Der zuletzt zweimal erfolgreiche Pokalverteidiger SV Hahnbach (Titelfoto) ist im diesjährigen Wettbewerb im Halbfinale ausgeschieden und so ermitteln die Bezirksligisten SV Etzenricht und SV TuS/DJK Grafenwöhr am Donnerstag, den 01. Mai 202t5 um 15.00 Uhr auf der Sportanlage in Etzenricht den neuen Kreissieger. Dabei werben die Vereine für die Aktion "Organspende" und Kinder begleiten in entsprechenden T-Shirts die Mannschaft aufs Spielfeld.
Für Etzenrichts Abteilungsleiter Manfred Herrmann hat der Pokalwettbewerb aus mehreren Gründen einen hohen Stellenwert. Neben dem Prestige, dem Geldpreis und einem möglichen vollen Haus im finalen Spiel sieht der SV-Manager die Chance, im weiteren Verlauf des Wettbewerbs auf bayerischer Ebene einen namhaften Gegner zugelost zu bekommen. „Vielleicht haben wir ja Glück und bekommen einen attraktiven Klub, wenn wir gegen Grafenwöhr weiterkommen“, sagte Herrmann vor dem Endspiel.
Die Aufgabe gegen die zuletzt erstarkten SV TuS/DJK Grafenwöhr ist jedoch anspruchsvoll. Beim letzten von vier Teilnahmen am Finale des Toto-Pokals auf Kreisebene zog man 2022 nach einem vermeintlich sicheren Erfolg den Kürzeren. Patryk Bytomski, inzwischen zurück bei der SpVgg SV Weiden und dort erfolgreicher Torjäger, glich für Grafenwöhr trotz Unterzahl in der 96. Minute zum 2:2 aus. Das anschließende Elfmeterschießen entschieden Grafenwöhr mit 4:2 für sich, auch dank einer starken Leistung von Torwart Luca Wittmann, der den gesperrten René Wächter ersetzte. Die zwei vorherigen Endspiele im Kreispokal verlor der Etzenricht knapp gegen den SV Auerbach.
In der Liga läuft es unterschiedlich wie nie zuvor für die beiden Endspielteilnehmer. Während der Etzenricht seit langer Zeit vorne dabei ist, hatte die Mannschaft von Trainer Martin Kratzer zeitweise Probleme in der ausgeglichenen Bezirksliga Nord. Mit drei Siegen in Serie, zuletzt einem furiosen 5:0 gegen den SV Inter Bergsteig Amberg, hat sich die Sportvereinigung ein kleines Polster erarbeitet und scheint der Relegation zu entgehen. Eine machbare Aufgabe gegen Vilseck sowie schwere Auswärtsspiele in Wernberg und am Weidener Wasserwerk stehen an.Die letzten fünf Bezirksligapartien konnte der Sportverein gewinnen – im November daheim deutlich mit 5:0 und auswärts wenige Wochen zuvor mit 4:1. Die Kratzer-Elf kam über einen Sieg gegen DJK Ammerthal II ins Endspiel; Etzenricht setzte sich im Halbfinale gegen den SV Hahnbach durch.SVE-Spielertrainer Andreas Wendl ist optimistisch, erkennt aber auch die Steigerung der Grafenwöhrer an und sagt: „Wir freuen uns natürlich darauf, zuhause noch einmal ein Pokalfinale spielen zu können. Nachdem die letzten Endspiele sehr unglücklich verlaufen sind, hoffen wir dieses Mal auf etwas Spielglück, das man bei solch einer Partie einfach benötigt. Zudem haben die Grafenwöhrer nach der Winterpause wieder sehr gute Ergebnisse erzielt und sind dementsprechend stark einzuschätzen.“
aus Oberpfalzmedien