Die Schiedsrichtergruppe Amberg trauert um ihr Ehrenmitglied Josef Meiler
(geb. 09.02.1939) vom TSV Kümmersbruck. Am Pfingstsamstag, den 23. Mai 2026, erfuhr man völlig überraschend vom Ableben von Sepp Meiler. An diesem Samstag rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den deutschen Tag des Ehrenamts aus: Sepp wäre ein würdiger Ehrenamtlicher gewesen, dessen Aktivitäten man öffentlich hätte würdigen sollen.
Sepp war vielseitig engagiert, sei es in seinem Sportverein, dem TSV Kümmersbruck, sei es im Männergesangsverein, sei es im SPD-Ortsverband oder als Gründungsmitglied der „Hutzerboum“, wo er in verschiedenen Funktionärsbereichen tätig war.
Nach seiner aktiven Fußballerzeit legte er im Alter von 31 Jahren, 1970, die Schiedsrichterprüfung ab. Aufgrund seiner fußballerischen Erfahrungen war er ein gern gesehener Referee auf den Sportplätzen, der nur wenig Probleme mit seinen Spielleitungen hatte.
1995 ehrte ihn der damalige Obmann Ehrhard Ruhmannseder wie folgt:
„Lieber Sepp, 25 Jahre sind schon eine lange Zeit, um ein Hobby auszuüben. Da muss man annehmen, dass dir dieses Hobby, die Schiedsrichterei, auch Spaß macht, sonst wärst du sicher nicht so lange dabei geblieben. Trotz deines vielen Schichtdienstes bei der Bahn hast du noch Zeit gefunden für viele Spielleitungen bis hin zur A-Klasse (Anmerkung: heutige Kreisliga). Noch heute hilfst du als Beobachter mit, A-Klassen-SR entsprechend zu qualifizieren. Mittlerweile sind es schon fünf Jahre, dass du diese Tätigkeit übernommen hast, wofür ich dir sehr dankbar bin. Auf deine Beobachterspesen hast du großzügig immer zugunsten der Gruppenkasse verzichtet, obwohl du manchmal sehr weit zu den einzelnen Begegnungen fahren musstest. Seinen Verzicht auf die Spesen entsprechend zu würdigen, habe ich unserem Sepp die neu geschaffene DFB-Nadel überreicht. Lieber Sepp, nochmals herzlichen Dank für deine sportliche, kameradschaftliche wie auch gesellige Einstellung und für deine Treue zur SR-Gruppe Amberg.“
Dies war in seiner 57-jährigen Zugehörigkeit nicht die einzige Auszeichnung, die er erhalten durfte, wie unter anderem die Bezirks- und Verbandsnadeln in Silber und Gold. 2010 wurde Sepp nicht nur für 40 Jahre geehrt, sondern auch zum Ehrenmitglied ernannt. 2020 konnte der „Meiler Sepp“ die Verbandsmedaille in Gold (50 Jahre) noch selbst in Empfang nehmen.
Zu seinen runden Geburtstagen hielt er weiterhin Kontakt und lud eine Abordnung der Gruppe ein. Zum 85. Geburtstag 2023 überbrachte Ehrenobmann Gernot Stark die Glückwünsche der Gruppe.
Leider konnte er sein 60-jähriges SR-Dasein 2028 nicht mehr erleben, da er am 20. Mai 2026 plötzlich und unerwartet verstarb.
Obmann Thomas Gebele hielt die Trauerrede im Beisein einiger noch lebender „Zeitzeugen“ und dankte ihm nochmals für seine vielseitigen Ehrenämter als eine Art „stiller Star“. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit überreichte man einen Gutschein für Blumenschmuck zu einem späteren Zeitpunkt.
Lieber Sepp, ruhe in Frieden.