Der erste Pflichtabend der SRG-MOE begann mit der Begrüßung unseres Gruppenschiedsrichterobmann Thomas Heinze. Dabei ging er auf die Spesenerhöhung, die ab dem 01.07.2025 greifen wird. Die Spesen steigen ab der neuen Saison um 1-2 Euro und sollen die gestiegenen Kosten der Inflation teilweise ausgleichen.
Da es in der Hinrunde zu auffallend vielen Fällen von Gewalt, Diskriminierung und Beleidigungen, weshalb Thomas dafür plädiert hat, die Regeln konsequent durchzuziehen und gegen solche Vorfälle keine Toleranz zu zeigen. Für die Rückrunde gilt daher: „Regeln schützen das Spiel – ich schütze die Regeln!“.
In der SRG-MOE soll es gewürdigt werden, junge Schiedsrichter zu fördern, Erfahrungen und Tipps an die nächste Generation weiterzugeben und das System der Vergleichbarkeit innerhalb der einzelnen Ligen aufrechtzuerhalten. Deshalb werden Schiedsrichter mit 25 oder mehr Paten- und Beobachtungseinsätzen innerhalb einer Saison zum Festabend eingeladen! Das soll einerseits die aktiven Paten und Beobachter belohnen, aber auch Anreiz für alle anderen sein, sich in diesem Bereich zu engagieren.
Nach der Einleitung dufte die Schiedsrichter-Gruppe München-Ost/Ebersberg beim letzten Pflichtabend mit Sven Laumer, dem Verbandsschiedsrichterobmann (VSO) in Bayern, einen hochkarätigen Gast begrüßen. In einem informativen Vortrag gab er spannende Einblicke in die aktuellen Themen des bayerischen Schiedsrichterwesens, sowohl im Amateur- als auch im Profibereich. Besonders erfreulich dabei: Die Zahl der frisch ausgebildeten Schiedsrichter steigt weiter an, allein die SRG-MOE konnte letztes Jahr 129 Neulinge willkommen heißen! Doch wie bei uns, geht in ganz Bayern mit dieser erfreulichen Entwicklung auch eine Herausforderung einher – das Patenwesen muss gestärkt werden, um die Neulinge bestmöglich zu unterstützen und langfristig im Schiedsrichterwesen zu halten. Erste Maßnahmen, wie eine Verankerung der Aufwandspauschale für Paten wurden in den letzten Jahren bereits auf den Weg gebracht.
Ein weiteres zentrales Thema des Abends war die Agenda 2030: Wie könnte sich der Schiedsrichterbereich in den nächsten fünf Jahren verändern? Welche Entwicklungen sind notwendig, um das Schiedsrichterwesen zukunftsfähig zu gestalten? Und wo sind wir bereits auf einem guten Weg. Spannende Fragen, die der VSO den Anwesenden mit seinen Vorstellungen und Ideen beantwortet hat.
Zum Abschluss hatten die anwesenden Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter die Möglichkeit ihre Fragen direkt an den obersten Schiedsrichter-Chef Bayerns zu stellen – eine wertvolle Gelegenheit für einen offenen Austausch und neue Impulse!