Voller Vorfreude erreichte mich Anfang Februar die Mitteilung, dass ich als eine von 16 Schiedsrichterinnen aus ganz Deutschland und der Schweiz nach Duisburg zur Deutschen Futsal-Hallenmeisterschaft der Frauen und Juniorinnen vom 13.03.26-15.03.26 fahren darf.
Bereits am Freitag standen die Anreise sowie die organisatorische Vorbereitung im Mittelpunkt. Neben der Begrüßung durch das DFB-Beobachtungsteam komplementiert durch Walter Moritz, Ingo Heemsoth, Sandra Jung, Mario Schleicher und dem DFB SR-Verantwortlichen Klaus Kappes wurden letzte Regelhinweise und Abläufe für die Meisterschaft abgestimmt. Zusätzlich stand ein gemeinsames Foto- und Videoshooting an. Abgerundet wurde der Abend durch ein gemeinsa-mes Beisammensitzen und ein reger Austausch untereinander.
Die Spieltage fanden am Samstag und Sonntag statt. Der Samstag war geprägt von einer Vielzahl an Gruppenspielen sowohl bei den Frauen als auch bei den B- und C- Juniorinnen. Für uns Schiedsrichterinnen bedeutete das eine hohe Spieldichte über den Tag verteilt. Die Partien waren überwiegend dynamisch, technisch anspruchsvoll und fair geführt. Eingeteilt wurden wir in Vierer-Teams, die auch zwischendurch gemischt wurden. Insgesamt hatte ich an beiden Tagen acht Einsätze - als Schiedsrichterin 1, Schiedsrichterin 2, Schiedsrichterin 3 und als Zeitnehmerin. Schiedsrichterin 1 und 2 pfiffen hierbei die Partie. Schiedsrichterin 3 fungiert als zusätzliches „Auge“ und ist für die Technische Zone und das Timeout zuständig. Die Zeitnehmerin kümmert sich um das Starten und Stoppen der 20 Minuten-Nettospielzeit sowie um das Notieren der Tore und kumulierten Foulspiele. Jede Position fordert eine hohe Konzentration und Teamfähigkeit. Die Zusammenarbeit im Team funktionierte trotz dessen, dass sich vorher nur wenige kannten reibungslos und ich habe mich zu jederzeit sehr wohl gefühlt. Nach jedem Match gab es von den DFB-Coaches Feedback, um positive sowie negative Aspekte durchzusprechen.
Am Sonntag standen die Platzierungsspiele sowie die Finalrunden auf dem Programm. Die Begegnungen blieben trotz zunehmender Bedeutung größtenteils vorbildlich und das gesamte Turnier zeigte sich auf einem hohe Niveau.
Herausfordernd war über das gesamte Wochenende hinweg das Hochhalten der Konzentration, um in allen Spielen eine solide Leistung abzurufen. Gleichzeitig bot das Turnier eine hervorragende Möglichkeit zum Austausch unter den Schiedsrichterinnen sowie zur persönlichen Wei-terentwicklung. Feedbackgespräche nach den Spielen mit den Coaches und den Schiedsrichterinnen untereinander halfen dabei, Entscheidungen zu reflektieren und die eigene Leistung weiter zu verbessern.
Ich konnte mit vielen neuen Erfahrungen und Inputs im Gepäck Sonntagabend die Heimreise antreten. Es war es ein anspruchsvolles, aber zugleich bereicherndes Wochenende, das einmal mehr meine Begeisterung für Futsal unterstrichen hat.
(Text: Jennifer Stützel, Fotos: Jennifer Stützel/DFB)