Die vielleicht schon letzten sportlichen Entscheidungen könnten in der Bayernliga Süd bevorstehen. An diesem Wochenende findet bereits der 33. und damit vorletzte Spieltag der Saison 2025/2026 statt. Drei Partien werden bereits am Freitag ausgetragen.
Eröffnet wird die Runde dabei vom frischgebackenen Aufsteiger TSV 1882 Landsberg, der in der nächsten Saison in der Regionalliga Bayern an den Start gehen wird. Im Duell mit dem SV Heimstetten wollen die Hausherren am Freitag ab 19 Uhr den nächsten Schritt machen, um am Saisonende möglichst auch die Meisterschaft zu bejubeln. Ab 19.30 Uhr will der SV Erlbach mit einem Dreier gegen den SV Schalding-Heining, der schon sein letztes Saisonspiel bestreitet, seine Minimalchance auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation wahren. Parallel dazu empfängt der FC Sturm Hauzenberg, der bereits als Teilnehmer an der Abstiegsrelegation feststeht, den TuS Geretsried.
Wie gewohnt geht der Hauptteil der Runde am Samstag über die Bühne. Ab 14 Uhr stehen sich dabei der FC Ismaning und der TSV 1874 Kottern, der nach dem Ende der regulären Spielzeit ebenfalls in die "Verlängerung" muss, im direkten Duell gegenüber. Außerdem fordert der FC Deisenhofen den bereits feststehenden Absteiger Türkgücü München heraus. Zwei weitere Partien werden um 15 Uhr angepfiffen. Der FC Pipinsried hat im Auswärtsspiel beim künftigen Landesligisten Türkspor Augsburg noch die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation im Blick. Parallel dazu findet das tabellarische Spitzenspiel zwischen den punktgleichen SV Kirchanschöring und FC 1920 Gundelfingen statt. Abgeschlossen wird der Spieltag ab 15.30 Uhr mit der Begegnung zwischen dem TSV 1861 Nördlingen und dem Ligaprimus TSV 1860 München U21. Der FC Sportfreunde Schwaig hat an diesem Spieltag frei.
Nach dem bereits sicheren Aufstieg in die Regionalliga Bayern hat der TSV 1882 Landsberg jetzt noch den Gewinn der Meisterschaft in der Bayernliga Süd im Visier. An diesem Wochenende empfängt der TSV den SV Heimstetten. In der Tabelle rangieren die Landsberger punktgleich mit der U21 des TSV 1860 München auf den ersten beiden Plätzen. Den direkten Vergleich hat Landsberg gegen die Münchner aber 1:3 verloren, so dass der TSV aus den verbleibenden zwei Begegnungen mindestens einen Punkt mehr holen müsste als die "Junglöwen", um am Ende auf Platz eins zu stehen. Für die Gäste aus Heimstetten geht es zum Abschluss nur noch darum, einen Rang in der Spitzengruppe zu behaupten. Die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation ist nicht möglich, weil der Klub sich nicht um eine Zulassung beworben hatte. In der Hinrunde gewann Landsberg in Heimstetten 4:2.
Der SV Erlbach, der an diesem Spieltag den SV Schalding-Heining empfängt, hat bei fünf Punkten Rückstand auf den SV Kirchanschöring nur noch geringe Chancen, um sich noch für die Relegation um den Aufstieg zu qualifizieren. "Unsere Punktausbeute in der Rückrunde war einfach zu schlecht", lautet das ernüchternde Fazit von Manfred Grabmeier, Vorstand des SV Erlbach, zwei Spiele vor Schluss. “Klar haben wir noch eine minimale Chance. Aber es müsste schon sehr viel zusammenpassen, damit wir noch auf den lukrativen Relegationsplatz springen. Aber wer weiß? Der Fußball hat schon seine unmöglichsten Geschichten geschrieben." Klar ist: Der SVE benötigt definitiv zwei Siege. Am Rande des letzten Heimspiels der Saison gegen den SV Schalding-Heining werden unter anderem Alexander Fischer und Sebastian Hager verabschiedet. Für die Gäste aus Passau ist es sogar schon die letzte Begegnung in dieser Spielzeit. Beim Saisonfinale ist der SVS nicht mehr im Einsatz. Der Klassenverbleib hatten die Passauer zuletzt mit dem 3:0-Heimsieg gegen Absteiger Türkspor Augsburg in trockene Tücher gebracht. Erlbach gewann das Hinspiel am Reuthinger Weg in Passau 2:0.
Unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit, die erst während der Relegation geklärt wird, treibt der FC Sturm Hauzenberg, der an diesem Wochenende den TuS Geretsried empfängt, seine Kaderplanung voran. Mit Moritz Gerhartinger, Bastian Schmid und Kilian Heß haben jetzt drei Akteure ihre Zusage für eine weitere Saison am Staffelberg gegeben. Während sich der FC Sturm bereits auf die Relegation um den Klassenverbleib vorbereitet, darf der TuS nun endlich durchatmen. Seit dem zurückliegenden Spieltag steht endgültig fest, dass Geretsried nicht mehr absteigen kann. Einen deutlichen Sieg gab es für Geretsried in der Hinserie gegen Hauzenberg. Am Ende stand ein deutlicher 5:0-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
"Man hat gemerkt, dass wir die Punkte nötiger brauchten als die Gäste", sagts Xhevat Muriqi, Trainer beim FC Ismaning, nach dem erlösenden 3:1-Heimsieg gegen den TSV 1861 Nördlingen, mit dem am vergangenen Wochenende der vorzeitige Klassenverbleib eingetütet wurde. "Ich denke, der Sieg war verdient, weil wir auch noch zahlreiche Torchancen ausgelassen haben. Nördlingen war ein unangenehmer Gegner und diese langen Bälle, die sie spielen, sind nicht leicht zu verteidigen. Sie bewegen sich immer gut und sind immer gefährlich." Mit dem Klassenverbleib im Gepäck empfängt der FCI nun den TSV 1874 Kottern. Die Gäste wollen mit einem Sieg Selbstvertrauen für die Relegation sammeln. Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison setzte sich Kottern 3:1 durch.
Im letzten Auswärtsspiel der Saison tritt der als Absteiger feststehende Tabellenletzte Türkgücü München beim FC Deisenhofen an. Sportlich geht es in diesem Aufeinandertreffen nicht mehr um allzu viel. Der FCD will jedoch seinen aktuellen Negativtrend nach sieben Spieltagen ohne dreifachen Punktgewinn (fünf Remis, zwei Niederlagen) beenden und den 13. Saisonsieg einfahren. Im Hinspiel behielt Deisenhofen 2:1 die Oberhand. Türkgücü holte zuletzt mit dem 2:1 gegen den TSV 1874 Kottern den dritten Dreier in der laufenden Spielzeit und hat dadurch zumindest noch die Chance, die "Rote Laterne" des Tabellenletzten abzugeben.
Nach dem feststehenden Abstieg aus der Bayernliga muss Türkspor Augsburg in der Begegnung gegen den FC Pipinsried personell umbauen. Ruvejd Petrovic ist bei den Augsburgern nicht mit dabei, weil er sich am vergangenen Wochenende im Spiel beim SV Schalding-Heining (0:3) die Rote Karte eingehandelt hatte. Für die Gäste aus Pipinsried ist die Saison dagegen noch lange nicht vorüber. Trotz des derzeitigen sechsten Tabellenplatzes hat die Mannschaft von FCP-Trainer Roman Langer die mögliche Teilnahme an der Aufstiegsrelegation noch im Blick. Aktuell fehlen dem früheren Regionalligisten drei Punkte auf den direkten Konkurrenten SV Kirchanschöring, der nach aktuellem Stand an der Relegation teilnehmen würde. Den direkten Vergleich mit Kirchanschöring hatte Pipinsried verloren (2:5 nach Hin- und Rückspiel), so dass wohl zwei Siege gelingen müssen, um noch eine Chance zu haben. "Wir werden in den letzten beiden Spielen alles reinhauen und schauen, was noch geht", lautet die Marschroute von Coach Langer. Pipinsried setzte sich in der Hinrunde 3:1 gegen die Augsburger durch.
Im Top-Spiel stehen sich der viertplatzierte SV Kirchanschöring und der punktgleiche Tabellendritte FC 1920 Gundelfingen gegenüber. Während der FCG keine Unterlagen für die Zulassung zur Regionalliga Bayern eingereicht hatte, befinden sich die Hausherren im Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation derzeit in der Pole Position. Aus den beiden verbleibenden Begegnungen benötigt Kirchanschöring noch einen Sieg, um die Qualifikation aus eigener Kraft perfekt zu machen. Dieser könnte schon gegen Gundelfingen gelingen. Gelegen könnte dem SVK dabei kommen, dass der FCG noch unter der Woche im Einsatz war. In einem Nachholspiel sprang ein 4:2-Erfolg gegen Spitzenreiter TSV 1860 München U21 heraus. "Wir haben aufopferungsvoll verteidigt. Der Wille war herausragend", lobte Gundelfingens Coach Thomas Rudolph. Durch den Treffer von Simon Achatz setzte sich Gundelfingen im Hinspiel gegen Kirchanschöring 1:0 durch.
"Wir haben zwei überragende Torhüterleistungen gesehen - sowohl von Daniel Martin, als auch von seinem Gegenüber Max Retzer", lobte Daniel Kerscher, Trainer des TSV 1861 Nördlingen, nach dem Spiel beim FC Ismaning (1:3). "Sonst aber war es ein sehr müder Auftritt meiner Mannschaft. Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass es bei Ismaning noch um den direkten Klassenverbleib ging und dass uns wahrscheinlich die Englischen Wochen in den Knochen steckten. Wir haben uns zwar einige Torchancen erspielt, aber zu viele Möglichkeiten des Gegners zugelassen. Am Ende war es leider eine verdiente Niederlage." Leichter wird die Aufgabe nun gegen den Tabellenführer TSV 1860 München U21 sicherlich nicht. Allerdings sind die "Junglöwen" aktuell nicht gut in Form. Seit drei Spielen (ein Punkt) hat der 1860-Nachwuchs nicht mehr gewonnen und ist im Rennen um die Meisterschaft dadurch unter Zugzwang geraten. Eine Niederlage gab es für Münchner überraschend auch im Hinspiel gegen Nördlingen (2:3).
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
30 | 19 | 5 | 6 | 68:25 | 43 | 62 |
| 2. |
|
30 | 17 | 11 | 2 | 73:39 | 34 | 62 |
| 3. |
|
30 | 15 | 7 | 8 | 49:30 | 19 | 52 |
| 4. |
|
30 | 14 | 10 | 6 | 62:33 | 29 | 52 |
| 5. |
|
30 | 14 | 8 | 8 | 61:40 | 21 | 50 |
| 6. |
|
30 | 14 | 7 | 9 | 53:33 | 20 | 49 |
| 7. |
|
30 | 14 | 5 | 11 | 38:35 | 3 | 47 |
| 8. |
|
30 | 12 | 10 | 8 | 40:43 | -3 | 46 |
| 9. |
|
31 | 12 | 9 | 10 | 46:41 | 5 | 45 |
| 10. |
|
30 | 11 | 11 | 8 | 57:53 | 4 | 44 |
| 11. |
|
30 | 10 | 9 | 11 | 45:52 | -7 | 39 |
| 12. |
|
31 | 9 | 11 | 11 | 43:48 | -5 | 38 |
| 13. |
|
30 | 10 | 8 | 12 | 41:44 | -3 | 38 |
| 14. |
|
30 | 8 | 6 | 16 | 36:53 | -17 | 30 |
| 15. |
|
30 | 6 | 4 | 20 | 22:59 | -37 | 22 |
| 16. |
|
30 | 3 | 5 | 22 | 22:76 | -54 | 14 |
| 17. |
|
30 | 3 | 4 | 23 | 18:70 | -52 | 13 |