Als eine der ersten Ligen in ganz Deutschland nimmt die Bayernliga Süd den Spielbetrieb nach der Sommerpause wieder auf. Am kommenden Freitag, 18. Juli, ab 18.30 Uhr läuten der TSV 1874 Kottern und die U21 des TSV 1860 München die neue Saison 2025/2026 ein. Für Kotterns Spielertrainer Marin Dausch werden dabei Erinnerungen wach. Während seiner aktiven Laufbahn war er von 2001 bis 2003 selbst in der Nachwuchsabteilung der "Löwen" am Ball.
Der 1. Spieltag in der Süd-Staffel hat - genau wie im Norden - gleich eine Besonderheit parat. Wegen der ersten Runde im bayerischen Toto-Pokals kommt es zu einigen Verschiebungen. Dadurch erstreckt sich der Saisonauftakt in der Liga von Freitag bis Dienstag (22. Juli).
Genau wie in der Vorsaison nehmen in der Bayernliga Süd erneut 17 Mannschaften an der neuen Spielzeit teil. Da es aber auch im Norden diesmal "nur" 17 Teams sind, wurde die Abstiegsregelung angepasst. Aus beiden Staffeln steigt jeweils der Tabellenletzte direkt in die Landesliga ab. Neu ist, dass es einen weiteren direkten Absteiger geben wird. Dies wird der nach dem Quotienten aus Punkten sowie eventuell Toren oder Siegen schlechtere Tabellenvorletzte (Rang 16) beider Staffeln sein. Der "bessere" Tabellen16. sowie die beiden Teams auf den Plätzen 15 und 14 der beiden Bayernligen nehmen dann gemeinsam mit den fünf Vizemeistern der Landesligen an der Relegation teil. Der genaue Modus der Relegation wird zeitnah vor der Auslosung bekanntgegeben und amtlich veröffentlicht.
Unverändert bleibt dagegen die Aufstiegsregelung zur Regionalliga Bayern. Aus der Bayernliga Nord und Süd steigt jeweils ein Verein - grundsätzlich der jeweilige Meister - in die Regionalliga Bayern auf, sofern er die Zulassungskriterien erfüllt. Aus beiden Staffeln nimmt jeweils ein Verein - grundsätzlich der Vizemeister - an der Relegation zur Regionalliga Bayern teil. Teilnehmen kann nur ein Verein, der die Zulassungskriterien der Regionalliga Bayern erfüllt.
Der SV Heimstetten, in der Vorsaison auf Rang zehn gelandet, sorgt in dieser Spielzeit für ein absolutes Novum. Erstmals übernahm mit Sarah Romert eine Frau die Position als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Damit tritt sie beim SVH in die Fußstapfen von Roman Langer, dem sie in der abgelaufenen Saison noch als Assistentin zur Seite stand.
Die 30-jährige Romert ist nach Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt 04/3. Liga) die nächste Cheftrainerin, die im höherklassigen Männerfußball Fuß fassen will. Und genau wie bei Wittmann ist die Vita von Romert ebenfalls mit den "Schanzern" verbunden. Ihre ersten Erfahrungen an der Seitenlinie sammelte Romert als Co-Trainerin der U17 des FCI, übernahm dann zunächst die B- und die A-Junioren des SV Heimstetten, ehe sie zur ersten. Mannschaft aufrückte.
Während ihrer aktiven Zeit war Sarah Romert für den FC Memmingen und den FC Bayern München am Ball. Unter anderem absolvierte sie 54 Pflichtspiele für die FCB-Frauen, markierte dabei als Mittelfeldspielerin zwei Treffer und bereitete zwei weitere Tore vor. In der Saison 2011/2012 durfte sie mit dem FCB den DFB-Pokal der Frauen in die Höhe strecken. In der Frauen-Nationalmannschaft kam sie bis zur U19 zum Einsatz. 2017 hängte sie ihre Schuhe an den Nagel und wechselte stattdessen an die Seitenlinie.
Der einzige Neuling an der Seitenlinie in der Bayernliga Süd ist sie allerdings nicht. So setzt Absteiger Türkgücü München ab sofort auf Slaven Skeledzic. Während seiner Laufbahn sammelte der 53-Jährige unter anderem Erfahrungen in den Nachwuchsabteilungen von Eintracht Frankfurt, Hansa Rostock, Hannover 96, FSV Frankfurt und des FC Bayern München. Dort war er bei der U17 als Co-Trainer von Weltmeister Miroslav Klose im Einsatz. Auch beim SCR Altach in Österreich unterstützte er den jetzigen Cheftrainer des 1. FC Nürnberg. Außerdem arbeitete Skeledzic als Cheftrainer der afghanischen Nationalmannschaft und als Nachwuchskoordinator beim chinesischen Klub GZ Evergrande.
Slaven Skeledzic trat bei den Münchnern die Nachfolge von Alper Kayabunar an. Der wiederum wechselte zum Lokalrivalen und wird demnächst auf seinen Ex-Klub treffen. Bei der U21 des TSV 1860 München will er die "Junglöwen" weiter formen. Als vierter neuer Trainer übernahm Simon Schröttle die Verantwortung bei Türkspor Augsburg. Der 33-jährige Spielertrainer wechselt vom FC Gundelfingen zu den Schwaben.
In der zurückliegenden Spielzeit hatte der FC Pipinsried bis zuletzt noch alle Chancen auf den Aufstieg, musste sich aber kurz vor Schluss doch mit Platz vier begnügen. Nun hat sich der FCP für die neue Spielzeit wohl einiges vorgenommen. Unter anderem verpflichtete Pipinsried mit Tobias Schröck einen neuen Innenverteidiger, der reichlich Erfahrung mitbringt. Der 32-jährige Defensivspieler brachte es während seiner Laufbahn auf 68 Einsätze in der 2. Bundesliga (FC Würzburger Kickers und FC Ingolstadt 04) sowie 160 Partien in der 3. Liga (SV Wacker Burghausen, SG Sonnenhof Großaspach und FC Ingolstadt 04). Aber auch Linksverteidiger Max Dombrowka (213 Einsätze in der 3. Liga) soll mit seiner Routine dabei helfen, dass der FCP wieder in die Regionalliga Bayern zurückkehrt.
Einen kompletten Neustart treibt der FC Ismaning voran. 16 Spieler, die in der vergangenen Spielzeit dafür gesorgt hatten, dass der FCI knapp über dem Strich landete, verließen den Verein. Dem gegenüber stehen bislang zwölf Neuzugänge. Umgesehen hat sich Ismaning dabei eher nach jungen und entwicklungsfähigen Spielern, senkte dadurch den Altersschnitt auf knapp über 22 Jahre. Nur die U21 des TSV 1860 München stellt einen noch jüngeren Kader als Ismaning.
Neben Absteiger Türkgücü München sind auch vier Aufsteiger in der Bayernliga Süd neu dabei. Als Landesliga-Meister schafften der FC Sturm Hauzenberg der FC Sportfreunde Schwaig und Rückkehrer FC 1920 Gundelfingen den Sprung in die 5. Liga. Über die Relegation qualifizierte sich außerdem der TuS Geretsried.
Die 17 Klubs der Bayernliga Süd in der Saison 2025/2026: FC 1920 Gundelfingen (Aufsteiger), FC Deisenhofen, FC Ismaning, FC Pipinsried, FC Sportfreunde Schwaig (Aufsteiger), FC Sturm Hauzenberg (Aufsteiger), SV Erlbach, SV Heimstetten, SV Kirchanschöring, SV Schalding-Heining, TSV 1860 München U21, TSV 1861 Nördlingen, TSV 1874 Kottern, TSV 1882 Landsberg, TuS Geretsried (Aufsteiger), Türkgücü München (Absteiger), Türkspor Augsburg
BFV/mspw
| Pl. | Verein | Sp. | G | U | V | Torv. | Tordiff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. |
|
19 | 12 | 3 | 4 | 39:16 | 23 | 39 |
| 2. |
|
19 | 11 | 6 | 2 | 49:26 | 23 | 39 |
| 3. |
|
18 | 10 | 4 | 4 | 28:25 | 3 | 34 |
| 4. |
|
19 | 10 | 4 | 5 | 26:17 | 9 | 34 |
| 5. |
|
18 | 9 | 6 | 3 | 42:18 | 24 | 33 |
| 6. |
|
17 | 9 | 3 | 5 | 33:23 | 10 | 30 |
| 7. |
|
20 | 8 | 5 | 7 | 41:32 | 9 | 29 |
| 8. |
|
19 | 7 | 7 | 5 | 38:40 | -2 | 28 |
| 9. |
|
17 | 7 | 6 | 4 | 28:18 | 10 | 27 |
| 10. |
|
19 | 7 | 5 | 7 | 30:31 | -1 | 26 |
| 11. |
|
18 | 7 | 5 | 6 | 30:27 | 3 | 26 |
| 12. |
|
19 | 6 | 4 | 9 | 25:34 | -9 | 22 |
| 13. |
|
18 | 4 | 7 | 7 | 26:36 | -10 | 19 |
| 14. |
|
18 | 5 | 3 | 10 | 21:33 | -12 | 18 |
| 15. |
|
19 | 3 | 3 | 13 | 17:39 | -22 | 12 |
| 16. |
|
18 | 3 | 1 | 14 | 12:37 | -25 | 10 |
| 17. |
|
19 | 2 | 2 | 15 | 13:46 | -33 | 8 |