SCHWANDORF. Gänzlich ohne Gelbe, Gelb-rote und Rote Karte, ohne Zeitstrafe und ohne Meldung gegen Teamoffizielle kamen die Fußballerinnen der SG TSV Winklarn durch die 16 Spiele der abgelaufenen Saison. Nach dem Kreisliga-Meistertitel wurden sie dafür jetzt bei der Verleihung des PARAGON Fairnesspreises des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) mit einem Pokal und einer Trikotgarnitur belohnt. Fairste Herrenmannschaft war der A-Klassist SG Ehenfeld/Hirschau II.
Damit wolle der Fußball-Verband der Gesellschaft zeigen, dass „nicht Sodom und Gomorra auf den Sportplätzen herrscht, sondern dass unsere Fußballer die Regeln einhalten und einen respektvollen Umgang miteinander pflegen – sowohl im Sieg als auch in der Niederlage“. Insgesamt hätten Auswertungen der Spielberichte durch die Schiedsrichterorgane gezeigt, so Thomas Graml, dass im Fußballbezirk Oberpfalz nur 0,112 Prozent der Spiele durch größere Negativereignisse getrübt würden.
Dass dabei Fairness und sportlicher Erfolg keine Gegensätze sind, zeigt neben den Winklarner Frauen auch die SG Regental, die sich ebenfalls Meisterschaft und Aufstieg holte und den Titel als fairster Kreisklassist mit der DJK-SV Lengenfeld teilte. Als fairster Bezirksligist in den beiden Top-Herrenligen der Oberpfalz wurde die SpVgg Ramspau ausgezeichnet. In den Kreisligen kristallisierte sich in der Fairnesswertung, in die neben den persönlichen Strafen für die Spieler auch Unsportlichkeiten im Umfeld sowie verschuldete Spielausfälle und Spielabbrüche einfließen, der TV Riedenburg als Sieger heraus. Fairster A-Klassist war die SG Ehenfeld/Hirschau II, fairster B-Klassist die SG DJK Weihern-Stein II/FC Wernberg III. Bei den Frauen setzte sich in der Bezirksoberliga bzw. in den Bezirksligen jeweils der SC Regensburg mit seiner 2. bzw. 3. Mannschaft durch.
Nachfolgend alle Preisträger auf einen Blick:
Markus Schmid sprach als CEO des Sponsors Paragon im Namen der Unternehmensspitze die große Bedeutung der „gelebten positiven Werte“ im Betrieb und auf dem Fußballplatz an, die manchem Mitarbeiter wichtiger seien als der eine oder andere Euro mehr in der Lohntüte. Um diese Werte herauszustellen, unterstütze das Unternehmen mit irischen Wurzeln, das in Schwandorf die Tradition der „Kommunikation im Printbereich“ auf vielen Ebenen fortsetzt, den Fußball-Verband bereits zum dritten Mal mit Siegerpokalen und Trikotsätzen. Den geehrten Mannschaften wünschte Schmid für die neue Saison viel Erfolg und stets ebenso faire Gegner.