Zwei deutliche Siege und zwei ganz enge Pokal-Fights: Die vier Halbfinalisten im BFV-Verbandspokal der Frauen stehen fest. Jeweils mit einem 4:0-Sieg souverän das Ticket gelöst haben der amtierende Titelträger FFC Wacker München und der SV 67 Weinberg. Nur knapp mit 2:1 durchgesetzt hat sich dagegen der TUS Bad Aibling im internen Bayernliga-Duell gegen den FC Stern München. Und in der Würzburger Akon-Arena, in die die Frauen der Würzburger Kickers extra für das Pokalduell gegen den Vorjahresfinalisten 1. FFC Hof umgezogen waren, gab’s für die Zuschauer*innen ein Herzschlagfinale zu sehen...
Der amtierende Titelträger FFC Wacker München hat souverän das Ticket für das Halbfinale im BFV-Verbandspokal der Frauen gelöst. Beim Bezirksoberligisten TSV Nürnberg-Buch setzte sich der Regionalligist von Trainer Cagla Korkmaz vor rund 300 Zuschauer*innen mit 4:0 durch und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Bereits in der vierten Spielminute traf Celine Chuang zur Führung, die Lisa Flötzner in der zweiten Halbzeit zunächst erhöhte (60.). Ein Eigentor von Carolin Helmer (87.) sowie ein Elfmetertor von Sonja Kolb (90.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.
Zumindest auf dem Papier eindeutig mit 4:0 bezwungen hat der SV 67 Weinberg aus der Regionalliga den Schwabthaler SV, der in der Landesliga Nord auf Punkte- und Torejagd geht. Dabei taten sich die favorisierten Weinbergerinnen vor den rund 155 Zuschauer*innen jedoch lange Zeit schwer: Es ging mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause und erst in der 63. Minute gelang Christine Mendt der Führungstreffer. Endgültig den Deckel drauf machte das Team von Trainerin Petra Amslinger dann in der turbulenten Schlussphase: Tore von Annika Kömm (87.), Anna Wachal (88.) und erneut Mendt (89.) stellten den am Ende doch deutlichen Endstand her.
Denkbar eng ging’s beim Viertelfinale zwischen den beiden Bayernligisten FC Stern München und TUS Bad Aibling zu, das die Gäste am Ende dank eines Elfmetertreffers von Sophie Wunderlich in der 82. Minute für sich entscheiden konnten. Der TUS aus Bad Aibling war auch zu Beginn der Partie vor gut 100 Zuschauer*innen, die auf dem Kunstrasenplatz der Bezirks-Sportanlage an der Feldbergstraße ausgetragen wurde, das spielbestimmende Team – und ging nach einem Abstimmungsfehler in der Stern-Defensive bereits in der fünften Spielminute durch Theresa Eder in Führung. Auch in der Folge hatte das Team von Trainer Stephan Loof die Kontrolle, verpasste es aber, die Feldüberlegenheit in Zählbares umzumünzen. In Halbzeit zwei wendete sich das Blatt: Stern kam weitaus aggressiver aus der Kabine und drückte nun auf den Ausgleich, der in der 76. Minute durch Evelyn Maß letztlich auch gelang. Das Momentum lag nun bei den Münchnerinnen, doch gut zehn Minuten vor Schluss entschied Schiedsrichter Dominik Dersein nach einem Handspiel im Strafraum folgerichtig auf Elfmeter für Bad Aibling. In den Schlussminuten warf Stern zwar nochmal alles nach vorne, schaffte es aber nicht mehr, die Niederlage abzuwenden.
Pokal-Drama vor großer Kulisse: Der FC Würzburger Kickers hat den 1. FFC Hof im Elfmeterschießen mit 5:3 (1:1) besiegt und steht im Halbfinale des BFV-Verbandspokals! Und das Viertelfinale, das im Nachgang der Regionalliga-Bayern-Partie FC Würzburger Kickers gegen FV Illertissen in der Akon-Arena ausgetragen und live bei sporttotal.tv übertragen wurde, hatte es in sich. Nach torloser erster Hälfte ging Hof in der 54. Spielminute durch einen Treffer von Marie Baumgärtner, die den Ball aus gut 14 Metern in den Maschen versenkte, in Führung. In der Folge verwaltete der Vorjahresfinalist und Regionalligist aus Hof den knappen Spielstand geschickt und ließ defensiv kaum etwas zu. In der Schlussphase wurde es dann aber kurios. Zunächst scheiterte Nicola Kreußer mit ihrem Fallrückzieher an der Latte (88), dann glich Sophia Klärle in der dritten Minute der Nachspielzeit nach einem Eckball aus kurzer Distanz doch noch aus: Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Vom Punkt bewiesen die Kickers-Frauen schließlich die besseren Nerven, Laura Gerst verwandelte den entscheidenden Elfmeter – zuvor hatte FWK-Torhüterin Luisa Sterzenbach spektakulär den zweiten Elfmeter der Hoferinnen pariert.