Der Bayerische Fußball-Verband im Bezirk Oberpfalz trauert mit der ganzen Fußballfamilie des Kreises Regensburg um sein Ehrenmitglied Manfred Unglaub. Der langjährige Vorsitzende des Kreis-Sportgerichts verstarb im Alter von 85 Jahren.
Die sportliche Heimat von Manfred Unglaub war die SpVgg Ziegetsdorf, an deren Spitze er als 1. Vorsitzender lange Jahre stand und die ihn für seine großen Verdienste auch zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Die immense Erfahrung aus der Vereinsarbeit half ihm auch beim Einstieg im Bayerischen Fußball-Verband, denn wie in seinem Berufsleben als Polizeibeamter hatte er sich auch im Ehrenamt als Sportrichter die Gerechtigkeit als oberste Leitlinie seines Handelns gesetzt. Manfred Unglaub übernahm im Jahr 1993 den Vorsitz beim Kreis-Sportgericht Regensburg, den er in harmonischer Zusammenarbeit mit seinen Beisitzern bis zum Jahr 2006 innehatte. „Er war mit Leib und Seele Sportrichter und dem Fußballsport verbunden“, beschreibt ihn heute noch einer seiner damaligen Mitstreiter. Seine Urteile waren praxisnah und stießen bei der breiten Mehrheit auf große Akzeptanz, wobei sich viele erinnern, dass im Vor-EDV-Zeitalter gerade die verwaltungstechnischen Aufgaben der Sportgerichte noch eine bei weitem größere Dimension hatten. Für seine Verdienste als Sportrichter würdigte der Bayerische Fußball-Verband Manfred Unglaub mit der Verbandsehrennadel und nach seinem Ausscheiden aus dem Kreis-Sportgericht mit der Ehrenmitgliedschaft.
Das Requiem für Manfred Unglaub ist am Donnerstag, 11. Juni, um 14 Uhr in der Regensburger Kirche St. Bonifaz; die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Seine Verbundenheit zum Sport zeigt sich auch noch in seinem letzten Wunsch in der Traueranzeige, in der er anstelle von Blumen und Kränzen an seinem Grab um Spenden für die Nachwuchsarbeit seiner SpVgg Ziegetsdorf bittet. Mit dieser Leidenschaft zum Sport wird der Bayerische Fußball-Verband Manfred Unglaub in Erinnerung behalten und ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.