Eigentlich wollten die Spielerinnen der SG Röhrmoos/Schwabhausen bei der Aktion „Dunk dein Pfand“ der FC Bayern Basketballer im Audi Dome Spenden sammeln und so das Münchner Kinderhospiz unterstützen. Eigentlich. Das Corona-Virus kam dazwischen, alle Spiele der FCB-Basketballer sind bis auf weiteres abgesagt. Trotzdem ist es dem Verein aus dem Landkreis Dachau gelungen, insgesamt 1222 Euro für das Hospiz zu sammeln.
„Die Idee einer Spendenaktion hat uns einfach nicht mehr losgelassen, wir wollten unbedingt helfen,“ schildert Alexander Lauth, der für die Öffentlichkeitsarbeit der SG zuständig ist, die Reaktion auf die Absage der Aktion. „Die Familien, deren Kinder im Hospiz sind oder zu Hause betreut werden, trifft die aktuelle Situation umso schlimmer – viele Eltern dürfen ihre Kinder nicht besuchen oder haben große Angst davor, dass sie sich zu Hause anstecken könnten und das Virus dann weitergeben. Wir wollten unser Versprechen einhalten und sie unterstützen.“
Zusammen mit den Trainern und Organisatoren Dieter Rubner und Andrea Gallert stellte Lauth eine vereinsinterne Spendenaktion auf die Beine. Per WhatsApp-Nachricht riefen sie im Gruppenchat die Eltern ihrer Spielerinnen zu Spenden auf, außerdem flossen über einen Monat bei jedem Kauf eines Fan-Schals der SG Röhrmoos/Schwabhausen vier Euro in den Spendentopf.
Mit Erfolg: Am Ende stehen 1222 Euro zu Buche, die bereits an das Kinderhospiz übergeben wurden: „Ich war selbst überrascht, wie gut die Aktion gelaufen ist. Es ist wirklich schön zu sehen wie groß der Zusammenhalt bei uns im Verein ist. Von den F- bis zu den B-Juniorinnen haben viele Mädels ihr Erspartes gespendet. Diesmal konnten wir unsere Stärke und unseren Zusammenhalt nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb zeigen, das ist einfach großartig“, bilanziert Lauth.
Und wer weiß: Vielleicht können die Spielerinnen der SG Röhrmoos Schwabhausen in der nächsten Basketball-Saison im Audi Dome auf Spenden-Jagd gehen.