Oberfränkischer Titeltriumph: Der SC Sylvia Ebersdorf hat die 42. Auflage der Bayerischen Hallenmeisterschaft der Herren um den LOTTO Bayern Hallencup 2026 des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) gewonnen. Im Endspiel setzte sich der Bezirksligist vor 691 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Erlanger Gerd-Lohwasser-Halle mit 2:0 gegen den oberbayerischen Hallenmeister FC Türk Sport Garching durch. Die Treffer in einem hochspannenden Finale erzielten Paul Pleiner (10.) per Sechsmeter und Florian Seiler (13.). Der SC Sylvia Ebersdorf tritt durch seinen Premieren-Triumph unter dem Hallendach die Nachfolge des FC Fatih Ingolstadt an, der den LOTTO Bayern Hallencup im Vorjahr am gleichen Ort für sich entschieden hatte.
„Unglaublich! Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich gerade durchlebe. Wir haben alles gegeben und unsere Fans haben uns heute zum Titel getragen. In der Vorrunde lief es noch etwas schleppend, aber ab dem Halbfinale haben wir richtig stark gespielt – und aus meiner Sicht auch verdient den Titel geholt“, sagte Ebersdorfs freudetrunkener Spielertrainer Sertan Sener kurz nach der Siegerehrung.
Der Ebersdorfer Endspiel-Sieg war zugleich die direkte Revanche für die 1:2-Niederlage in Vorrundengruppe A, die die Oberfranken dank des 4:0-Sieges über den TSV 1860 Weißenburg (Mittelfranken) und einem 0:0 gegen den TuS Pfarrkirchen (Niederbayern) hinter dem späteren Finalgegner auf Platz zwei beendeten.
In Gruppe B zogen der unterfränkische Vertreter ASV Rimpar als Gruppenerster sowie der SV Schwarzhofen aus der Oberpfalz ins Halbfinale ein. Für den schwäbischen Bezirks-Champion SV Cosmos Aystetten und den Ausrichter SpVgg 04 Erlangen war derweil bereits nach der Vorrunde Endstation.
Im ersten Halbfinale lieferten sich der SV Schwarzhofen und der FC Türk Sport Augsburg ein torreiches Match, das die Oberbayern von Trainer Fatih Topcu – der mit dem FC Fatih Ingolstadt und dem FC GW Ingolstadt bereits dreimal beim LOTTO Bayern Hallencup triumphiert hatte – am Ende mit 3:2 für sich entschieden. Das zweite Duell der Vorschlussrunde verlief derweil deutlich knapper: Ebersdorf bezwang den ASV Rimpar mit 1:0.
„Herzlichen Glückwunsch an den SC Sylvia Ebersdorf zum Gewinn des LOTTO Bayern Hallencup. Wir haben heute ein tolles Turnier erlebt und alle Fans, die den Weg in die Halle gefunden haben, hatten ihren Spaß und haben tolle Spiele gesehen. Am Ende standen sich die beiden besten Teams im Finale gegenüber – und persönlich freut es mich, dass der neue Bayerische Hallenmeister aus meinem Heimat-Bezirk Oberfranken kommt“, sagte BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium den Spielbetrieb im Freistaat verantwortet.
Ebenfalls verantwortlich ist Faltenbacher mittlerweile als Vorsitzender des Vorstands der BFV-Sozialstiftung. In dieser Funktion überreichte er im Rahmen des LOTTO Bayern Hallencups einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an die SpVgg Neunkirchen-Speikern-Rollhofen. Das Sportheim des Klubs aus dem Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund wurde innerhalb von nur kurzer Zeit dreimal zum Ziel mutwilliger Zerstörung.
Neben dem großen Siegerpokal und dem Siegerscheck in Höhe von 1500 Euro – zur Verfügung gestellt von BFV-Partner und Wettbewerbs-Namensgeber LOTTO Bayern – gab es noch zwei individuelle Auszeichnungen. Bastian Schreier (SV Schwarzhofen) erhielt aus den Händen von Uwe Mauckner (Bezirks-Vorsitzender Mittelfranken) die Trophäe als bester Torwart. Torschützenkönig wurde Ebersdorfs Paul Pleiner, der im Turnierverlauf drei Mal getroffen hatte. Die Ehrung nahm in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Florian Janik Erlangens Bürgermeister Jörg Volleth vor.
„Auch im 26. Jahr unserer Partnerschaft war der LOTTO Bayern Hallencup ein perfekt organisiertes Event mit einem herausragenden Rahmen und am Ende einem verdienten Sieger. Es macht einfach richtig Spaß, Partner des Turniers zu sein“, erklärte Xaver Faul (Leiter Marketing bei LOTTO Bayern).
Verbands-Spielleiter Josef Janker sagte: „Unser großer Dank geht auch an den Ausrichterverein SpVgg 04 Erlangen, der mit dem gesamten Team für hervorragende Rahmenbedingungen gesorgt hat. Genauso wie unsere Schiedsrichter, die allesamt mit ihrer Leistung überzeugt haben und souverän die Spiele leiteten.“