Bei der gemeinsamen BFV- und DFB-Aktion "Danke Schiri" werden Unparteiische ausgezeichnet, die nicht nur durch ihre Leistung auf dem Platz überzeugen, sondern auch darüber hinaus Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Am 8. Februar würdigte der unterfränkische Bezirks-Schiedsrichterausschuss (BSA) im Sportheim des FC Lindach wieder herausragende Schiri-Persönlichkeiten aus den Fußballkreisen. In den Kategorien „Ü50“, „U50“ und „weiblich“ wurden zudem Bezirkssiegerinnen und -sieger ermittelt, die Unterfranken bei der „Danke Schiri“-Verbandsehrung vertreten werden.
Begrüßung
Bezirks-Schiedsrichterobmann (BSO) Michael Walter freute sich im Lindacher Sportheim über die Anwesenheit des 2. Bürgermeisters der Gemeinde Kolitzheim, Gerd Endres, und bedankte sich beim FC Lindach - vertreten durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Hellert - für die erneute Bereitstellung der Räumlichkeiten und die stets wunderbare Gastfreundschaft.
Sein Gruß galt des Weiteren dem Bezirks-Vorsitzenden und BFV-Vizepräsidenten Jürgen Pfau, den Ehrenmitgliedern des Bezirks-Schiedsrichterausschusses (BSA), Norbert Kröckel (Ehren-BSO) und Erich Braun (Ehren-BSA-Beisitzer), den weiteren Mitgliedern des BSA und den Obleuten der unterfränkischen Schiedsrichtergruppen. Ein besonders herzliches Willkommen sprach Walter den für die "Danke Schiri"-Auszeichnung nominierten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern aus.
Grußworte
Es folgten Grußworte von Gerd Endres, Wolfgang Hellert, Jürgen Pfau und Norbert Kröckel. Endres stellte als 2. Bürgermeister seine Gemeinde vor und brachte seinen besonderen Respekt für das Ehrenamt allgemein und die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im Speziellen zum Ausdruck. Seine Anerkennung zeigt er auch Jahr für Jahr als treuer Begleiter der Aktion "Danke Schiri". Hellert sprach in seinem kurzen Vereinsportrait von aktuell 260 Mitgliedern, die sich in verschiedenen Sparten sportlich betätigen. Er berichtete von Spielgemeinschaften im Nachwuchs-, als auch im Herrenbereich.
Pfau bezeichnete "Danke Schiri" als wunderbare Aktion, um großes Engagement der Referees zu würdigen. Die Preisträgerinnen und Preisträger würdigte er als echte Vorbilder. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass man es gemeinsam schaffe, die zuletzt so positive Entwicklung im Schiedsrichterbereich mit steigenden Schiedsrichter/innen-Zahlen weiter fortzusetzen. Das letzte kurzweilige Grußwort war dann dem Ehren-BSO Norbert Kröckel vorbehalten. "Danke Schiri" war für ihn seit jeher eine Herzensangelegenheit gewesen und ist es bis heute geblieben. "Ihr erweitert den honorigen Kreis an tollen Nominierten", rief Kröckel den Preisträger/innen zu. Die Meldung sei schon etwas ganz besonderes, eine mögliche Auswahl als Bezirkssieger/in "das Sahnehäubchen". Er brachte seine Vorfreude auf tolle Laudationen zum Ausdruck und sagte den zu Ehrenden: "Es ist Eure ganz persönliche Auszeichnung. Gleichzeitig steht Ihr auch stellvertretend für alle Unparteiische."
Vorstellung der Aktion
Anschließend stellte BSO Michael Walter die Aktion „Danke Schiri“ kurz vor: In den Kategorien „Schiedsrichterin“, „Schiedsrichter Ü50“ und „Schiedsrichter U50“ werden Referees ausgezeichnet. Dabei meldet jeder Fußballkreis seine entsprechenden Kreissiegerinnen und Kreissieger, aus denen wiederum unterfränkische Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt werden. Diese wiederum werden dann auf bayerischer Ebene sowie mit etwas Glück auch beim DFB geehrt. Unterfränkische Vertreter bei der Veranstaltung auf DFB-Ebene waren bisher Christian Elsässer (Kr. Aschaffenburg/U50), Mehmet Arslan (Kr. Würzburg/U50), Horst Knorpp (†/Kr. Schweinfurt/Ü50), Adam Reusch (Kr. Rhön/Ü50), Herbert Söllner (Kr. Schweinfurt/Ü50) sowie jüngst Ludwig Bauer (Kr. Würzburg/Ü50).
Anschließend ging es für die Kreis-Schiedsrichterobmänner (KSO) Nicolai Fleckenstein (Aschaffenburg), Heinrich Keller (Schweinfurt), Harald Schreiber (Rhön) sowie den stellvertretenden KSO Würzburg, Wolfgang Hartmann, ans Rednerpult. Sie hatten für ihre Kreissiegerinnen und Kreissieger Laudationen vorbereitet, um das besondere Engagement vorzustellen. Die genannten Einsätze, Stationen, Tätigkeiten und ‚Lebenswerke‘ der Nominierten waren ähnlich wie in den Vorjahren für die Zuhörerinnen und Zuhörer rundum beeindruckend.
Dies sind die unterfränkischen „Danke Schiri“-Kreissieger/innen 2025/26:
Auswahl Bezirkssiegerinnen und Bezirkssieger
Der BSA hatte die schwierige Aufgabe, aus diesen hochkarätigen Nominierten die unterfränkische Preisträgerin und die unterfränkischen Preisträger zu ermitteln. Man entschied sich für Janine Schoch (Kategorie Schiedsrichterin), Thomas Habermann (Schiedsrichter U50) und Helmut Wittiger (Schiedsrichter Ü50). Herzlichen Glückwünsch!
BSO Michael Walter wird dieses Trio an den Verbands-Schiedsrichterausschuss für die Verbands-Ehrung am 22. Februar in München melden. Der BSA wünscht für dieses Event viel Freude und drückt die Daumen, dass sich ein oder eine unterfränkische/r Vertreter/in als bayerische/r Sieger/in für die DFB-Auszeichnung qualifiziert.
Janine Schoch (Kreis Rhön, Kategorie Schiedsrichterin, Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen)
Seit einem Jahrzehnt ist Janine Schoch ausgebildete Schiedsrichterin und setzt damit auch eine besondere Familientradition fort. Über drei Generationen steht der Name Schoch für große Leidenschaft für das Schiedsrichterhobby und für bemerkenswerten Einsatz für die Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen. Janine kommt inzwischen auf knapp 200 Spielleitungen - sie pfeift aktuell bis zur Kreisklasse - und war bei 69 Partien als zuverlässige Assistentin im Gespann dabei. Sie unterstützt Nachwuchs-Referees als engagierte Patin und Betreuerin und wirbt als langjährige aktive Frauenfußballerin auch im Vereinsumfeld für Neulingskurse und für Akzeptanz gegenüber Unparteiischen. Von ihrem großen Interesse für Athletik und Fitness profitiert nicht nur ihre Mannschaft, sondern sie brachte auch schon wertvolle Impulse bei der Schiedsrichter/innen-Fördergruppe ein. Seit kurzer Zeit - nach einstimmiger Wahl beim Kreistag in Wollbach - ist sie auch BFV-Funktionärin und tritt als Rhöner Kreis-Beauftragte für Frauen- und Mädchenfußball in die großen Fußstapfen von Ruth Müller. Janine Schoch wird hierbei mehrere Spielklassen im Frauen- und Juniorinnenbereich verantwortlich betreuen und Kampagnen für den weiblichen Fußball vor Ort mit Leben füllen. Weiterhin zu erwähnen ist Janine Schochs aktive Tätigkeit im Rettungsdienst. Liebe Janine, danke für Dein Engagement bis dahin und danke, dass wir in Zukunft als Schiedsrichterin und darüber hinaus auf Dich zählen können. "Danke Schiri" - danke, Janine!
Christoph Föller (Kreis Rhön, Kategorie Schiedsrichter Ü50, Schiedsrichtergruppe Bad Kissingen)
Christoph Föller aus Burglauer wurde 2013 im Alter von 45 Jahren Schiedsrichter. Nach nur wenigen Monaten in der Gruppe übernahm er auch im erweiterten Ausschuss Verantwortung, was Christoph Föllers anpackenden Charakter unterstreicht. Seither ist er sich für keinen operativen Job zu schade, pflegt z.B. Bestandsdaten, erledigt Materialbestellungen und Besorgungen sowie Fahrdienste. Mit seiner sozialen Ader und seinem Fingerspitzengefühl besucht er auch erkrankte Kameraden und steht bei Trauerfällen zur Seite. Der heute 58-Jährige ist Vertrauensschiedsrichter der Gruppe. Meinungsverschiedenheiten und Probleme löst er fair, empathisch und vertrauensvoll auf. Auch bei kleineren Baustellen, wenn ein Schiedsrichtereinsatz misslingt, steht der heute 58-Jährige als "telefonischer Seelsorger" bereit. Er verbindet Jung und Alt in der Gruppe und ist als Pate und bei Schiedsrichterfördermaßnahmen eine feste Größe. Lieber Christoph, Du bist Brückenbauer und hältst stets das Gemeinsame hoch, wofür wir Dir Dank und Anerkennung aussprechen. "Danke Schiri" - danke, Christoph Föller!
Text/Fotos: BSA Unterfranken