Unmittelbar vor Turnierstart haben die acht teilnehmenden Teams der 42. Auflage der Bayerischen Hallenmeisterschaft der Herren um den LOTTO Bayern Hallencup in der Gerd-Lohwasser-Halle in Erlangen ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Respekt und Toleranz gesetzt: Anlässlich des 22. „Erinnerungstags im deutschen Fußball“ erinnerte Attilio Scalera, Kapitän des Ausrichtervereins SpVgg Erlangen, stellvertretend für alle Beteiligten in der Halle daran, dass auch in unserer modernen Gesellschaft Diskriminierung und rechte Gewalt bis heute nicht verschwunden sind.
„Auch heute sind Rassismus, Diskriminierung und Hass weiterhin präsent. Weltweit leiden Menschen unter Kriegen – und in Deutschland werden erneut Stimmen laut, die systematisches Vorgehen gegen jene fordern, die nicht in ihr intolerantes Gesellschaftsbild passen. Gleichzeitig sehen wir einen wachsenden politischen Rechtsruck in unserer Gesellschaft. Das kann nur geändert werden, wenn die schweigende Mehrheit aufsteht und sich für Werte wie Respekt, Menschlichkeit und eine offene, friedliche Gesellschaft starkmacht. Es ist nicht die Aufgabe anderer, sondern die Verantwortung eines jeden Einzelnen“, sagte Scalera unter anderem in seiner Hallen-Durchsage.
Mit Blick auf den 27. Januar, dem 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, ruft der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Vereine erneut dazu auf, sich rund um dieses geschichtsträchtige Datum klar zu positionieren – jenen Tag, an dem der Welt in aller Deutlichkeit bewusst wurde, welches Ausmaß der rassistische Hass und die Verfolgung Andersdenkender durch das nationalsozialistische Regime sowie dessen Unterstützerinnen und Unterstützer in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angenommen hatte. Millionen Menschen wurden aufgrund ihrer Nationalität, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung oder schlicht deshalb, weil sie sich den politischen und gesellschaftlichen Zielen der NS-Führung widersetzten, ermordet. Dieses Menschheitsverbrechen markiert eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte – und darf sich niemals wiederholen.
Hierfür stellt der BFV eine Grafik in zwei Varianten zur Verfügung, die frei für die Social-Media-Kanäle der Vereine genutzt werden kann: Eine „cleane“ Version zur direkten Verwendung sowie eine Version mit Platzhalter für das Vereinslogo, um der Botschaft eine individuelle Note zu verleihen.
Wie bereits in den vergangenen Jahren nutzt der Bayerische Fußball-Verband alle Endrunden der Bayerischen Hallenmeisterschaften der Frauen, Herren, Juniorinnen und Junioren, um ein unmissverständliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen.