Schiedsrichter brauchen Zuwachs und mehr Respekt
Kurz vor Jahresende treffen sich die Schiedsrichter der Gruppe Landshut zur Jahresabschlussfeier, die die Führung mit Christoph Falterer und Thomas Berg sowie Lehrwart Thomas Pidhorianski an der Spitze bestens vorbereitet hatte. Im Mittelpunkt standen dabei Ehrungen für verdiente Mitglieder sowie nachdrückliche Ansprachen der Verantwortlichen.
Christoph Falterer konnte nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden, insbesondere für den langjährigen Obmann der Gruppe, Werner Leuermann, eingangs das BFV-Ehrenmitglied Rudi Stark, die neuen Ehrenmitglieder Willi Rank und Wolfgang Stark, Ehrenkreisspielleiter Jürgen Lieb, vom BFV Günther Huber, sowie Vertreter der Spielgruppenleitungen, des Sportgerichtes und von befreundeten SR-Gruppen begrüßen. Falterer bedankte sich bei allen Kollegen und Kameraden sowie den Ausschussmitgliedern für die hervorragende Zusammenarbeit und das gedeihliche Miteinander Thomas Pidhorianski verdiente sich in 2019 ein Extralob. Auch dem ETSV Landshut 09 und der Wirtsfamilie wurde gedankt für die freundliche und angenehme Aufnahme in den neuen Vereinsräumen und die gepflegte Zusammenarbeit. Auch den Partnern der Schiedsrichter darf gedankt werden, denn sie haben viel Geduld, Leidensfähigkeit und Verständnis für das Hobby ihrer Männer. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Gitarrenquintett aus Vilsheim.
3500 Spiele mussten besetzt und ehrenamtlich geleitet und teilweise auch beobachtet werden bzw. mit Assistenten ausgestattet werden, die teilweise allerhöchste Anforderungen an die Schiedsrichter in Landshut stellten (in Niederbayern 35000). Falterer lobte die große Hilfsbereitschaft bei allen Kräften (Landshut ist in fast allen Klassen vertreten), gerade auch bei Engpässen, die sich bei so viel Einsätzen nicht vermeiden lassen. Die Nachwuchspflege ist wichtig (Lob an Jürgen Steckermeier) und genügend Talente sind da, damit die Fußstapfen von Stark, Leicher, Berg, Wallesch oder Steckermeier nicht unerreichbar bleiben. Der Umgangston, konstatierte Falterer, auf den Spielplätzen wird immer rauer und im Dienstleistungsgewerbe (dort sehen sich die Schiedsrichter) geht die Wertschätzung immer mehr verloren, gerade dort wo Zusammenhalt und Wohlfühlatmosphäre (wir reden hier vom Ehrenamt) sehr weit oben angesiedelt sein sollte. "Seid fair zu einander - wird immer weniger gelebt!" Das Vorleben der Ehrlichkeit (zuerst zu sich selbst) ist für die Schiedsrichter von existenzieller Bedeutung, wie der Kreisschiedsrichterobmann Falterer konstatierte. Die Vereine dürfen sich über fehlende Spielbesetzungen nicht beklagen, denn in erster Linie ist es ihre Aufgabe, geeignete Sportkameraden zu den Neulingskursen zu entsenden. Die weitere Entwicklung versucht dann die SR-Gruppe Landshut zu steuern. Die Gesellschaft, so Falterer, ist im Wandel und der Respekt vor dem Menschen ist nicht mehr der, der er einmal war.
Die 100-Jahresfeier der SR war eine echte Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens in Landshut. Viele Rückmeldungen zeugten davon, dass man mit dem Programm und der Organisation einen vollen Erfolg möglich machte. Zwei neue Ehrenmitglieder, beste musikalische und kabarettistische Unterhaltung mit Rainer Maria Schießler einen begnadeten Festredner sowie viele Ehrengäste, unter anderem Dr. Rainer Koch als BFV Präse waren die Höhepunkte im Bernlochner. Dazu erstellte man eine Festschrift, die die Ansprüche eines solchen Jubiläums jederzeit erfüllte. Falterer dankte dem Festausschuß und allen Mitwirkenden für ihren ehrenamtlichen Einsatz an allen Fronten. Auch bei der zeitgleich verlaufenden Fußballiade war man stets präsent und unterstützte die gelungene Veranstaltung, die für Landshut eine werbewirksame runde Sache war, wenngleich das Wetter nicht gut war.
Lehrwart Thomas Pidhorianski hielt dann eine Laudatio auf Obmann Christoph Falterer, der als die Spitze der Gruppe sich hohe Meriten um die Abhaltung der einmaligen 100-Jahr-Feier verdiente. Sein Einsatz war Tag und Nacht grenzenlos. Falterer, so Pidhorianski ist ein Vorbild im Ehrenamt, war Hauptgarant, dass der 19.6.19 in die Annalen der Gruppe Landshut eingeht und der stets dafür sorgt, dass sich neben dem sportlichen, auch das gesellschaftliche Leben bei den Referees auf hohen Niveau befindet. Dazu unterstützt ihn auch Partnerin Veronika bestens, so dass sich die SRG Landshut veranlasst sah, mit ein paar Präsenten den Einsatz des Kreisschiedsrichterobmanns Christoph Falterer zu würdigen, was mit viel Beifall im Saal aufgenommen wurde und einheitliche Zustimmung fand.
Die Schiedsrichtergruppe Landshut zeichnete dann den Kreisklassenschiedsrichter Hermann Schmidt für langjährige Tätigkeit aus. Eine Urkunde und eine Ehrennadel in der Gruppe Landshut erhielt der auch als Kreisligabeobachter tätige Schmidt für zehn Jahre Tätigkeit an der Pfeife.
Auch in der Aktion "Danke Schiri" im Rahmen des Ehrenamte wurde eine Auszeichnung vorgenommen und der Schiedsrichter des Jahres vom Ausschuß gewählt. Die Wahl fiel auf den Kirchberger Referee Franz Zettl, der nicht nur sportlich sondern auch gesellschaftlich das Schiedsrichterwesen in der Gruppe positiv beeinflusst. Zettl ist seit fast 30 Jahren an der Pfeiffe und hat 1250 Spiele absolviert - bis hin zur Bezirksliga. Daneben war er als Assistent von Koryphäen wie Stark, Scholz, Kausch, Lukas oder Franz in ganz Bayern heimisch. Zettl ist ein Garant dafür, dass der Ruf der SRG Landshut gut ist, ist immer einsatzbereit (leitete auch heuer über 60 Spiele) und ein Musterbeispiel an Einsatzfreudigkeit und Beständigkeit. Der in der Freizeit als Schwammerlsucher aktive Zettl, war früher ein guter Fußballer, mußte aber nach einer schweren Verletzung seine Karriere beenden, ehe er Referee wurde. Lang anhaltender, ehrlicher Beifall begleitete die verdiente Ehrung.
Mit einem gemeinsamen Essen, adventlicher Musik, einer reichhaltigen Tombola und diversen Fachgesprächen über die Situation des Fußballs im Allgemeinen klang die Jahresabschlußfeier der Schwarzkittel in Landshut aus.