Völlig überraschend erfuhr auch die Schiedsrichtergruppe Amberg vom “Lebens-Schlusspfiff” Fritz Pickel ' s vom ASV Schwend. Ein Sportkamerad der alten Schule absolvierte 1970 seine Schiedsrichterprüfung und leitete bis Saisonende im Mai noch Pflichtspiele. Er informierte die Gruppe mit dem Hinweis “nach 52 Jahren beende ich meine aktive Tätigkeit”. Fritz war ein “stiller Star”, der alle seine über 2500 Spielaufträge von der Schüler bis hinauf zu den Herren, auch kurzfristig, erfüllte. Aufgrund seines Wohnortes Troßalter/Birgland war er natürlich auch in fränkischen Gebieten bestens bekannt. In den Lehrabenden zeigte er immer Interesse an den Regelveränderungen und -auslegungen und fehlte daher kaum. Nicht nur seinen Verein, den ASV Schwend, unterstützte er, sondern auch alle Obmänner in seinen 52 Mitgliedsjahren profitierten von seiner Unterstützung. Seine Leidenschaft , das “Schafkopfen”, konnte er bei den jährlichen Turnieren mit seinen SR-Freunden ausleben; eine Selbstverständlichkeit war, dass Fritz den ersten Preis stiftete. Für sein ehrenamtliches Wirken wurden ihm verschiede BFV-Auszeichnungen zuteil; leider konnte er während der Corona-Zeit seine Ehrung für 50 Jahre, die Verbandsmedaille in Gold, nicht in Empfang nehmen. Für seine Unterstützung und Zugehörigkeit zur SR-Gruppe Amberg wurde er frühzeitig zum Ehrenmitglied ernannt. Die älteren Kameraden gaben ihm Geleit auf seinem letzten Weg und nicht nur sie werden ihn stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Die Anteilnahme der Schiedsrichter gilt seiner trauenden Familie.