Fünf Jahre ist es her, als sich die Schiedsrichtergruppe Main-Spessart letztmals die Bezirksmeisterschaft sicherte. Auch damals kickten die Unparteiischen in der Waigolshäuser Dreifachturnhalle. Diesmal jubelten allerdings andere. Denn Jon Mehana und Co. fanden nicht wirklich zu ihrem Spiel und mussten zudem gleich zweimal den Torhüter wechseln. Am Ende unterlagen die Spessarter der SRG Bad Neustadt im Sechsmeterschießen und wurden Sechster.
Ludwig Weisenseel freut sich über Platz Zwei
In der Gruppenphase hatten die beiden späteren Finalisten aus Aschaffenburg/Miltenberg und Bad Kissingen dem Titelverteidiger die Grenzen aufgezeigt und waren verdient weitergezogen. Im Halbfinale hatten die West-Unterfranken mit der SRG Kitzingen/Ochsenfurt mehr Mühe als erwartet. Erst drei Sekunden vor dem Ende gelang der Siegtreffer. Die Kissinger machten mit der SRG Haßberge hingegen kurzen Prozess.
Im Finale legten die Rhöner dann auch vor, brachten den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Im Sechsmeterschießen versagten der von Ludwig Weisenseel gecoachten Truppe dann aber die Nerven. Aber auch mit Platz Zwei war der Beisitzer der Gruppe hochzufrieden: „Ich war sehr angetan von der Leistung meiner Mannschaft. Die Endspielteilnahme hat uns positiv überrascht. Wir sind nur zu sechst angereist. Florian Mangold kam dann noch nach.“ Mit den starken Auftritten des Finalgegners, der Kahler und auch der SRG Kitzingen/Ochsenfurt hatte der langjährige Betreuer nicht gerechnet.
Kitzingen/Ochsenfurt überrascht
Die Kicker aus Kitzingen und Ochsenfurt waren bei der letzten Auflage Letzter geworden und legten eine starke Gruppenphase hin. Nur das Spiel gegen den späteren Neunten aus Gerolzhofen verloren sie. „Wir sind ohne Erwartungen in das Turnier. Wir waren konkurrenzfähig. Dass wir aber als Zweiter ins Halbfinale kommen, hätte ich nicht erwartet“, zeigte sich Gruppen-Lehrwart Vitali Klein stolz. Die beiden abschließenden Duelle verloren die Seinen dann aber knapp. Dennoch: Platz Vier war für den Bezirksliga-Referee aller Ehren wert.
Allerdings verließ der Unparteiische die Waigolshäuser Halle auch mit unerwartet negativen Eindrücken. Denn auch unter den Schiedsrichtern kam es nach strittigen Situationen zu einigen hitzigen Diskussionen. „Ich hätte in manchen Momenten ein respektvolleres Miteinander erwartet. Schließlich erwarten wir auch von den Spielern auf dem Feld einen guten Umgang“, monierte der 39-Jährige.
Freude über gelungene Veranstaltung
Die weiteren Platzierungsspiele gewannen die SRG Würzburg und die SRG Gerolzhofen. Die Referees aus der Domstadt zeigten sich zum Abschluss des Turniers nochmals torhungrig und gewannen mit 5:2. Dahinter holte sich Geo gegen die Gastgeber Platz Neun nach einer aufregenden Schlussphase, in der erst Lukas Zehe das einzige Schweinfurter Turniertor bejubelte und dann Michael Dotzel Sekunden vor Schluss den 2:1-Sieg besorgte.
Unter dem Strich war es also wieder eine sehr gelungene Veranstaltung. „Die Schweinfurter haben das Turnier sehr gut organisiert“, befand Ludwig Weisenseel. Luca Schmitt, Schiedsrichter in der SRG Main-Spessart, äußerte im Sofagespräch am Montagabend, dass es schön gewesen sei, mit Schiedsrichtern anderer Gruppen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Daher freue er sich schon auf das kommende Jahr.