Nicht nur das sportliche Ergebnis stand beim U13-Spiel zwischen dem SSV Wurmannsquick und dem TSV Vilsbiburg am 21. April im Mittelpunkt, sondern vor allem ein bemerkenswert faires Verhalten am Spielfeldrand. Dafür erhielten die Trainer Thomas Kastenberger und Robert Kreuzeder nun besondere Anerkennung vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB).
Die Partie endete zwar mit einer 0:2-Niederlage für den SSV Wurmannsquick, doch die Begegnung stellte den erst 13-jährigen Schiedsrichter Sebastian Unterhuber vor eine schwierige Aufgabe. Zwei Strafstoßentscheidungen zugunsten der Gäste sorgten für Diskussionen und lautstarke Kommentare von den Zuschauerinnen und Zuschauern.
Gerade in dieser angespannten Situation bewiesen die Trainer des SSV Wurmannsquick Größe. Gemeinsam begleiteten sie den jungen Referee nach dem Schlusspfiff vom Spielfeld und stärkten ihm mit aufmunternden Worten den Rücken. Trotz der Entscheidungen gegen die eigene Mannschaft zeigten sie Verständnis, Respekt und Verantwortungsbewusstsein. Bereits während des Spiels gab es von außen mehrere Zurufe gegen den jungen Schiedsrichter, worauf die beiden Trainer das eigene Publikum besänftigt und deeskalierend auf sie eingewirkt haben.
In einem offiziellen Schreiben lobten BFV und DFB dieses Verhalten ausdrücklich. Besonders hervorgehoben wurde die Vorbildfunktion der Trainer, die dem jungen Schiedsrichter Mut zusprachen und damit ein wichtiges Zeichen für Fairness und respektvollen Umgang im Jugendfußball setzten.
Im Rahmen der Aktion „Fair ist mehr“, mit der DFB und BFV sportlich besonders faire Gesten auszeichnen, erhalten Herr Kastenberger und Herr Kreuzeder nun eine Fair-Play-Urkunde sowie ein Präsent als Anerkennung in Folge der Fair-Play-Meldung vom Vater des Schiedsrichters.
Die Aktion zeigt einmal mehr: Fairness und gegenseitiger Respekt sind im Fußball mindestens genauso wichtig wie Tore und Ergebnisse.
Auf dem Foto (v. l.) zu sehen sind 1. Vorsitzender Bernhard Heubelhuber, Trainerteam Thomas Kastenberger und Robert Kreuzeder sowie BFV-Spielleiter Reinhard Reichl