Vereinsabend beim Mertingen
(cph). Nach der Premiere im Vorjahr bei der SpVgg Brachstadt-Oppertshofen fand heuer ein Vereinsabend beim FC Mertingen statt. Diese sind das Ergebnis einer Onlineumfrage des Bezirks Schwaben, wonach die Vereine sich mehr persönliche Kommunikation mit den Schiedsrichtergruppen wünschten. Hierzu hießen die FCM-Vorsitzende Doris Mayerle sowie Spartenleiter Martin Sailer im gut gefüllten Sportheim die Schiedsrichter-Abordnung, bestehend aus Richard Käsmayr (Roggden), der im Bezirk die Federführung dieses Austauschs inne hat, Clauspeter Heger und Maximilian Wirkner herzlich willkommen.
Zunächst erläuterte Käsmayr das Ziel des Abends, nämlich sich untereinander auszutauschen, mehr Verständnis für die andere Perspektive zu erlangen und das Fairplay auf dem Sportgelände einzuhalten. Clauspeter Heger stellte die Gruppe Nordschwaben vor, während Maximilian Wirkner den Regelpart übernahm und zunächst die Kriterien für ein strafbares und nicht strafbares Handspiel erläuterte. Zudem schilderte er die notwendige Vorbereitung der Schiedsrichter auf das Spiel. Höhepunkt der Vereinsabende ist jedoch immer die Videoschulung. Hierbei müssen die anwesenden sechs Szenen zum Thema Abseits, Notbremse, Strafstoß, Handspiel und persönliche Strafe beurteilen und die getroffene Entscheidung durch Zeigen der gelben oder roten Karte dokumentieren. Wie auch im Vorjahr lagen die Wahrnehmungen und Ergebnisse weit auseinander. Sechs Teilnehmer entschieden immerhin vier Situationen richtig. Bevor Käsmayr den Besten im Rahmen einer kleinen Siegerehrung einen Minipokal überreichte, appellierte er an die Vereinsmitglieder und Akteure, auch jüngere Unparteiische zu unterstützen und wies auf die Verpflichtung des Leiters des Ordnungsdienstes hin, sich vor dem Spiel beim Schiedsrichter vorzustellen. Allerdings kann auch jeder Einzelne mit Zivilcourage auf störende Zuschauer einwirken und negative Emotionen unterbinden.
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