In der Bayernliga Süd wurde an diesem Wochenende der 30. Spieltag durchgeführt. Los ging es mit drei Begegnungen am Freitagabend. Dabei legte der FC Pipinsried vor heimischer Kulisse beim 4:1 gegen den abstiegsbedrohten TSV 1874 Kottern seinen zweiten Sieg in diesem Jahr nach. Im Top-Spiel fuhr Ligaprimus TSV 1860 München U21 einen 5:0-Heimsieg gegen den SV Kirchanschöring ein und bleibt damit klar auf Kurs in Richtung Meisterschaft. Der FC Sportfreunde Schwaig und der FC Deisenhofen trennten sich torlos 0:0.
Der Großteil der Runde fand dann wie gewohnt am Samstag statt. Schlusslicht Türkgücü München holte beim SV Schalding-Heining immerhin einen Punkt. Das Spiel endete 2:2. Damit ist der direkte Abstieg zumindest vorerst abgewendet. Parallel dazu setzte sich der SV Heimstetten gegen den SV Erlbach 3:2 durch und der FC Ismaning unterlag dem Tabellenzweiten TSV 1882 Landsberg 0:3.
Der FC 1920 Gundelfingen gewann gegen den Tabellenvorletzten Türkspor Augsburg souverän 3:0 und kletterte auf Rang fünf. Der FC Sturm Hauzenberg und der TSV 1861 Nördlingen trennten sich 1:1. Der TuS Geretsried hatte an diesem Wochenende spielfrei.
Eine Woche nach dem ersten Dreier in diesem Jahr (3:0 gegen den SV Schalding-Heining) legte der FC Pipinsried sofort den nächsten Sieg nach. Gegen den TSV 1874 Kottern behielt das Team von Trainer Roman Langer 4:1 (2:1) die Oberhand. Dabei waren die Gäste aus dem Allgäu zunächst durch einen Treffer von Tim Buchmann (10.) in Führung gegangen. Nahezu postwendend drehte der FCP jedoch durch Florian Gebert (12.) und Fabian Benko (15., Foulelfmeter) die Partie. In der zweiten Halbzeit machten die beiden eingewechselten Jaroud Kanze (74.) und Benedikt Wiegert (81.) alles klar. Den Schlusspunkt setzte Pipinsried sogar in Unterzahl, nachdem Torschütze Florian Gebert die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (75.). Der TSV 1874 Kottern ging erstmals nach fünf Partien (zwei Siege, drei Remis) wieder leer aus und konnte keinen Boden auf das "rettende Ufer" gutmachen.
Mit dem 5:0 (3:0) im Spitzenspiel gegen den SV Kirchanschöring festigte die U21 des TSV 1860 München die Tabellenführung und hat weiterhin beste Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Beim sechsten Sieg in Serie waren Cristian Leone (16.), der seinen 14. Saisontreffer erziete, sowie Benedikt Hoppe (31.) und Arin Garza (42,) schon vor der Pause für die "Junglöwen" erfolgreich. In der zweiten Halbzeit schraubten erneut Arin Garza (56.) und Lucas Grancay (88.) das Ergebnis in die Höhe. Der Aufstieg wird dem Team von 1860-Trainer Alper Kayabunar aber wohl dennoch verwehrt bleiben, weil die Drittliga-Profis kaum noch eine Chance auf den Sprung in die 2. Bundesliga haben. Die Gäste aus Kirchanschöring gingen erstmals nach sechs Begegnungen (drei Siege, drei Unentschieden) wieder leer aus und mussten im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation einen Rückschlag einstecken.
Aufsteiger FC Sportfreunde Schwaig blieb mit dem torlosen Unentschieden gegen den FC Deisenhofen bereits zum fünften Mal in Folge ohne Niederlage (zwei Siege, drei Remis) und kann bei elf Punkten Vorsprung vor der Gefahrenzone der Liga fast schon sicher für eine weitere Spielzeit in der Bayernliga planen. Daran änderte auch die Rote Karte für Schwaigs Innenverteidiger Johannes Empl (64.) nichts. Kurios: Für den FC Deisenhofen war es nicht nur das vierte Unentschieden nacheinander, sondern auch die dritte "Nullnummer" in Folge. Seit fünf Begegnungen warten die Gäste auf ihren 13. Saisonsieg.
Der zweite Abstieg in Folge von Türkgücü München ist vorerst vertagt. Die Münchner erkämpften beim SV Schalding-Heining ein 2:2 (1:1)-Unentschieden und haben mit nun neun Punkten auf dem Konto – zumindest theoretisch – noch die Möglichkeit, auf einen Relegationsplatz zu klettern. Dabei hatten die Hausherren den besseren Start erwischt und gingen durch den Treffer von Fabian Schnabel (14.) zwischenzeitlich in Führung. Die Freude währte aber nicht lange, weil Matija Radonjic (31.) noch im ersten Durchgang ausgleichen konnte. Kurz darauf verpasste es Schaldings Torschütze Fabian Schnabel, einen fälligen Foulelfmeter im gegnerischen Kasten unterzubringen (41.). Nach der Pause wendeten die Münchner durch den Treffer von Philipp Denic (70.) komplett das Blatt. Allerdings handelte sich kurz vor Schluss Türkgücü-Spieler Denis Pobric die Gelb-Rote Karte ein (87.), so dass die Gäste die letzten Minuten mit einem Spieler weniger auf dem Feld zu Ende bringen mussten. In Überzahl gelang Markus Gallmeier (88.) in der Schlussphase noch der Ausgleich für den SVS. In der Tabelle rangieren die Passauer weiterhin knapp über der Gefahrenzone. Der Vorsprung auf einen Relegationsplatz beträgt noch sechs Zähler. Die Münchner dagegen benötigen im Endspurt schon ein Fußball-Wunder, um den Klassenverbleib doch noch zu realisieren.
Der TSV 1882 Landsberg hat den direkten Aufstieg fest vor den Augen. Im Gastspiel beim FC Ismaning setzte sich der Tabellenzweite 3:0 (1:0) durch. Da die Profis des TSV 1860 München mit ziemlicher Sicherheit auch in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga vertreten sein werden, würde den Landsbergern der zweite Platz hinter der U21 der "Löwen" genügen, um den direkten Aufstieg in die Regionalliga Bayern anzutreten. Der Vorsprung vor dem Tabellendritten SV Heimstetten beträgt schon acht Punkte. Der SVH hat aber nur noch drei Spiele offen. Für die Tore der Gäste, die bereits das Hinspiel gegen den FCI 7:1 für sich entscheiden konnten, waren Jeton Abazi (29.), Maximilian Berwein (58., Foulelfmeter) und Luis Schäffler (67.) verantwortlich. Der FCI ist mit 33 Zählern auf der Habenseite im Kampf um den Klassenverbleib noch nicht gesichert.
In einer torreichen Begegnung behielt der SV Heimstetten im Heimspiel gegen den SV Erlbach letztlich 3:2 (1:0) die Oberhand. Dank der Tore von Robin Penski (30.) und Dominique Girtler (55./65.) sicherte sich der SVH den 14. Dreier in der laufenden Spielzeit und ist inzwischen schon seit zehn Partien ungeschlagen. Auf Seiten der Gäste konnten Levin Ramstetter (57.) und Leonhard Thiel (88.) für ihre Mannschaft jeweils nur noch verkürzen. Die Niederlage konnte der SVE, der wegen der Roten Karte von Christopher Obermeier (36.) bereits seit der ersten Halbzeit in Unterzahl spielte, nicht mehr abwenden. Dadurch ist auch die Hoffnung auf einen möglichen Aufstiegsplatz gesunken.
Der FC 1920 Gundelfingen fuhr im Spiel gegen Türkspor Augsburg einen deutlichen Sieg ein. Am Ende stand ein 3:0 (1:0)-Heimerfolg auf der Anzeigetafel. Bereits während der Anfangsphase hatte David Spizert (14.) die Weichen für die Hausherren auf Sieg gestellt. Nach der Pause schraubten dann Samuel Seibold (52.) und Janik Noller (59.) mit einem schnellen Doppelschlag den Vorsprung weiter in die Höhe. Damit warten die Augsburger nun seit zwölf Begegnungen auf einen Dreier. In diesem Zeitraum gab es lediglich zwei Zähler zu bejubeln. Ein Relegationsplatz ist bei fünf Punkten Rückstand aber noch im Bereich des Möglichen.
Im Kampf um den Klassenverbleib hat es der FC Sturm Hauzenberg verpasst, sich deutlicher von den direkten Abstiegsplätzen zu entfernen. Im Duell mit dem TSV 1861 Nördlingen kam der FC Sturm zu einem 1:1 (1:0). Auch der Führungstreffer durch Simon Gruber (33., Foulelfmeter) reichte den Gastgebern nicht aus, um den sechsten Saisonsieg in trockene Tücher zu bringen. Im zweiten Durchgang war nämlich Luca Canales Uhrmann (73.) für Nördlingen zur Stelle und glich aus. Für den TSV war es schon das zehnte Remis in der laufenden Spielzeit. Der FC Sturm Hauzenberg kann den direkten Klassenverbleib bei 14 Punkten Rückstand zum "rettenden Ufer" nur noch in der Theorie erreichen. Das Polster auf einen direkten Abstiegsplatz wurde durch den Punktgewinn immerhin auf fünf Zähler vergrößert.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
31 | 20 | 5 | 6 | 69:25 | 44 | 65 |
| 2. |
|
31 | 18 | 11 | 2 | 78:41 | 37 | 65 |
| 3. |
|
31 | 15 | 10 | 6 | 64:33 | 31 | 55 |
| 4. |
|
31 | 15 | 7 | 9 | 58:35 | 23 | 52 |
| 5. |
|
31 | 15 | 7 | 9 | 49:32 | 17 | 52 |
| 6. |
|
31 | 14 | 8 | 9 | 63:45 | 18 | 50 |
| 7. |
|
31 | 15 | 5 | 11 | 40:35 | 5 | 50 |
| 8. |
|
31 | 13 | 10 | 8 | 44:44 | 0 | 49 |
| 9. |
|
31 | 12 | 9 | 10 | 46:41 | 5 | 45 |
| 10. |
|
31 | 11 | 11 | 9 | 57:54 | 3 | 44 |
| 11. |
|
31 | 11 | 9 | 11 | 49:53 | -4 | 42 |
| 12. |
|
31 | 11 | 8 | 12 | 45:45 | 0 | 41 |
| 13. |
|
32 | 9 | 11 | 12 | 43:50 | -7 | 38 |
| 14. |
|
31 | 8 | 6 | 17 | 37:57 | -20 | 30 |
| 15. |
|
31 | 6 | 4 | 21 | 23:63 | -40 | 22 |
| 16. |
|
31 | 3 | 5 | 23 | 24:81 | -57 | 14 |
| 17. |
|
31 | 3 | 4 | 24 | 19:74 | -55 | 13 |