Die Verabschiedungskultur im Ehrenamt war das Thema des Ehrenamtstreffs des Bayerischen Fußball-Verbandes. Dabei handelte es sich um eine Schulungsreihe des Verbandes, die in einer „Viererkette“ zunächst Planung und Gewinnung, anschließend Förderung und Qualifizierung sowie zuletzt die Bindung und Würdigung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern behandelte. Für den vierten Teil im Fußballkreis Ost/Niederbayern hatte der Ehrenamtsbeauftragte Gerhard Jende ins Sportheim des FC Thyrnau eingeladen und freute sich über eine zahlreiche Beteiligung.
Referent Rudolf Hamberger, Ehrenamtsreferent aus dem Kreis West/Niederbayern, beleuchtete zunächst die Frage, in welchem Rahmen in den Vereinen eine Verabschiedung ausscheidender Ehrenamtlicher stattfinden kann. In Arbeitsgruppen stellten die Vereinsvertreter ihre Praxisbeispiele vor. Anschließend entwickelte sich eine rege Diskussion darüber, weshalb eine Verabschiedungskultur wichtig ist und was dabei zu berücksichtigen ist. Bei den ausscheidenden Mitarbeitenden bleibe der letzte Eindruck besonders in Erinnerung. Für das Image ehrenamtlicher Arbeit sei es allgemein sehr wichtig, Wertschätzung auch beim Abschied zu zeigen. Unterlasse man dies, gehe dies mit einer nachträglichen Entwertung dieser Arbeit einher, so Hamberger.
Danke zu sagen sei ein Anfang. Doch was bleibt in Erinnerung, was ist das Besondere? Worte, die von Herzen kommen, seien ein Teil der Würde. Eine Verabschiedung sollte deshalb immer individuell auf den Menschen zugeschnitten sein. Den Vereinen wurden hierzu auch eine kleine Checkliste sowie Handlungsempfehlungen mit auf den Weg gegeben.
KEAB Jende gab zudem noch einen kleinen Überblick über die verschiedenen Ehrungsformate des BFV, wie den Ehrenamtspreis, die Sonderehrung des DFB oder das „Junge Ehrenamt“, und rundete damit den Abend ab. Jende bedankte sich bei der Vorstandschaft des FC Thyrnau, insbesondere bei Max Schauberger, und überreichte einen BFV-Ball, ehe er die Veranstaltung beendete und allen einen guten Nachhauseweg wünschte.