In der Bayernliga Süd stehen am 31. Spieltag, der an diesem Wochenende über die Bühne geht, wichtige Entscheidungen bevor. Der Fokus richtet sich zum Auftakt vor allem in Richtung Tabellenspitze. Im "Gipfeltreffen" ist der Ligaprimus TSV 1860 München U21 am Freitag ab 19 Uhr beim direkten Verfolger TSV 1882 Landsberg zu Gast. Weil die "Junglöwen" den Aufstieg nicht antreten dürfen und die ärgsten Verfolger keine Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga Bayern eingereicht haben, wäre den Landsbergern bei einem Dreier der direkte Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Ab 19.30 Uhr gastiert der FC 1920 Gundelfingen dann beim SV Erlbach.
Der Hauptteil der Runde findet wie gewohnt am Samstag statt. Dabei werden drei Begegnungen gleichzeitig um 14 Uhr ausgetragen. Der TSV 1874 Kottern will mit einem Sieg gegen den TSV 1861 Nördlingen näher an die sicheren Nichtabstiegsplätze heranrücken. Der SV Schalding-Heining kann sich im Gastspiel beim FC Deisenhofen weiter von der Gefahrenzone entfernen, während der FC Sturm Hauzenberg in einem Kellerduell den FC Ismaning zu Gast hat.
Der FC Pipinsried könnte ab 15 Uhr mit einem Auswärtssieg bei Türkgücü München den Abstieg des Tabellenletzten endgültig besiegeln und die eigene Chance auf den Aufstieg wahren. Auch Türkspor Augsburg benötigt gleichzeitig im Heimspiel gegen den FC Sportfreunde Schwaig dringend Punkte, um den Abstieg vielleicht doch noch abzuwenden. Außerdem tritt der SV Kirchanschöring gegen den TuS Geretsried an. Der SV Heimstetten hat spielfrei.
Es ist so weit. Das mit Spannung erwartete "Gipfeltreffen" in der Bayernliga Süd steht auf dem Programm. Zum Auftakt des 31. Spieltages empfängt der zweitplatzierte TSV 1882 Landsberg, der seit 15 Begegnungen nicht mehr verloren hat, den Ligaprimus TSV 1860 München. Lediglich drei Punkte trennen die beiden Teams voneinander. Um die "Junglöwen" bereits in dieser Runde hinter sich zu lassen und den Gewinn der Meisterschaft in der eigenen Hand zu behalten, benötigen die Hausherren allerdings einen Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied. Das liegt daran, weil der Münchner Nachwuchs das Hinspiel 2:0 für sich entschieden hatte. Die aktuelle Form spricht derzeit aber eher für den Spitzenreiter. Zuletzt gab es für die "Sechz'ger" sechs Siege in Folge. Aus den letzten neun Begegnungen holten die Münchner 25 von 27 möglichen Punkten. Außerdem haben sie seit vier Spielen kein Tor mehr kassiert. In diesem Zeitraum gab es ein Torverhältnis von 18:0. Aufsteigen darf der 1860-Nachwuchs allerdings nicht. Der Grund ist, dass die Profis mit ziemlicher Sicherheit auch in der nächsten Saison in der 3. Liga vertreten sein werden. Das bedeutet, dass dem TSV 1882 Landsberg schon der zweite Platz für den direkten Aufstieg genügen würde. Bei einem Dreier könnte der TSV auch rechnerisch nicht mehr von einem Konkurrenten mit Aufstiegsambitionen überholt werden.
In einem Verfolgerduell stehen sich der SV Erlbach und der FC 1920 Gundelfingen gegenüber. Während der FCG unter der Woche im Nachholspiel gegen den SV Kirchanschöring (1:0) einen Dreier bejubeln durfte und in der Tabelle am Gegner vorbeizog, ging der SVE beim TSV 1874 Kottern (0:2) leer aus und kassierte einen weiteren Dämpfer. "Das war ein absolut tolles Spiel, hochklassig von beiden Seiten", geriet Gundelfingens Trainer Thomas Rudolph nach dem Sieg gegen Kirchanschöring ins Schwärmen. Für die Hausherren ist die Partie nach zuletzt drei Niederlagen am Stück vielleicht schon die letzte Chance, um doch noch in das Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz einzugreifen. Vier Punkte trennen Erlbach vom SV Kirchanschöring, der nach aktuellem Stand für die Teilnahme an der Relegation qualifiziert wäre. Beim Hinspiel in Gundelfingen waren keine Tore gefallen.
Für den FC Sturm Hauzenberg sieht derzeit alles nach einer Teilnahme an der Relegation aus. Der sichere Klassenverbleib ist für den Liganeuling nicht mehr möglich. Auf einen direkten Abstiegsrang könnte der FC Sturm aber noch rutschen. Vier Spiele vor Schluss beträgt das Polster fünf Zähler. Ausruhen sollten sich die Hauzenberg, die unter der Woche beim FC Pipinsried deutlich 0:5 unterlagen, darauf aber nicht. Für Ismaning geht es vor allem darum, die drei Punkte Vorsprung vor der Gefahrenzone der Liga im Saisonendspurt über die Ziellinie zu bringen. Das erste Aufeinandertreffen mit dem FC Sturm Hauzenberg gewann der FCI 3:2.
Schafft es der TSV 1874 Kottern doch noch, den Klassenverbleib auf dem direkten Weg zu sichern? Mit einem Erfolg gegen den SV Erlbach (2:0) unter der Woche hielt der TSV die Hoffnungen am Leben. Der Rückstand auf den Tabellennachbarn FC Ismaning auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz beträgt nur noch drei Zähler. Am vorletzten Spieltag kommt es zum vielleicht entscheidenden Kräftemessen zwischen Kottern und Ismaning. Das Hinspiel hatte der TSV gegen den direkten Konkurrenten 3:1 für sich entschieden. Für die Gäste aus Nördlingen wird im Kampf um den Klassenverbleib mit 41 Punkten auf dem Konto wohl nichts mehr anbrennen. Dennoch zeigte sich TSV-Trainer Daniel Kerscher zuletzt nicht vollends zufrieden. "Wir waren, wie schon in Landsberg, im letzten Drittel zu ungenau und hatten dort zu viele Ballverluste", erklärte er nach dem jüngsten 1:1-Unentschieden gegen den FC Sturm Hauzenberg. "Wir hätten in der ersten Halbzeit ein zweites Tor nachlegen müssen", so Kerscher weiter. "Die zweite Halbzeit war zu unsauber. Bei Hauzenberg merkte man, dass sie ums Überleben kämpften. Sie haben immer wieder schnell umgeschaltet." In der Hinrunde setzte sich Nördlingen 2:1 gegen Kottern durch.
Drei Spiele, drei Unentschieden: Der als Aufstiegskandidat ambitioniert gestartete SV Schalding-Schalding kommt weiterhin nicht vom Fleck. Nach insgesamt acht Spielen ohne Sieg droht dem SVS nach wie vor sogar der Abstieg in die Landesliga. Lediglich vier Punkte sind die Passauer von einem möglichen Abstiegsrang entfernt. Außerdem hat der SV Schalding-Heining ausgerechnet am letzten Spieltag spielfrei und müsste im schlimmsten Fall aus der Ferne mitverfolgen, ob es für den Klassenverbleib ausreicht. Damit es nicht soweit kommt, will der SVS schon im Spiel beim FC Deisenhofen möglichst einen Dreier einfahren. Für die Hausherren ist die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation rechnerisch zwar noch möglich. Allerdings hatte der FCD - im Gegensatz zum abstiegsbedrohten SV Schalding-Heining - seine Bewerbungsunterlagen für die Regionalliga gar nicht erst eingereicht. Das erste Duell in dieser Spielzeit ging 2:0 für den SV Schalding-Heining aus.
Zum ersten Mal in dieser Saison stehen sich Türkgücü München und der FC Pipinsried in einem Pflichtspiel auf dem Rasen gegenüber. Das erste Duell wurde am "grünen Tisch" 2:0 für Pipinsried gewertet, nachdem die Münchner zwischenzeitlich wegen finanzieller Verfehlungen aus dem Spielbetrieb genommen worden waren. Ob der deutliche 5:0-Erfolg unter der Woche gegen den FC Sturm Hauzenberg für den FC Pipinsried die Chance auf einen möglichen Wiederaufstieg in die Regionalliga Bayern erhalten hat, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Bei noch fünf ausstehenden Begegnungen ist der FCP noch nicht aus dem Rennen, darf sich aber wohl keinen Punktverlust mehr erlauben. Klar ist: Sollte Pipinsried in München den vierten Dreier nacheinander feiern, dann wäre der erneute Abstieg für Türkgücü München endgültig besiegelt.
Zwei Punkte aus den letzten zwölf Spielen: Bei Türkspor Augsburg sieht es derzeit nicht danach aus, dass der Abstieg in die Landesliga noch zu vermeiden ist. Um die kleine Hoffnung am Leben zu halten, benötigen die Schwaben im Heimspiel gegen den FC Sportfreunde Schwaig einen Dreier. Gute Erinnerungen haben jedoch die Sportfreunde an das erste Duell gegen Türkspor. Vor heimischer Kulisse gelang ein deutlicher 3:0-Erfolg. Johannes Empl hatte sich am vergangenen Wochenende (0:0 gegen den FC Deisenhofen) die Rote Karte eingehandelt und steht den seit fünf Runden unbesiegten Schwaigern nun nicht zur Verfügung.
Im Aufstiegsrennen in der Bayernliga Süd konnte der SV Kirchanschöring, der an diesem Wochenende den TuS Geretsried empfängt, zuletzt keinen Boden gutmachen. Auch nach zwei Niederlagen in Folge belegt der SVK aber immer noch einen Platz, der nach aktuellem Stand zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation reichen würde. Erst am Dienstag verlor der SV Kirchanschöring sein Nachholspiel beim FC Gundelfingen 0:1. Der TuS Geretsried hatte dagegen am vergangenen Wochenende spielfrei und reist mit vollem Tank nach Kirchanschöring. Geretsried hat seit sechs Partien nicht mehr verloren und könnte den Klassenverbleib mit einem Sieg perfekt machen. In einer torreichen Begegnung in der Hinrunde behielt der SVK letztlich 4:2 die Oberhand.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
27 | 19 | 4 | 4 | 65:19 | 46 | 61 |
| 2. |
|
28 | 16 | 10 | 2 | 70:37 | 33 | 58 |
| 3. |
|
29 | 14 | 8 | 7 | 59:37 | 22 | 50 |
| 4. |
|
28 | 14 | 7 | 7 | 45:27 | 18 | 49 |
| 5. |
|
28 | 13 | 9 | 6 | 58:30 | 28 | 48 |
| 6. |
|
28 | 12 | 9 | 7 | 38:39 | -1 | 45 |
| 7. |
|
28 | 13 | 5 | 10 | 37:33 | 4 | 44 |
| 8. |
|
27 | 12 | 6 | 9 | 48:31 | 17 | 42 |
| 9. |
|
27 | 10 | 11 | 6 | 51:47 | 4 | 41 |
| 10. |
|
29 | 10 | 9 | 10 | 40:41 | -1 | 39 |
| 11. |
|
28 | 10 | 7 | 11 | 39:41 | -2 | 37 |
| 12. |
|
29 | 8 | 10 | 11 | 39:47 | -8 | 34 |
| 13. |
|
28 | 8 | 9 | 11 | 40:50 | -10 | 33 |
| 14. |
|
28 | 8 | 6 | 14 | 34:47 | -13 | 30 |
| 15. |
|
28 | 5 | 4 | 19 | 20:57 | -37 | 19 |
| 16. |
|
28 | 3 | 5 | 20 | 22:69 | -47 | 14 |
| 17. |
|
28 | 2 | 3 | 23 | 16:69 | -53 | 9 |