der über den eigenen Gartenzaun und, wie beim FC Plankstetten, sogar über die Gemeindegrenzen hinaus gehe. "Vereine sind aber insbesondere Ausdruck eines eigenständigen, bürgerschaftlichen Bewusstseins, das in Plankstetten in positiver Form sehr ausgeprägt vorhanden ist", sagte Eisenreich. Mit seinem reichhaltigen Sportangebot eröffne der Verein allen Mitgliedern "eine sinnvolle und gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung". Als Geburtstagsgeschenk überreichte der Schirmherr neben einem Scheck der Stadt Berching auch einen ganz besonderen Fußball, der unter fairen Bedingungen in Peru hergestellt wurde.
"Andere sind vor 50 Jahren zum Mond geflogen, ihr habt eine Grundlagen für das gesellschaftliche Leben geschaffen. Und das sehe ich als wesentlich sinnvoller an", meinte Landrat Gailler in seiner Rede. Nach einem halben Jahrhundert könne der Verein "eine erfolgreiche Ernte einfahren". Ein ganz dickes Lob gab es vom Landrat für den herrlichen Blumenschmuck im Festzelt.
Die Jubiläumsurkunde des Verbands durfte Großhauser aus den Händen des BLSV-Vorsitzenden Hoidn entgegennehmen. Auch Schrödel-Imhof würdigte mit einer Urkunde und einem Fußball die Leistungen des FC Plankstetten und wünschte "Kraft und Glück für die nächsten Jahrzehnte".
Der Festsonntag wurde mit einem feierlichen Gottesdienst im Festzelt eröffnet. Als Festkapelle spielten zum anschließenden Frühschoppen wieder die Biberblecher Musikanten auf. Nach einem spannenden Endspiel standen die Sieger des Großgemeindepokalturniers fest und durften sich über ihre Trophäen freuen. Das bestens organisierte Festwochenende fand mit einem gemütlichen Beisammensein seinen Abschluss.
Plankstetten (pa) Kein Jubiläum ohne Ehrungen. So handhabte es auch der FC Plankstetten. Los ging der risige Ehrungsmarathon mit den Auszeichnungen des BLSV und des BFV. Für eine "mindestens zehnjährige Tätigkeit im Verein" bedankten sich Robert Hoidn und Mike Schrödel-Imhof bei Andrea Grabmann, Michael Großhauser, Konrad Guth, Oliver Guth, Johanna Hausner, Alois Hlawatsch, Daniel Höfler, Markus Hummel, Tobias Plank, Franz Preischl, Johann Pröpster, Michael Winter sowie Manfred und Peter Wolf. Verdienstnadeln und Verbands-Ehrenzeichen in Silber erhielten: Michael Fischer, Gerhard Höfler, Alfred Legl, Josef Regnath, Herrmann Sedlmeier, Ulrike Stork und Inge Wolf. Mindestens 20 Jahre Tätigkeit im Verein üben aus: Ingrid Dütsch, Ernst Hlawatsch, Gerhard Hotter, Wolfgang Huber, Karl Schwarzer und Leonhard Wolf. Die Verdienstnadel in Gold dürfen sich künftig Anneliese Wolf, Ludwig Wolfrum und Rudi Grünwald ans Revers heften. Eine ganz besondere Ehrung wurde Richard Guth und Max Fischer zuteil. Beide bekleiden bereits seit 34 Jahren ehrenamtlich Ämter im Verein.
Es folgten die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 30-Jahre Treue zum Verein wurden 28 Personen und für 40-jährige Mitgliedschaft 31 Personen ausgezeichnet. Ein besonderer Dank galt natürlich den Gründungsmitgliedern. Es waren dies: Arthur Betz, Blasius Böll, Johann Brandl, Hans Breindl, Richard Donauer, Max Fischer, Rudolf Grünwald, Konrad Guth, Karl Harrer, Konrad Herrmann, Rudolf Herrmann, Wolfgang Hocke, Gerhard Hotter, Johann Knödlseder, Alfred Legl, Franz Preischl, Johann Pröbster, Benedikt Regensburger, Josef Regnat, Franz Wolf sowie Karl und Ludwig Wolfrum.
Text und Fotos, Anton Patzelt, Donaukurier