Lehrwart Michael Hagl stellt ein neues Team vor – Neuer KSO Ronny Schmidt zu Gast
Wie in allen Schiedsrichtergruppen des Bayerischen Fußball-Verbandes beginnt das neue Jahr mit vielen Änderungen. Beim ersten Pflichtlehrabend des neuen Jahres betraf es auch die Gruppe Ruperti, die zudem das Lehrgangslokal wechselte. Beheimatet ist die südlichste Gruppe Bayerns nun im Gasthof „Alpenblick“ in Weibhausen in der Gemeinde Wonneberg. Hier fand auch im Vorjahr kurzerhand die Jahreshauptversammlung statt. Hier wurde Michael Hagl zum neuen Lehrwart von Obmann Hans Wichtlhuber bestimmt, er selbst wurde bei der Neuwahl vom alten zum neuen „Schiri-Chef“ bestätigt.
Neu ist auch der Kreisschiedsrichterobmann (KSO) Ronny Schmidt (TSV Emmering), der sich in der Wahl mit 7:6-Stimmen gegen Hans Wichtlhuber durchsetzte. Er gab in der Gruppe Ruperti sein Stelldichein und hielt seine Antrittsrede. Der 38-jährige – der Sepp Kurzmeier aus Ramerberg ablöste - brachte ein paar Neuerungen aus dem Verband mit. Zunächst freute er sich, dass in der Winterpause Neulingslehrgänge stattgefunden haben. „Aber wir müssen das Format des Lehrganges überarbeiten“, sagte Schmidt. „Eine Prüfung nach drei vollen Lehrgangstagen führt zu Durchfallern“.
Die braucht Zeit und muss später durchgeführt werden. „100 Neulingen in den Gruppen Inn, Chiem und Ruperti braucht Lehrteams und ein Patensystem“, forderte er. Am Osterwochenende 2. bis 6. April wird die Bitte an die Unparteiischen herangetragen, bei ihren Spielen sie Spesen zu Gunsten der BFV-Sozialstiftung zu spenden. Die wird mit den Regularien auch noch schriftlich jedem Schiedsrichter per e-mail mitgeteilt. „Gemeinsam für unseren Fußball“, so lautet Schmidts Motto. Auf der Kippe steht auch die Zehn-Minuten-Zeitstrafe, die ab dem 1. Juli möglicherweise beim BFV keine Gültigkeit mehr hat. Er forderte alle 23. Männer und Frauen auf, bis zum 30. Juni nach den aktuellen Regeln zu pfeifen und die Zeitstrafe wie bisher zu verwenden. „Alles andere ist noch Zukunftsmusik“. Das muss auch erst beim Verbandstag am 8./9. Mai in Bad Gögging abgesegnet werden, oder eben auch nicht. Ein Lob hatte der neue KSO auch für Wichtlhuber übrig: „Der Obmann stellt sich zu 100 Prozent hinter seine Schiedsrichter, das gefällt mir!“
Im Anschluss stellte Lehrwart Michael sein Team vor. Es besteht aus neun Unparteiischen der jüngeren Generation. Hagl selbst übernimmt die Organisation des Lehrteams, die Weiterbildung den Neulingslehrgang und das Beobachtungswesen. Er wird von Benedict Oshowski (TSV Berchtesgaden), Dominik und Alexander Petzke (beide BSC Surheim), Max Wagner (TSV Bad Endorf), Daniel Haas (TSV Bad Reichenhall), Felix Braun (ASV Piding), Maxi Stöhr (FC Reit im Winkl), sowie Christian Scholz (TV Obing). Hagl fasste die Aufgaben zusammen: „Ein Lehrteam mit festen Aufgaben, ein monatlicher Regeltest und auch die Beobachtungsbögen sollen über das Spielplus-System laufen“.
Ein neues Kommunikationssystem ist das „EduBreak“, ein Social-Video-Lern-System, das viele Funktionen der modernen Lehre vereint. Für die Jugend ist der stellvertretenden Lehrwart Benedict Oshowski zuständig, der Hagl schon beim Neulingslehrgang assistierte. Die Schiedsrichterneulinge – 22 an der Zahl – waren auch bei ihrem Premierenlehrabend anwesend. Diese legten im Januar in Seeon die Prüfung ab. Damit kamen die Ruperti-Schiris in den letzten anderthalb Jahren auf gut 70 junge Schiedsrichter die einer besonderen Betreuung unterstellt sind.
Aktuell floriert die Gruppe Ruperti, so dass neben den C-Klassen ab dem letzten Sommer, nun auch die D- und C-Juniorenspiele wieder besetzt werden können. -td
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Der neue Kreisschiedsrichter-Obmann Ronny Schmidt (rechts) stellte sich bei den Ruperti-Schiedsrichtern mit Obmann Hans Wichtlhuber vor.