Der Fußballbezirk Schwaben trauert um seinen langjährigen Funktionär Franz Bohmann. Der Ehrenobmann der Schiedsrichtergruppe Donau verstarb nach schwerer Krankheit am Allerseelentag.
Franz hatte in seiner Gruppe über Jahrzehnte Generationen von jungen Schiedsrichtern begleitet und gefördert. Er war selbst ein leidenschaftlicher Schiedsrichter, 18 Jahre Lehrwart, acht Jahre Obmann seiner Gruppe und vier Jahre Mitglied im BSA. Er unterstützte seine Schiedsrichter als Vorbild und Ratgeber, war ihnen einerseits väterlicher Freund und Fels in der Brandung, andererseits sachlicher und ehrlicher Kritiker. Durch sein Verständnis von Kameradschaft und Ansprechbarkeit gab er Jung und Alt Anlaufstelle und Heimat in der Gruppe.
Als der Kreis Donau nach einem Spielleiter suchte, übernahm er Verantwortung und brachte seine Kenntnisse in der Organisation des Fußballs weitere vier Jahre als Spielleiter, danach vier Jahre als Kreisspielleiter ein. So erwarb er sich auf verschiedenen Gebieten des Amateurfußballs in Schwaben Achtung und hohes Ansehen, nicht zuletzt durch seine Kompetenz, seine nie endende Motivation für den Fußball, die er auch in anderen weckte, und sein großes Durchhaltevermögen gerade in Krisenzeiten. Vom BFV und der Schiedsrichterorganisation wurde er deswegen auch mit hohen Ehrungen ausgezeichnet, darunter 2006 mit der DFB-Verdienstnadel, 2019 mit der Verbands-Verdienstnadel in Silber.
Der Mensch Franz Bohmann war zielgerichtet in der Sache, ein Mann klarer Worte, auch wenn sie unbequem schienen, und ein manchmal harter Kritiker. Genau deshalb konnte man sich auf sein sachliches Urteil und seine Glaubwürdigkeit verlassen, ein Umstand, der so manchem den richtigen Weg zeigte. Unserem Franz war der Fußball mehr als ein Hobby, ein echtes Anliegen und eine Lebensaufgabe. Wir werden ihn als großen Verfechter unserer sportlichen und ideellen Ziele, als fähigen Mitstreiter und als guten Kameraden in ehrenvoller Erinnerung behalten.
Lieber Franz, Ruhe in Frieden.
Text: Gabi Ott