Der neue BSO zu Gast im Norden
Thomas Färber referiert bei der Mai-Versammlung
(cph). Bei der Monatsversammlung im Mai war der neu gewählte Bezirksschiedsrichterobmann Thomas Färber (Lamerdingen) zu Gast bei der Gruppe Nordschwaben. In seinem ca. 75-minütigen Vortrag stellte er dabei das neue Bezirksteam sowie die Ziele des Bezirksschiedsrichterausschusses (BSA) vor.
Zu Beginn seiner Ausführungen ging Färber, der am 22. Januar von den schwäbischen Schiedsrichterfunktionären einstimmig zum Nachfolger von Paul Birkmeir gewählt und am 22. April beim Bezirkstag von den Delegierten bestätigt wurde, auf seine aktive Schiedsrichterzeit ein. Dabei legte Thomas eine beeindruckende Karriere hin: Er pfiff selbst Spiele bis zur Regionalliga und fungierte sechs Jahre als Assistent in der 2. Liga und sogar zwei Jahre in der Bundesliga. Auch als Funktionär ist Thomas schon lange aktiv und kann so auf viele Erfahrungen zurückblicken: So war er ab 2006 vier Jahre lang U30-Vertreter im Bezirk, ebenfalls ab 2006 acht Jahre stellvertretender Obmann der Gruppe Augsburg und ab 2014 wiederum acht Jahre deren Obmann und zugleich Kreisschiedsrichterobmann.
In seinem Vortrag machte Thomas immer wieder deutlich, dass er sich als Teamplayer verstehe und keiner unter ihm, sondern mit ihm arbeite. Im BSA unterstützen ihn weiterhin Paul Birkmeir und Jan-Erik Wild, während mit Helmut Urban ein bekanntes Gesicht in den Ausschuss zurückkehrte und mit Sarah Hofmann eine „Newcomerin“ aufgenommen wurde. Der BSA wiederum wird bei den vielfältigen Aufgaben von einem Kompetenzteam und einem Referentenpool unterstützt, die mit erfahrenen schwäbischen Kameraden sowie aktuellen Spitzenschiedsrichtern gespickt sind.
Ziel des neuen BSA ist unter anderem eine intensivere Kommunikation mit den Gruppen, so soll es bspw. künftig mehr Arbeitstreffen geben (sowohl schwabenweit als auch mit den einzelnen Gruppen), die Zusammenarbeit ausgebaut und die Funktionäre gezielt geschult werden. Der Aufbau bzw. Ausbau der Online-Präsenz wird angestrebt, hierfür wurde das neue Ressort „Kommunikation“ geschaffen.
Um dem Schiedsrichtermangel entgegenzutreten, soll ein bezirkseigenes Nachwuchs- und Werbekonzept mit direktem Kontakt zu den Vereinen und Gruppen entwickelt werden. Ziel ist es hierbei, gezielt auf Jugendspieler, Trainer und Vereine zuzugehen und Veranstaltungen vor Ort anzubieten, um neue Schiedsrichter zu gewinnen.
Bei der Qualifikation ist eine Aufstockung der Bezirksligaschiedsrichter geplant, die Sichtung in der Kreisliga soll künftig über eine komplette Saison erfolgen. Zudem stehen eine Vereinfachung des Förder- und Qualifikationssystems sowie die Wiedereinführung der gruppenübergreifenden Assistenteneinteilung auf der Agenda. Eine Erweiterung des Rahmenterminkalenders im Bezirk wird angestrebt, um so den Spielplan und die Einteilung zu entzerren.
Im Bereich des Lehrwesens sollen das Schiedsrichterleistungszentrum (SLZ) gestärkt und das Nachwuchsseminar (NWS) neu gestaltet werden, hierfür haben zahlreiche schwäbische Spitzenschiedsrichter ihre Mitarbeit zugesichert. Dabei wird künftig wieder ein verstärktes Augenmerk auf die Persönlichkeitsschulung gelegt. Zudem wird es weiterhin Online-Veranstaltungen geben.
Im Beobachtungswesen soll ein neuer Beobachtungsbogen eingeführt werden, wobei insofern derzeit auch Überlegungen beim BFV angestellt werden. Den schwäbischen Beobachtern sollen regelmäßige Online-Schulungen angeboten und die Zahl der Bezirksbeobachter erhöht werden. Ein erster Schritt ist dabei die Herausnahme von erfahrenen Schiedsrichtern aus der Beobachtung, wobei diese im Gegenzug sich verpflichten, mindestens vier Bezirksbeobachtungen zu übernehmen. Die Kandidaten hierfür sollen jeweils vor der Saison festgelegt werden.
Zum Schluss bedankten sich die Nordschiedsrichter bei Thomas für dessen kurzweiligen Vortrag mit einem kräftigen Applaus und als Stärkung überreichten Stefan Baur und Sebastian Stadlmayr für den erkrankten Tobias Heuberger einen Präsentkorb.
Foto: cph