Highlight zum Jahresstart! 48 engagierte und junge Ehrenamtliche aus ganz Bayern waren bei der neunten Auflage des U30-Netzwerktreffens des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in der Sportschule Oberhaching dabei. Die drei Tage im Münchner Süden standen ganz im Zeichen der Vernetzung, des persönlichen Austausches und der praxisnahen Weiterbildung – mit einem Programm, das Wissen und Teambuilding perfekt kombinierte.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Selina Bittmann (U30-Mitglied im Verbands-Vorstand) und BFV-Vizepräsidentin Inge Pirner wurde schon beim anschließenden Kennenlernen deutlich, was die U30-Netzwerkschulung ausmacht: eine offene Atmosphäre, gute Gespräche und ein Miteinander auf Augenhöhe. Die 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und mit den anwesenden BFV-Funktionärinnen und -Funktionären ins Gespräch zu kommen.
„Die diesjährige U30-Netzwerkschulung hat wieder einmal eindrucksvoll aufgezeigt, wie die jungen Ehrenamtlichen im Fußball engagiert und motiviert an Themen herangehen. Das Wochenende war geprägt von einer herausragenden Atmosphäre, interessanten Themen und einem herzlichen Miteinander in einer sehr homogenen Gruppe. Die Ergebnisse aus den Workshops – zum Beispiel zu unseren Bildungsangeboten – helfen uns sehr, auch in Zukunft einen Mehrwert für unsere Vereine zu schaffen und Schulungen zu entwickeln, die für Vereine sinn- und wirkungsvoll sind“, fasste BFV-Vizepräsidentin Inge Pirner, die im Präsidium für das Thema Ehrenamt zuständig ist, zusammen.
Am Samstag drehte sich alles um praxisnahes Lernen und aktiven Austausch. Die Teilnehmenden durchliefen im Laufe des Tages drei parallel stattfindende Workshops zu den Themen Eventmanagement, Aus- und Weiterbildung beim Bayerischen Fußball-Verband sowie Psychologie im Fußball.
Im Eventmanagement-Workshop mit Abi Baskaran entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Veranstaltungskonzepte: Von der Event-Idee über Budgetfragen bis hin zur konkreten Umsetzung – etwa am Beispiel eines Hallenturniers – erarbeiteten sie die Inhalte selbst und brachten ihre Erfahrungen aus dem Vereinsalltag mit ein.
Carola Härtel, Bildungsbeauftragte beim BFV, präsentierte die verschiedenen Bildungsangebote des Verbandes: An verschiedenen Stationen reflektierten die jungen Ehrenamtlichen typische Aufgaben und Herausforderungen aus ihrem Vereinsalltag, entwickelten gemeinsam Lösungen und tauschten so Erfahrungen aus – mit dem klaren Fokus auf Weiterentwicklung und Lernen aus der Praxis.
Dem Thema Psychologie im Fußball widmete sich der Workshop von Performance Coach Kristin Weiß. Darin wurden Denk- und Handlungsprozesse, mentale Stärke, wertschätzende Kommunikation und die Rolle von Trainerinnen und Trainern, insbesondere im Kinder- und Jugendfußball, interaktiv aufgearbeitet. Rollenspiele, etwa zu Halbzeitansprachen nach Rückstand, machten die Inhalte für alle greifbar.
Ergänzt wurde das Programm durch ein Athletiktraining mit Fußball-Trainer Beran Moreno, das Praxis und Theorie miteinander kombinierte. Nach koordinativen Übungen sowie Lauf- und Sprintbewegungen ging es um kognitive Trainingsansätze sowie moderne Lauf- und Sprinttechnik – immer mit Blick auf die praktische Umsetzung im Trainingsalltag.
Gerade die Kombination aus Wissen, Bewegung und persönlichem Austausch war für die jungen Ehrenamtlichen gewinnbringend: „Die Netzwerkschulung war wieder richtig gut. Gerade wenn man schon ein zweites Mal dabei ist und schon andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennt, erleichtert das den Einstieg enorm. Das Ziel, sich kennenzulernen und auszutauschen, wurde komplett erreicht – auch weil es einfach eine super offene und sehr coole Truppe war,“ fasste Julius Wamser, Jugendtrainer beim unterfränkischen FSV Esselbach zusammen.
Einer der Höhepunkte des Wochenendes war die Talkrunde mit dem Titel „Zwischen Pfiff und Urteil – was auf und neben dem Platz wirklich passiert“. Jonas Beinhofer (Mitglied des Kompetenzteams des Verbands-Schiedsrichterausschusses), Johannes Böhm (Beisitzer im Verbands-Sportgericht), Alexander Schkarlat (Schiedsrichter-Lehrwart) und Luca Schultze (Schiedsrichter bis zur Regionalliga Bayern) gaben vor versammelter Mannschaft spannende Einblicke in ihre Arbeit. Offen, praxisnah und ohne Tabus wurde über Entscheidungen, Abläufe und Herausforderungen im Schiedsrichterwesen und bei der Sportgerichtsbarkeit gesprochen.
„Für mich war es schon die vierte Netzwerkschulung, die ich mitorganisieren durfte. Die Workshops und Vorträge waren inhaltlich sehr gut und der Austausch unter den Teilnehmenden sehr positiv. Das Programm war insgesamt abwechslungsreich gestaltet. Besonders gefreut hat mich, dass viele Teilnehmende zum wiederholten Mal dabei waren. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Format geschätzt wird und nachhaltig wirkt. Ich freue mich schon auf die Netzwerkschulung im nächsten Jahr“, sagte Selina Bittmann, U30-Mitglied im Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes.
Am Sonntagvormittag richtete sich der Blick nach vorne. Andreas Bauernfeind und Simon Seitz (BFV-Hauptamt) gaben einen umfassenden Einblick in das Thema Künstliche Intelligenz im Fußball. Neben Grundlagen zu Machine Learning, Deep Learning und generativer KI wurden konkrete Anwendungsfelder vorgestellt – von Trainings- und Spielanalyse über Kaderplanung bis hin zur Vereinskommunikation und Social Media.
Für viele Teilnehmende bestätigte sich an diesem Wochenende der besondere Charakter der jährlich stattfindenden U30-Netzwerkschulung. Kilian Pfanzelt, Schiedsrichter beim FC Luhe Markt, der zum ersten Mal dabei war, sagte: „Ich bin sofort mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch gekommen – bei den Challenges und den Workshops. Meine Erwartungen wurden komplett erfüllt, und ich kann mir vorstellen, noch öfter hier in Oberhaching dabei zu sein.“ Auch Melissa Thudt, Trainerin und Schiedsrichterin beim FC Pegnitz, zog ein positives Fazit: „Ich habe unglaublich viele spannende Dinge gelernt. Die Challenges und das Fußballturnier haben großen Spaß gemacht und ich konnte viele neue Kontakte knüpfen. Ich versuche auf jeden Fall, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.“