Er war ein Anwalt des schwäbischen Amateurfußballs, ein hochverdienter BFV-Funktionär und eine große Persönlichkeit. In der dritten Adventswoche verstarb Wilfried Ostrowski. Der BFV-Bezirk Schwaben und viele seiner Repräsentanten trauern um einen Mentor und Freund.
Zeit seines Lebens war der ehemalige Abteilungsleiter des TSV Fischach dem Fußball verbunden. Generationen von jungen Schiedsrichtern und späteren Funktionären hat er unterstützt und begleitet. Seine aktive Tätigkeit im Schiedsrichterbereich begann 1974. Er war Einteiler, nahezu ein Jahrzehnt stellvertretender Obmann, 8 Jahre Obmann und schließlich Ehrenobmann der Schiedsrichtervereinigung Augsburg, der größten Schiedsrichtergruppe Schwabens. Dort arbeitete er ideenreich und mit Weitsicht, führte unter anderem das „Soziale Wochenende“ und die Gruppenzeitschrift „Zirbelnuss“ ein. Ab 2002 gehörte er zwanzig Jahre lang als Beisitzer dem Bezirkssportgericht Schwaben an.
In insgesamt 35 Funktionärsjahren erhielt er außerordentliche Ehrungen, durch den BFV die Verdienstnadel in Gold, von der SRV Augsburg die Karl-Riegg-Medaille und zu seinem Abschied vom Funktionärsleben im Jahre 2024 mit der Hermann-Güller-Medaille die höchste Auszeichnung, die der Fußballbezirk Schwaben zu vergeben hat.
Wilfried Ostrowski hatte ein umfassendes Wissen, arbeitete ausdauernd und akribisch; nur wenige konnten Veranstaltungen so fehlerlos organisieren wie er. Es zeichnete ihn aus, dass er nicht nur an verantwortlicher Stelle leitete, sondern auch aus der zweiten Reihe immer loyal und zuverlässig unterstützte. Selbst für Routinearbeiten in der Geschäftsstelle war er sich nicht zu schade.
Wer ihn kannte, wusste um seine Ecken und Kanten. Klare Ansagen und immer das Ziel im Auge, auch wenn dafür Probleme in Kauf genommen werden mussten; die Sachlichkeit stand für ihn stets im Mittelpunkt. Daneben zeichneten ihn eine ungeheure Hilfsbereitschaft und große Empathie aus. Es soll nicht vergessen sein, dass er unseren langjährigen Bezirksvorsitzenden Hermann Güller während dessen schwerer Krankheit jeden einzelnen Tag besuchte, ihm die Presseberichterstattung brachte und ihn aufrichtete.
Lieber Wilfried, du hast nach dem Tod deiner geliebten Frau nun ein schweres letztes Stück deines Weges geschafft. Wir trauern um dich und werden dich nicht vergessen. Ruhe in Frieden.
Gabriele Ott