Ostern steht vor der Tür. Noch vor Karfreitag geht in der Bayernliga Süd aber zunächst der komplette 27. Spieltag über die Bühne. Eröffnet wird die Runde bereits am Mittwoch ab 18 Uhr. Dann empfängt Schlusslicht Türkgücü München den formstarken SV Heimstetten zum Nachbarschaftsduell.
Der Großteil des Spieltages wird dann mit sieben Begegnungen am Gründonnerstag ausgetragen, ehe es dann schon am Ostermontag mit dem 28. Spieltag weitergeht. Bereits ab 17.30 Uhr stehen sich der FC Pipinsried und der formstarke FC 1920 Gundelfingen im Duell zweier Tabellennachbarn gegenüber.
Vier Partien werden gleichzeitig um 19 Uhr angepfiffen. Ligaprimus TSV 1860 München U21 ist bei Türkspor Augsburg zu Gast. Der direkte Verfolger TSV 1882 Landsberg ist beim TSV 1874 Kottern ebenfalls auswärts gefordert. Mit einem Dreier gegen den FC Sportfreunde Schwaig will sich der SV Schalding-Heining von der Gefahrenzone entfernen. Außerdem fordert der viertplatzierte FC Deisenhofen den TuS Geretsried heraus.
Ab 19 Uhr kämpft der Tabellendritte SV Kirchanschöring im Heimspiel den FC Sturm Hauzenberg um den Anschluss an die Spitze. Abgeschlossen wird die Runde ab 19.30 Uhr mit der Begegnung zwischen dem SV Erlbach und dem FC Ismaning. Der TSV 1861 Nördlingen hat in dieser Runde spielfrei.
Schlusslicht Türkgücü München stehen wohl vorentscheidende Ostertage bevor. Zur Eröffnung des 27. Spieltages empfangen die Münchner den benachbarten SV Heimstetten. Nur wenige Tage später geht es dann am Ostermontag zum FC 1920 Gundelfingen. Dabei steht Türkgücü unter Druck, wenn der drohende Abstieg noch verhindert werden soll. Selbst der direkte Tabellennachbar Türkspor Augsburg ist bereits sechs Zähler entfernt. Um zumindest noch einen Relegationsplatz zu erreichen, müsste der frühere Drittligist sogar acht Punkte aufholen. In den bisherigen fünf Ligapartien nach der Winterpause gingen die Münchner jeweils leer aus. Wesentlich besser läuft es dagegen für die Gäste aus Heimstetten. Seit sechs Partien hat der von Sarah Romert trainierte SVH nicht mehr verloren und ist nur noch einen Punkt von Platz drei entfernt. Zuletzt gab es ein torloses Remis gegen den FC Pipinsried. "Wir sind total fein mit der Leistung, die unsere sehr junge Mannschaft gezeigt hat", bilanzierte die 30-Jährige nach dem Duell der beiden ehemaligen Regionalligisten. Aus dem Hinspiel gegen Türkgücü ging der SVH als deutlicher Sieger hervor (4:1).
"Ein Punkt ist für uns zu wenig", ärgerte sich Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried, nach dem torlosen Remis bei seinem früheren Verein SV Heimstetten. Nun soll es im Heimspiel gegen den FC 1920 Gundelfingen wieder zu einem Dreier reichen. Im Rennen um die Spitzenplätze ist der FCP zuletzt ins Hintertreffen geraten. Weil Pipinsried aber weniger Spiele als fast alle Konkurrenten absolviert hat, besteht nach wie vor Hoffnung, den Anschluss noch herstellen zu können. Die Gäste aus Gundelfingen müssen personell umbauen. Sowohl Yannick Maurer als auch Niklas Fink hatten sich in der Begegnung mit dem SV Schalding-Heining (1:0) jeweils die Rote Karte eingehandelt und müssen nun eine Zwangspause einlegen. Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison bezwang der FC Pipinsried den FCG knapp 1:0.
Der TSV 1882 Landsberg will seine Serie ohne Niederlage auch im Gastspiel beim TSV 1874 Kottern fortsetzen. Seit mittlerweile elf Begegnungen hat der Tabellenzweite nicht mehr verloren (vier Unentschieden, sieben Siege), holte zuletzt beim 2:2 im Top-Spiel gegen den SV Kirchanschöring auch einen 0:2-Rückstand auf. Nun steht im Allgäu das erste Auswärtsspiel seit Anfang März (2:2 bei Türkspor Augsburg) auf dem Programm. Für Kottern läuft es weiterhin gar nicht gut. Aus den zurückliegenden vier Begegnungen holte der TSV lediglich einen Zähler, erzielte dabei auch nur einen Treffer und ist schon zehn Punkte vom rettenden 13. Rang entfernt. In der Hinrunde hatte Landsberg gegen Kottern 3:1 gewonnen.
Durch zwei Niederlagen am Stück verpasste der SV Schalding-Heining die Chance, sich noch weiter von der Gefahrenzone der Liga abzusetzen. Um das Polster von aktuell elf Zählern möglichst anwachsen zu lassen, wollen die Passauer im Heimspiel gegen den Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig in die Erfolgsspur zurückkehren. Dass es allerdings schwierig werden könnte, weiß der SVS nicht erst seit dem Hinrundenduell. In der ersten Partie in dieser Saison behielten die Sportfreunde vor eigenem Publikum 4:2 die Oberhand. Zuletzt lief es für Schwaig allerdings nicht so gut. Seit inzwischen drei Spieltagen (zwei Remis, eine Niederlage) haben die Sportfreunde nicht mehr gewonnen.
Es war ein herber Schlag am zurückliegenden Wochenende, als der FC Deisenhofen nach dem Gastspiel beim Ligaprimus TSV 1860 München U21 mit einer deutlichen 0:5-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten musste. Nun will der FCD vor heimischer Kulisse gegen den TuS Geretsried Wiedergutmachung betreiben. Für die Gäste zeigt die Formkurve derzeit nach oben. Aus den letzten beiden Spielen holte Geretsried vier von sechs möglichen Punkten. Im Kampf um den Klassenverbleib vergrößerte der Aufsteiger damit den Abstand zur Gefahrenzone auf zehn Punkte. Mit einem weiteren Dreier in Deisenhofen würde Geretsried einer weiteren Spielzeit in der 5. Liga noch näher kommen. Im Herbst hatte sich der FCD auswärts 2:1 durchgesetzt.
"Die erste Halbzeit war überragend von der Energie mit und gegen den Ball. Die Jungs haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", schwärmte Alper Kayabunar, Trainer der U21 des TSV 1860 München, nach dem deutlichen 5:0-Heimsieg im Spitzenspiel gegen den Verfolger FC Deisenhofen. "Das Einzige, was man ein bisschen bemängeln kann, war die Chancenverwertung. Das hätten wir besser machen können. Wir waren sehr oft im Sechzehner drin." Mit breiter Brust treten die "Junglöwen" nun weiterhin als Tabellenführer zum Gastspiel beim abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten Türkspor Augsburg an. Für die Gastgeber ist das "rettende Ufer" mit 15 Punkten Abstand zwar schon weit entfernt. Bis zu einem Relegationsrang sind es aber nur zwei Zähler. Das Hinrundenduell entschieden die Münchner 3:1 für sich.
Der SV Kirchanschöring befindet sich im Rennen um die möglichen Aufstiegsplätze in einer guten Position. Diese Ausgangslage will der SVK auch im Heimspiel gegen den FC Sturm Hauzenberg festigen oder möglichst sogar ausbauen. Zwar belegt der SVK aktuell "nur" den dritten Tabellenplatz und hat neun Zähler Rückstand auf den zweitplatzierten TSV 1882 Landsberg. Allerdings ist es gut möglich, dass der Spitzenreiter TSV 1860 München U21 den Aufstieg auch bei einem Gewinn der Meisterschaft nicht antreten dürfte. Das wäre dann der Fall, wenn die Profis der "Löwen" in der 3. Liga verbleiben (aktuell Platz sieben). Das würde bedeuten, dass schon der dritte Platz in der Bayernliga Süd zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt. Für die Gäste geht es darum, den direkten Wiederabstieg in die Landesliga zu vermeiden und sich zumindest die Teilnahme an der Relegation zu sichern. Der 1:0-Heimerfolg in der Hinrunde gegen den SVK war für den FC Sturm der erste von bislang fünf Siegen in der laufenden Spielzeit.
Der SV Erlbach empfängt zum Abschluss des 27. Spieltages den FC Ismaning. Besonders vor heimischer Kulisse läuft es für den SVE derzeit mehr als rund. Zuletzt gab es vier Heimsiege in Serie. Den Positivlauf will Erlbach nun auch gegen den FCI fortsetzen. Wie man allerdings gegen Erlbach bestehen kann, wissen die Gäste bereits vom ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Das Hinrundenduell endete 3:1 für Ismaning. Nach einem zwischenzeitlichen Aufwärtstrend mit vier Spielen ohne Niederlage zu Beginn des Jahres (zehn Punkte) kam für den FCI in den letzten beiden Begegnungen nur noch ein Zähler hinzu. Das Polster auf die Gefahrenzone ist mit elf Punkten aber nach wie vor recht komfortabel.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
24 | 16 | 4 | 4 | 52:19 | 33 | 52 |
| 2. |
|
24 | 14 | 8 | 2 | 62:35 | 27 | 50 |
| 3. |
|
23 | 11 | 8 | 4 | 50:23 | 27 | 41 |
| 4. |
|
24 | 12 | 5 | 7 | 37:38 | -1 | 41 |
| 5. |
|
23 | 12 | 5 | 6 | 33:22 | 11 | 41 |
| 6. |
|
25 | 11 | 7 | 7 | 49:34 | 15 | 40 |
| 7. |
|
23 | 10 | 8 | 5 | 48:41 | 7 | 38 |
| 8. |
|
22 | 10 | 6 | 6 | 36:25 | 11 | 36 |
| 9. |
|
22 | 9 | 6 | 7 | 35:27 | 8 | 33 |
| 10. |
|
25 | 8 | 7 | 10 | 33:39 | -6 | 31 |
| 11. |
|
24 | 7 | 9 | 8 | 37:41 | -4 | 30 |
| 12. |
|
23 | 8 | 6 | 9 | 34:35 | -1 | 30 |
| 13. |
|
24 | 8 | 5 | 11 | 30:38 | -8 | 29 |
| 14. |
|
22 | 5 | 4 | 13 | 22:41 | -19 | 19 |
| 15. |
|
22 | 5 | 1 | 16 | 18:43 | -25 | 16 |
| 16. |
|
24 | 3 | 5 | 16 | 21:51 | -30 | 14 |
| 17. |
|
24 | 2 | 2 | 20 | 14:59 | -45 | 8 |