Jürgen W. Friedrich und Kris Streiber berichten über anstehende Neuerungen
(cph). Bei der April-Versammlung in der Fünfstettener „Sonne“ durfte die Gruppe Nordschwaben gleich zwei Gastreferenten begrüßen: zum einen Kreisspielleiter Jürgen W. Friedrich (zugleich förderndes Mitglied) und zum anderen Kreisjugendleiter Kris Streiber, der für die Gruppe Donau bis zur Kreisliga pfeift. Beide informierten über anstehende Änderungen im Herren- und Juniorenbereich.
Für den laufenden Herren-Spielbetrieb im Kreis Donau sind vier Funktionäre zuständig: Neben dem Kreisspielleiter sind dies Fatih Kayan (Bereich Günzburg), Daniel Scheble (Bereich Dillingen) sowie Thomas Strobel (Bereich Donau-Ries). Den allseits bekannten Rückgang der Mannschaften belegte Friedrich mit Zahlen, die nachdenklich stimmen: So sank im Herrenbereich die Zahl seit der Saison 2021/22 von 277 auf aktuell 240 - und zur neuen Runde wurden bereits die nächsten Fusionen angekündigt. Von den Vereinen wurden daher in der Vergangenheit die Stimmen nach einer Ligenreform immer lauter, sodass in der Winterpause eine Umfrage durchgeführt wurde. Dabei befürworteten mehr als drei Viertel der Vereine eine Auflösung der B-Klassen und die Wiedereingliederung der zweiten Mannschaften in den Reservespielbetrieb als Vorspiel „zur Ersten“. Im Landkreis Donau-Ries fiel die Abstimmung fast einstimmig aus. Deshalb stehe man im Austausch mit dem Verbands- und Bezirksspielleiter, um eine Lösung im Sinne der Vereine zu erreichen, die aber regional durchaus unterschiedlich ausfallen könne, so Friedrich. Weitere Denkansätze im Herrenbereich seien unter anderem ein Kleinfeldspielbetrieb in den untersten Ligen, Meisterschaften in Turnierform statt in vorgegebenen Ligen, die Reduzierung auf kleinere Ligen sowie eine Neueinteilung der untersten Ligen jeweils zur Rückrunde (mit Aufstieg- und Abstiegsrunden).
Noch größerer Rückgang im Juniorenbereich
Im Juniorenbereich sind dagegen sieben Personen für die Planung und Durchführung des Spielbetriebs verantwortlich: Neben Kreisjugendleiter Kris Streiber sind dies Ralf Vogel (A-Junioren im Kreis sowie F-Junioren im Landkreis), Hans Breuer (B-Junioren im Kreis sowie E- und G-Junioren im Landkreis), Florian Huber (C-Junioren im Kreis), Albert und Patrick Huber (D-Junioren im Kreis) sowie Jennifer Streiber (mit Kris für das Kleinfeld im Bereich Dillingen/Günzburg). Im Vergleich zum Herrenspielbetrieb ist der Rückgang bei den Junioren leider noch signifikanter: Während in der Saison 2015/16 noch 60 A- bzw. 62 B-Junioren-Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, waren dies 2024/25 nur noch jeweils 36 Teams. Neben aktuellen Informationen zum Flexspielbetrieb blickte Streiber auf den sog. „Zwillingsspielbetrieb“ bei den D-Junioren voraus, der derzeit in den Bundesliga-Leistungszentren und ab Herbst auch in den Leistungszentren der Verbände getestet wird, weshalb die neue Spielform in den Bezirken und Kreisen frühestens im Jahr 2026 eingeführt wird. Dabei wird auf zwei Querspielfeldern parallel mit je zwei Teams pro Verein gespielt, wobei eine Mannschaft aus sieben Spielern besteht. Die Spielzeit soll 6 x 12 Minuten betragen und ein Wechsel zwischen den Mannschaften nur zwischen den Spielabschnitten möglich sein. Gespielt wird ohne Abseits auf Kleinfeldtore. Die genauen Details stehen jedoch noch nicht endgültig fest - ebenso die Frage, ob diese Spiele von qualifizierten Schiedsrichtern geleitet werden. Mit der neuen Spielform sollen alle Kinder zum Einsatz kommen, die Ballkontakte sowie die 1:1-Situationen erhöht und der Übergang auf das Großspielfeld erleichtert werden, so Streiber abschließend.
Mit je einem kleinen Weinkorb bedankte sich Obmann Tobias Heuberger bei den Gästen für die interessanten und kurzweiligen Ausführungen.
Fotos: Sebastian Stadlmayr