Kilian Geiling von der (SG) SG Castell-Wiesenbronn ist im Rahmen der BFV- und DFB-Aktion „Fair ist mehr“ ausgezeichnet worden. Bei einem vermeintlichen Treffer im Kreisklassen-Kellerduell gegen die (SG) Traustadt/Donnersdorf gab der Angreifer gegenüber dem Unparteiischen eine Ballberührung in Abseitsposition zu, weshalb das Tor nicht zählte.
Eine lange Durststrecke erlebte die (SG) SG Castell-Wiesenbronn in dieser Saison in der Kreisklasse Schweinfurt 2. In der Vorrunde blieb man mit der jungen Mannschaft auch aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle komplett ohne Punktgewinn. Beim Re-Start nach der Winterpause lief es im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SG Traustadt/Donnersdorf dann richtig gut. Nach Treffern von Fabian Rehberger (21.) und Kilian Geiling (41.) gelang vor dem Wechsel sogar noch das vermeintliche 3:0 (44.). Allerdings gab es Reklamationen seitens der Gäste, wonach dieser Treffer aus einer Abseitsposition heraus durch Geiling erzielt worden sei. Schiedsrichter Manfred Hegwein hatte das mögliche Abseits zwar wahrgenommen, für ihn war jedoch nicht eindeutig zu erkennen gewesen, ob der Offensivspieler den Ball in der Situation überhaupt berührt hatte. Deshalb fragte der Unparteiische beim 20-Jährigen nach, woraufhin dieser den Ballkontakt und damit auch seine Abseitsstellung bestätigte. Als spielentscheidend sollte sich Geilings ehrliche Aussage nicht erweisen. Castell-Wiesenbronn siegte am Ende mit 3:1 und holte die ersten Punkte der Spielzeit überhaupt.
Da Referee Manfred Hegwein nicht nur die Treffer, sondern auch Kilian Geilings sportliche Geste im Spielbericht vermerkte, konnte diese bei "Fair ist mehr" aufgegriffen werden. Julia Freimann von der BFV-Geschäftsstelle in Würzburg nutzte das letzte Heimspiel der (SG) SG Castell-Wiesenbronn der Saison gegen die (SG) DJK Stadelschwarzach/TSV Prichsenstadt, um Kilian Geiling im Kreise seines Teams vor Anpfiff die Fair Play-Urkunde und das „Fair ist mehr“-Handtuch von adidas zu überreichen.
„Klasse, dass Herr Geiling so ehrlich agierte und zur Aufklärung der strittigen Situation beitrug. Damit hat er nicht nur den Schiedsrichter unterstützt, sondern auch ein starkes Zeichen für das gemeinsame Miteinander auf dem Spielfeld gesetzt. Nachdem es für die SG Castell-Wiesenbronn eine Spielzeit mit wenig Erfolgserlebnissen ist, verdient die Geste besonderen Respekt. In der Fair Play-Tabelle steht man auch gut da. Anstatt mit Frustaktionen aufzufallen, hält man den Fair Play-Gedanken in vorbildlicher Weise hoch“, sagte Julia Freimann, die BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau bei der bayernweiten Umsetzung der Aktion „Fair ist mehr“ unterstützt.
Zur Aktion "Fair ist mehr"
Mit der Aktion „Fair ist mehr“ würdigen der BFV und der DFB sportliches Verhalten. Die Unparteiischen tragen besondere Gesten im elektronischen Spielbericht (ESB) ein. Darüber hinaus können aber auch alle anderen Beteiligten vorbildliche Aktionen melden (per E-Mail an: fair-play@bfv.de).
Die fairen Sportlerinnen und Sportler erhalten ein hochwertiges „Fair ist mehr“-Handtuch, ein persönliches Dankesschreiben von BFV-Vizepräsident Jürgen Pfau sowie eine Urkunde. Jeden Monat wird zudem eine Geste des Monats ausgewählt und zusätzlich ausgezeichnet. Am Spieljahresende wird die stärkste Aktion für die Fair Play-Medaille des DFB nominiert. In der Saison 2024/25 würdigte der BFV insgesamt 129 Fairplay-Aktionen, in der aktuellen Spielzeit sind es bisher 126.
Auf dem Foto oben ist Kilian Geiling (vorne links) neben Julia Freimann zu sehen. Die Mannschaftskollegen standen voll hinter der Aktion des jungen Angreifers.
Foto: Achim Scheufens, (SG) SG Castell-Wiesenbronn