Die Bayernliga Süd startet in ihren letzten regulären Spieltag der laufenden Spielzeit 2025/2026. An diesem Wochenende findet der 34. Spieltag komplett parallel am Samstag ab 14 Uhr statt. Nachdem die meisten sportlichen Entscheidungen bereits gefallen sind, bleibt nur noch die Frage nach dem Meister offen. Im Fernduell wollen sich die punktgleichen TSV 1860 München U21 und TSV 1882 Landsberg jeweils den Titelgewinn sichern. Die "Junglöwen" empfangen dabei den FC Ismaning und haben es in der eigenen Hand, den ersten Tabellenplatz zu verteidigen. Der TSV 1882 Landsberg ist gleichzeitig beim FC 1920 Gundelfingen zu Gast und muss mindestens einen Punkt mehr als die Münchner holen, um die Saison doch noch an der Spitze zu beenden.
In der unteren Tabellenregion geht es dagegen sportlich nicht mehr um allzu viel. Die beiden direkten Absteiger Türkgücü München und Türkspor Augsburg stehen sich zum Saisonabschluss noch einmal direkt gegenüber. Der TSV 1874 Kottern, der am abschließenden Spieltag den FC Deisenhofen zu Gast hat, und der FC Sturm Hauzenberg, der gleichzeitig beim SV Heimstetten gastiert, müssen "nachsitzen". In der Relegation wollen die beiden Klubs doch noch den Klassenverbleib perfekt machen.
Der Tabellendritte SV Kirchanschöring, der an der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Bayern teilnehmen darf, ist beim FC Sportfreunde Schwaig zu Gast. Außerdem trifft der TuS Geretsried auf den TSV 1861 Nördlingen und der FC Pipinsried empfängt den SV Erlbach. Für den SV Schalding-Heining, der an diesem Wochenende spielfrei hat, ist die Saison bereits vorzeitig beendet.
"Es war ein hartes Stück Arbeit", bilanzierte Alper Kayabunar, Trainer der U21 des TSV 1860 München, nach dem 1:0-Auswärtssieg am zurückliegenden Wochenende beim TSV 1861 Nördlingen, mit dem seine Mannschaft den ersten Tabellenplatz verteidigte. "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, leider auch wieder viele Möglichkeiten ausgelassen. Wir sind dann durch einen berechtigten Elfmeter 1:0 in Führung gegangen. Wir haben gut dagegengehalten, hatten nach der Pause viele Umschaltmomente, die wir jedoch nicht ausgenutzt haben. Man muss der Mannschaft dennoch auf jeden Fall ein Kompliment machen. Vor allem auch wegen der Konstellation. So hat beispielsweise U19-Spieler Jamie Jenni erstmals von Anfang an gespielt. Es war einfach ein wichtiger Sieg. Wir haben uns reingearbeitet und uns vorgenommen, bis zum Schluss zu kämpfen und alles zu geben. Das haben die Jungs wirklich super gemacht und sind somit wieder verdient an die Tabellenspitze zurückgekehrt." Nun haben die "Junglöwen" im letzten Ligaspiel gegen den FC Ismaning nur noch ein Ziel vor Augen - den Gewinn der Meisterschaft. Die Rechnung im Fernduell mit dem punktgleichen Vizemeister TSV 1882 Landsberg ist simpel. Der Münchner Nachwuchs muss mindestens so viele Punkte holen wie der Verfolger aus Landsberg, um sich zum Meister zu krönen. Das Hinspiel in Ismaning hatte der TSV 2:1 für sich entschieden.
"Der TSV 1860 II ist im Normalfall die spielstärkste Mannschaft der Liga. So hatten wir sie auch analysiert", betonte Daniel Kerscher, Trainer des TSV 1861 Nördlingen, nach der knappen Niederlage gegen den Spitzenreiter (0:1). "Sie haben nur lange Bälle gespielt und sind auf den zweiten Ball gegangen. Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir uns darauf eingestellt hatten, was dann aber gut geklappt hat. Leider ist uns kein Tor gelungen." Zum Saisonabschluss ist der seit drei Partien sieg- und punktlose TSV nun beim TuS Geretsried zu Gast. Mit einem Dreier kann Geretsried nach Punkten mit Nördlingen gleichziehen. Im Hinspiel trennten sich die beiden Klubs beim 1:1 ohne Sieger.
Für den FC Sturm Hauzenberg geht es im Gastspiel beim SV Heimstetten vor allem darum, sich ein positives Gefühl für die anstehende Relegation zu holen. Aus Platz 15 darf der FC Sturm über die "Extraschicht" auf den Klassenverbleib hoffen. Die Hausherren wollen dagegen mit einem Sieg einen Platz im oberen Tabellendrittel verteidigen, könnten im besten Fall noch Vierter werden. Gute Erinnerungen hat der SV Heimstetten an das erste Duell in dieser Saison. In Hauzenberg gewann der SVH 3:0.
Paukenschlag für den frischgebackenen Aufsteiger TSV 1882 Landsberg vor dem Saisonabschluss beim FC 1920 Gundelfingen: Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Bayern begibt sich der TSV auf die Suche nach einem neuen Trainer, da Christoph Rech das Team nicht weiterhin betreuen wird. Grund dafür seien unter anderem "unterschiedliche Vorstellungen über die Ausgestaltung der Zusammenarbeit in der kommenden Regionalliga-Saison". So ist der 33-jährige Rech bisher nicht im Besitz die für die Regionalliga nötige A-Lizenz als Trainer und müsste deshalb parallel zur Saison den entsprechenden Lehrgang absolvieren. "Chris hat in einer schwierigen Situation Verantwortung übernommen und vom ersten Tag an gezeigt, welche Qualität ihn als Trainer und Mensch auszeichnet", betont Werner Seemüller, Abteilungsleiter Fußball des TSV 1882 Landsberg trotz der beschlossenen Trennung. "Er hat der Mannschaft Struktur, Stabilität und Selbstvertrauen gegeben und sie sportlich auf ein beeindruckendes Niveau geführt." Auch Maximilian Berwein wird den Gang in die Regionalliga nicht mit antreten. Der 30-jährige Offensivspieler kehrt in die Heimat zurück und schließt sich bereits zum dritten Mal während seiner aktiven Laufbahn dem 1. FC Penzberg an. In Gundelfingen kann sich Landsberg nach dem feststehenden Aufstieg auch noch die Meisterschaft sichern. Dafür müsste der TSV mindestens einen Punkt mehr holen als der punktgleiche Ligaprimus TSV 1860 München U21 gegen Ismaning. Das Hinspiel zwischen Landsberg und Gundelfingen blieb beim 1:1 ohne Sieger.
Während der Tabellendritte SV Kirchanschöring als Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation nach wie vor vom erstmaligen Sprung in die Regionalliga Bayern träumen darf, treibt der Verein bereits die Kaderplanungen - unabhängig von der Ligazugehörigkeit - für die kommende Spielzeit voran. Nico Schiedermeier wechselt vom österreichischen Zweitligisten Austria Salzburg nach Kirchanschöring. Die Hausherren werden die Saison als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld beenden, präsentierten sich zuletzt allerdings äußerst formstark und blieben in ihren jüngsten sieben Begegnungen ohne Niederlage. Im ersten Aufeinandertreffen behielt allerdings Kirchanschöring souverän 5:1 die Oberhand.
"Jetzt schauen wir mal, dass wir die Saison noch gut rumkriegen und auch das letzte Spiel positiv gestalten", sagte ein enttäuschter Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried, vor dem Duell mit dem SV Erlbach. "Leider geht es für uns nur noch um die Goldene Ananas." Das liegt daran, weil der FCP trotz seiner jüngsten Positivserie mit 19 von 21 möglichen Punkten aus den letzten sieben Spielen keine Chance mehr hat, um den Aufstieg mitzuspielen. Der Rückstand auf den drittplatzierten SV Kirchanschöring beträgt zwar nur drei Zähler. Allerdings hatte der FCP den direkten Vergleich mit dem Tabellendritten verloren (2:5 nach Hin- und Rückspiel). Daher ist nun Zeit für Pipinsried, um die neue Saison zu planen. Benedikt Wiegert und Dustin Kothmair verlassen den FCP und schließen sich dem Landesligisten TSV Jetzendorf an. Auch Angelo Mayer verlässt den früheren Regionalligisten. Bei den Gästen aus Erlbach gibt es ebenfalls eine weitere personelle Änderung zur neuen Saison. Sebastian Hager schließt sich dem Landesligisten SSV Eggenfelden an. Das erste Duell in dieser Saison entschied Pipinsried 3:1 für sich.
Es ist das traurige Duell der beiden bereits feststehende Absteiger, wenn sich Schlusslicht Türkgücü München und der Tabellenvorletzte Türkspor Augsburg im direkten Duell gegenüberstehen. Die einzige Frage, die es dabei noch zu klären gibt, ist, welcher Verein zum Abschied in Richtung Landesliga die "Rote Laterne" tragen wird. Derzeit trennt lediglich ein Punkt die beiden Teams voneinander. Das bedeutet: Türkgücü benötigt einen Dreier, um nicht als Tabellenletzter abzusteigen. In der Hinrunde bezwang Türkspor Augsburg die Münchner 2:1.
In der letzten Begegnung in der regulären Spielzeit empfängt der TSV 1874 Kottern den FC Deisenhofen. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge geht es für den TSV vor allem darum, sich im besten Fall mit einem Erfolgserlebnis auf die anstehende Relegation vorzubereiten. Schließlich soll nach elf Jahren in der Bayernliga noch nicht Schluss sein. Mit einem 3:0-Erfolg ging der FCD aus dem Hinspiel als deutlicher Sieger hervor.
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
31 | 20 | 5 | 6 | 69:25 | 44 | 65 |
| 2. |
|
31 | 18 | 11 | 2 | 78:41 | 37 | 65 |
| 3. |
|
31 | 15 | 10 | 6 | 64:33 | 31 | 55 |
| 4. |
|
31 | 15 | 7 | 9 | 58:35 | 23 | 52 |
| 5. |
|
31 | 15 | 7 | 9 | 49:32 | 17 | 52 |
| 6. |
|
31 | 14 | 8 | 9 | 63:45 | 18 | 50 |
| 7. |
|
31 | 15 | 5 | 11 | 40:35 | 5 | 50 |
| 8. |
|
31 | 13 | 10 | 8 | 44:44 | 0 | 49 |
| 9. |
|
31 | 12 | 9 | 10 | 46:41 | 5 | 45 |
| 10. |
|
31 | 11 | 11 | 9 | 57:54 | 3 | 44 |
| 11. |
|
31 | 11 | 9 | 11 | 49:53 | -4 | 42 |
| 12. |
|
31 | 11 | 8 | 12 | 45:45 | 0 | 41 |
| 13. |
|
32 | 9 | 11 | 12 | 43:50 | -7 | 38 |
| 14. |
|
31 | 8 | 6 | 17 | 37:57 | -20 | 30 |
| 15. |
|
31 | 6 | 4 | 21 | 23:63 | -40 | 22 |
| 16. |
|
31 | 3 | 5 | 23 | 24:81 | -57 | 14 |
| 17. |
|
31 | 3 | 4 | 24 | 19:74 | -55 | 13 |