Hallenkönige gesucht: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) sucht an diesem Samstag bei der seit 1989 ausgetragenen Bayerischen Hallenmeisterschaft der U19-Junioren das beste Team im Freistaat.
Welche zehn Mannschaften haben über die Kreis- und Bezirksentscheide das begehrte Ticket für die Endrunde gelöst, die in der Sportarena Speichersdorf (Schulstraße 8, 95469 Speichersdorf) ausgespielt wird? Wann und in welchem Modus wird gespielt? Gibt es einen Liveticker? Wer sind die Unparteiischen? Wir geben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Bayerischen Hallenmeisterschaft der U19-Junioren 2026!
Das Landesfinale 2026 der mittlerweile 36. Bayerischen Hallenmeisterschaft der U19-Junioren wird an diesem Samstag (24. Januar) im oberfränkischen Speichersdorf in der Sportarena (Schulstraße 8, 95469 Speichersdorf) ausgetragen. Los geht es um 11 Uhr. Ausrichter ist der TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf.
Den Spielplan findest du im Ergebnisbereich der BFV-App und hier auf der BFV-Website.
Zehn Mannschaften gehen beim Landesfinale der U19-Junioren an den Start. Neben den sieben Hallenbezirksmeistern sind in diesem Jahr auch die Vizemeister der Bezirksmeisterschaften in Oberfranken, Niederbayern und Mittelfranken qualifiziert. Die Auslosung der Vorrundengruppen ergab folgende Einteilung:
Gruppe A
Gruppe B
SV Waldeck-Obermenzing: Der oberbayerische U19-Hallenmeister 2026 ist als aktueller Tabellenführer der U19-Bayernliga sicherlich einer der Top-Favoriten auf den Titel, wobei die Leistungen in der Meisterschaft auf dem Großfeld im Freien nicht einfach auf den Hallenfußball zu übertragen sind. Die Qualifikation für das Landesfinale verlief bei der Ooberbayerischen Bezirksmeisterschaft dramatisch: Nach einer souveränen Gruppenphase und den Viertel- und Halbfinalsiegen in der regulären Spielzeit, kam es im Finale gegen den TSV 1860 Rosenheim – immerhin Bayerischer U19-Hallenmeister 2024 - zum Shootout. Am Ende bekamen die Zuschauer 25 Tore (!) in der Finalpartie zu sehen. Der SV Waldeck-Obermenzing gewann 13:12.
FC Ergolding: Der niederbayerische Hallenmeister 2026 geht regulär in der Bezirksoberliga an den Start, wo der Ergoldinger Nachwuchs aktuell auf Rang vier notiert ist. In der Gruppenphase der niederbayerischen Hallenbezirksmeisterschaft, in der der FC unter anderem auf den späteren Finalgegner FC Sturm Hauzenberg traf, lösten die Ergoldinger Talente das Ticket für die K.o.-Phase zwar als Gruppensieger, taten sich mit einem Sieg und zwei Remis allerdings schwer. Im Halbfinale gelang dann ein souveräner 2:0-Sieg gegen den SSV Eggenfelden, im Finale reichte ein knappes 1:0 gegen Hauzenberg zum Titel.
FC Sturm Hauzenberg: Schon vor dem Finale der niederbayerischen Hallenbezirksmeisterschaft war klar, dass beide Teams die Qualifikation für das Landesfinale in Speichersdorf in der Tasche haben. Von daher war die 0:1-Niederlage gegen den FC Ergolding zu verschmerzen. Und schon in der Gruppenphase gibt es am Samstag die Chance auf die Revanche. In der regulären Meisterschaft sind Hauzenberg und Ergolding ebenso Ligakonkurrenten und auch Tabellennachbarn. Der Sturm ist derzeit in der Bezirksoberliga einen Platz hinter Ergolding auf Rang fünf notiert.
JFG Oberes Günztal: Die schwäbische Bezirksmeisterschaft der Jugendfördergemeinschaft kann durchaus als Coup bezeichnet werden, denn sie geht regulär „nur“ in der Kreisliga an den Start, gehörte also beim Bezirksentscheid nicht unbedingt zum engeren Kreis der Titelfavoriten. Aber der Nachwuchs aus der Nähe von Memmingen überzeugte in der PanoramArena Wiggensbach von Beginn an mit starken Auftritten, löste als Gruppenzweiter hinter dem punktgleichen FC Gundelfingen das Ticket für die K.o.-Runde und war dann nicht mehr zu stoppen. Nach dem 2:0-Finalsieg gegen den Lokalmatadoren FC Wiggensbach gab es kein Halten mehr. In Speichersdorf will der Underdog die Erfolgsgeschichte weiterschreiben.
SV Raigering: Die U19-Junioren des SV Raigering sind bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft keine Unbekannten. Zuletzt ließen sie 2023 aufhorchen, als sie bis ins Finale vordrangen und sich damals in Essenbach dem FC Memmingen nur denkbar knapp 2:3 geschlagen geben mussten. Bei der oberpfälzer Bezirksmeisterschaft, die im Modus Jeder-gegen-Jeden ausgetragen wurde, setzte sich der Landesligist ungeschlagen durch. Allerdings kam es in der Stadthalle Maxhütte-Haidhof zu einem echten Herzschlagfinale, denn mit einem Sieg des TSV Kareth-Lappersdorf im letzten Turnierspiel wäre Raigerung noch von der Tabellenspitze verdrängt worden. Das Spiel endete 1:1 und Raigering löste das Ticket für die Reise nach Oberfranken.
DJK Don Bosco Bamberg: Die DJK lieferte sich mit Landesliga-Konkurrent und dem späteren Hallen-Vizemeister einen offenen Schlagabtausch bei der oberfränkischen Hallenbezirksmeisterschaft in Hof. Bereits in der Gruppenphase trafen die späteren Finalgegner aufeinander und Bamberg zog mit 1:2 den Kürzeren. Nach dem 5:3-Halbfinalsieg gegen die JFG Kunstadt-Obermain gelang dann im Finale die Revanche (3:0). Auch in der regulären Meisterschaft haben die Bamberger die Nase vorn. Sie sind in der Landesliga Nord auf Platz sechs notiert, die JFG GW Frankenwald auf Rang 13.
JFG GW Frankenwald: Auch wenn die Jugendfördergemeinschaft „nur“ als Vize-Bezirksmeister in Oberfranken das Ticket für das Landesfinale gelöst hat und in der regulären Meisterschaft in der Landesliga Nord gegen den Abstieg kämpft, sind die Talente aus dem Norden Oberfrankens beim großen Landesfinale nicht zu unterschätzen. Ein Großteil des Teams konnte vor zwei Jahren die Bayerische Hallenmeisterschaft der U17-Junioren gewinnen und im vergangenen Jahr war beim U19-Landesfinale erst im Halbfinale nach einer knappen 4:5-Niederlage im Shootout gegen den späteren Meister Baiersdorfer SV Schluss. Die Mannschaft weiß also, mit dem Futsal-Parkett und dem Druck eines großen Finalturniers umzugehen. Dazu kommt noch der Heimvorteil beim Finalturnier im heimischen Bezirk.
SGV Nürnberg-Fürth: Die SGV-Talente legten bei der Hallenbezirksmeisterschaft in Gräfenberg mit dem 1:1 gegen den SSV Oberhochstatt zunächst einen Stotterstart hin. Dann aber war der Landesligist drin im Turnier, löste als Gruppensieger das Ticket für das Finale und bezwang dort den favorisierten Bayernligisten SpVgg Mögeldorf deutlich mit 4:0. In der Meisterschaft sind die Mittelfranken auf Rang elf notiert und kämpfen gegen den Abstieg.
SpVgg Mögeldorf: Als Bayernligist gehören die Talente der Spielvereinigung aus Nürnberg sicherlich zum Favoritenkreis – auch wenn es auf Bezirksebene in diesem Jahr am Ende nur die Vizemeisterschaft wurde. Doch schon in der Gruppenphase können die Mögeldorfer in Speichersdorf im Duell mit der SGV Nürnberg-Fürth im abschließenden Gruppenspiel Revanche nehmen – je nach Tabellenstand ein Derby mit besonderer Brisanz. Und es geht auch darum, an erfolgreiche Zeiten anzuknüpfen: 2020 erklomm die SpVgg Mögeldorf in Maxhütte-Haidhof den Bayerischen U19-Hallenthron. Der Klub weiß also, wie schön das Gefühl ist, mit einem großen Titel die Heimreise anzutreten.
(SG) Dreiberg Kickers: Dass der Bezirksoberligist beim Landesfinale in Speichersdorf an den Start geht, ist durchaus eine Überraschung. Nach einer holprigen Gruppenphase bei der Hallen-Bezirksmeisterschaft mit einer Niederlage waren die Kickers aber ab dem Halbfinale voll da. Sie setzten sich gegen die (SG) SpVgg Hösbach-Bahnhof souverän 3:0 durch, behielten dann im Finale gegen die favorisierten Bayernliga-Talente des Würzburger FV im Shootout die Nerven und durften nach dem 9:8 den Bezirkspokal in die Höhe recken. Jetzt wartet in Speichersdorf die Kür der Hallensaison.
Nein! Im vergangenen Jahr konnten sich die U19-Junioren des Baiersdorfer SV zum Bayerischen Hallenmeister krönen. In diesem Jahr hat der Vereine allerdings keine Mannschaft für die Hallenmeisterschaft gemeldet. Somit wird es definitiv einen neuen Titelträger geben.
Der Sieger qualifiziert sich für die Süddeutsche Meisterschaft am 7. März in Ehningen. Dort geht es um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft (20.-22. März 2026) in Duisburg.
Ja! 2020 trugen sich die U19-Junioren der SpVgg Mögeldorf durch ein 4:3 nach Sechsmeterschießen (1:1) gegen den FC Ismaning in die Siegerliste ein. Bei der anschließenden Süddeutschen Futsal-Meisterschaft wurde Mögeldorf Fünfter.
Die Spiele des Landesfinals werden live getickert. Du kannst somit die aktuellen Spielstände und den Turnierverlauf in der BFV-App und im Ergebnisbereich auf BFV.de jederzeit verfolgen. Zudem gibt es unsere Berichterstattung auf BFV.de und in unseren Social Media-Kanälen.
Tickets für das Landesfinale kosten 5 Euro (ermäßigt: 3 Euro), für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei.
Spielzeiten:
Bei allen Partien beträgt die Spielzeit 1x12 Minuten, die letzte Minute wird als Nettospielzeit ausgetragen
Spielmodus:
Spielerzahl:
Im Turnier dürfen 12 Spieler pro Partie eingesetzt werden. Davon müssen zu Spielbeginn fünf Spieler auf dem Spielfeld stehen. Einer von diesen Spielern muss der Torwart sein.
Reihenfolge der Halbfinalspiele:
Erster Gruppe A gegen Zweiter Gruppe B und Erster Gruppe B gegen Zweiter Gruppe A. Die Abfolge wird nach dem Verlauf der Vorrunde durch die Turnierleitung festgesetzt. Im Übrigen gelten die BFV-Richtlinien für Hallenfußball.