Auf Einladung des Obmanns Hans Kroll, besuchte der Spieler und Kapitän Lukas Fröde des FC Ingolstadt, am 12.05.2025 die Schiedsrichtergruppe Ingolstadt in ihrer Pflichtsitzung. Es waren 104 SR/-innen anwesend.
Die Schwerpunkte seines Vortrages waren „Erwartungen an die Schiedsrichter und Assistenten, Verständnis für Emotionen im Spiel und Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Kapitän oder Spieler“.
Nach seinen letzten Stationen bei den Vereinen Werder Bremen, Karlsruher SC und Hansa Rostock, wechselte Lukas Fröde am 01.07.2023 zum FC Ingolstadt 04. Als Kapitän der Mannschaft trifft er immer wieder in Liga-Spielen auf SR/-innen, die wenig kommunikativ gegenüber den Spielern sind. Er berichtet, dass es für die Mannschaften schwierig ist, wenn bereits sehr früh im Spiel bzw. in der ersten Halbzeit rote Karten oder gelb/rote Karten gegen Spieler ausgesprochen werden. Dadurch kann das Spiel schnell in eine negative Richtung kippen und die negativen Emotionen gegenüber dem Schiedsrichter und den Assistenten steigen. Gerade dann wird es auch für das Schiedsrichtergespann schwieriger, im Spiel die notwendige Balance zu finden. Selbstverständlich ist das Regelwerk und der „Kapitäns-Dialog“ wichtig, beides hilft sowohl dem Schiedsrichter, als auch dem Kapitän zu deeskalieren und die Netto-Spielzeit somit zu erhöhen. Trotzdem wird sich nicht verhindern lassen, dass bei strittigen SR-Entscheidungen, auch die Spieler emotional auf den Schiedsrichter zugehen und dann Verwarnungen ausgesprochen werden müssen. Deshalb wünscht sich der Kapitän Lukas Fröde, dass auch der Schiedsrichter bei Fouls oder anderen Spielunterbrechungen mehr Kommunikation mit den betroffenen Spielern führt, was letztlich beiden Seiten zugutekommt und das Spiel mit gegenseitigem Respekt geordnet ablaufen kann. „Ohne Schiedsrichter und Assistenten, gäbe es keine Fußballspiele im Amateur- und Profibereich“, resümierte Lukas Fröde.
Im Anschluss an seinen Vortrag, zeigte der Lehrwart der SRG Ingolstadt noch allen anwesenden Schiedsrichter/-innen, nationale und internationale Videoszenen. Lukas Fröde wurde gebeten, sich auch zu den Szenen im Strafraum zu äußern und zu beurteilen, welche Entscheidungen vom Schiedsrichter zu treffen wären. Dabei zeigte sich seine Kompetenz als langjähriger Profi-Spieler.
Der Obmann und KSO Hans Kroll bedankte sich bei Lukas Fröde für das interessante Referat und wünschte für die kommende Saison 2025/26 viel Erfolg und Gesundheit.